Video-Drohnen im Test: Filmen aus der Lüfte Test: 20181103 1244x830

Video-Drohnen im Test : Filmen aus der Luft

Update 22.02.2022

Video-Drohnen sind der neue Trend schlechthin, wenn es ums Filmen aus der Vogelperspektive geht. Mit ihnen haben auch Privatanwender die Möglichkeit, tolle Luftaufnahmen zu kreieren. Wir haben 22 Modelle zwischen 100 und 1.500 Euro getestet und stellen die interessantesten Geräte vor.

Update 22. Februar 2022

Wir haben fünf weitere Drohnen getestet. Neue Empfehlungen sind die DJI Air 2S, die Autel Robotics Evo II und die DJI Mavic 3.

22. April 2021

Wir haben die DJI FPV getestet und finden sie empfehlenswert.

5. März 2021

Wir haben die Mini 2 von DJI getestet und können sie vor allem Einsteigern empfehlen.

15. Oktober 2020

Wir haben vier neue Drohnen getestet. Die Parrot Anafi FPV macht DJI Konkurrenz, aber auch der Marktführer hat mit der Mavic Mini gut nachgelegt.

Created with Sketch. Weitere Updates anzeigen
Created with Sketch. Einklappen
Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Mit Drohnen hat man völlig neue kreative Möglichkeiten, Filme und Fotos zu produzieren. Die kleinen Fluggeräte werden von Jahr zu Jahr besser und eignen sich dank ihrer einfachen Bedienung auch für Anfänger, denn sie stehen eigenständig und stabil in der Luft und kehren automatisch zurück, wenn der Akku zur Neige geht.

Kein Wunder, dass der Drohnen-Markt boomt und immer mehr Menschen diese Technologie nutzen möchten. Zwar hat die Drohnenverordnung das Filmvergnügen etwas eingeschränkt, da man nun auf Wohngebiete besonders Acht geben muss – tollen Naturaufnahmen steht aber weiterhin nichts im Wege.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Filmreife AufnahmenMit 8K-AuflösungMit First-Person-ViewTeures MeisterstückCockpit-Feeling
Test: Dji Air 2sTest: Autel Evo IiTest: Parrot Anafi FpvTest: Dji Mavic 3Test: Dji Fpv
Modell DJI Air 2S Autel Robotics Evo II Parrot Anafi FPV DJI Mavic 3 DJI FPV
Pro
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Sehr gutes Flugverhalten
  • Viele Sicherheitsfunktionen
  • 8 GB interner Speicher
  • Lange Akkulaufzeit
  • 8K-Auflösung
  • Gut verarbeitet
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr gute Fotos und Videos
  • Unproblematisches Flugverhalten
  • 8 GB interner Speicher
  • Sehr stabiles und ruhiges Flugverhalten
  • Gute Videoqualität
  • Zoom-Funktion
  • FPV-Brille
  • Ausgezeichnete Hasselblad-Kamera
  • Exzellente Foto- und Videoqualität
  • Perfektes Flugverhalten
  • Lange Akkulaufzeit
  • Zoom
  • Sehr stabile Signalübertragung
  • Sehr stabiles und ruhiges Flugverhalten
  • Sehr stabile Signal­übertragung
  • Überzeugende Brille
  • Bei Bedarf bis zu 140 km/h schnell
  • Gute Videoqualität
Contra
  • Tasche nur im teureren Combo-Paket enthalten
  • Display der Fernbedienung spiegelt extrem und ist im Freien zu dunkel
  • Smartphone-Halterung etwas wackelig
  • Hinderniserkennung reagiert zu sensibel
  • Keine Hindernis­erkennung
  • Fotoqualität nicht ganz überzeugend
  • Zusatzfunktionen nur gegen Aufpreis
  • Teuer
  • Videostabilisierung nicht so gut wie bei anderen DJI-Drohnen
  • Wenige Optionen für Videos und Fotos
  • DJI Flugsimulator App nur für iOS
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

  Technische Daten anzeigen

Filmreife Aufnahmen: DJI Air 2S

Filmreife Aufnahmen

DJI Air 2S

Test: Dji Air 2s
Hervorragende Video- und Fotoqualität, einfach zu fliegen, überzeugende Hinderniserkennung und faires Preis-Leistungs-Verhältnis: Die DJI Air 2S ist unsere Nummer 1 am Drohnenhimmel.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die DJI-Drohne Air 2S mit einem Anschaffungspreis von unter 1.000 Euro. Sowohl Hobbypiloten als auch Fotografen und halbprofessionelle Filmer bekommen mit dieser Drohne überzeugende Aufnahmen und ein unkompliziertes, hervorragend stabilisiertes Flugverhalten.

In ihrer Größenklasse gilt die Air 2S als Vorreiter: Als erste Drohne dieser Größenordnung hatte sie einen 1-Zoll-Sensor, mit dem sie Fotos mit bis zu 20 Megapixeln schießen konnte, und eine Videoauflösung von 5.4K. Zudem ist sie optimal, um sie immer dabeizuhaben. Das liegt unter anderem am bewährten Faltmechanismus. Zusammengefaltet kommt die Drohne gerade mal auf Maße von 18 x 9,7 x 7,7 Zentimeter, flugfertig sind es 18,3 x 25,3 x 7,7 Zentimeter. Zudem wiegt sie lediglich 595 Gramm, was sie zu einem echten Leichtgewicht macht.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s Gefaltet
Sehr robust, verhältnismäßig leicht und kompakt: Die Air 2S von DJI ist perfekt, um sie jederzeit dabeizuhaben.

Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend. Das Gehäuse aus grauem Kunststoff ist schlagfest und stabil, das Einsetzen des Akkus ist einfach und er rastet fest ein. Die Arme sind verwindungssteif und robust. Die Propeller lassen sich zusammenfalten und können somit beim Transport montiert bleiben. Wenn man sie einmal austauschen muss, etwa nach einer misslungenen Landung, ist auch das ganz leicht: einfach runterdrücken, drehen und abnehmen – jetzt muss man nur noch den neuen Propeller aufsetzen. Werkzeug wird keines benötigt.

Die vier LEDs am Akku geben eine ungefähre Orientierung, wie viel Restkapazität die Drohne noch hat. Die exakte Prozentangabe bekommt man in der App angezeigt.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s Boden
Ein Smartphone ist keine Voraussetzung, um die Air 2S zu nutzen. Wer seinen Flug allerdings in Live-Perspektive miterleben will kommt jedoch nicht drum herum.

An der Seite der Drohne, von einer Gummiabdeckung geschützt, ist ein USB-C-Port, mit dem sich Drohne und PC verbinden lassen, um die Fotos und Videos auf dem 8-Gigabyte-Speicher zu sichern. Gegenüber befindet sich der Speicherkarten-Slot, der MicroSDs bis 256 Gigabyte unterstützt. Achtung: Um in der höchstmöglichen Auflösung zu filmen und dabei eine flüssige Wiedergabe sicherzustellen, sollte man die schnellsten erhältlichen Speicherkarten nutzen.

Eine Kunststoffglocke schützt den 3-Achsen-Gimbal und die Kamera. Hat man den Dreh einmal raus, klappt das aufsetzen schnell und unkompliziert.

Im Lieferumfang der Air 2S ist zusätzlich zur Drohne noch ein Akku, Ladegerät, Fernbedienung, Gimbalschutz, Ersatzpropeller, sowie ein Verbindungskabel für Controller und Smartphone. Die Fly More Combo, Kostenpunkt zwischen 300 und 400 Euro – enthält zwei Zusatz-Akkus, ND-Filter, eine Akkuladestation, sowie eine Tasche. Dieses Paket dürfte für viele die beste Wahl sein, denn das enthaltene Zubehör ist sinnvoll und kostet im Set erheblich weniger als im Einzelkauf. Nimmt man noch den Smart Controller, die Fernsteuerung inklusive großem Display, liegt man bei einem Preis von mindestens 1.700 Euro. Wer allerdings ein vernünftiges Smartphone hat, kann auf den Smart Controller verzichten.

Ein großer Vorteil von DJI-Drohnen ist das große Angebot an Zubehör von Drittanbietern. Von Smartphone-Halterungen über ND-Filter bis zu Koffern und Taschen ist alles dabei. Für die DJI Air 2S wird ebenfalls diverses Equipment angeboten.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s Kamera
Die Air 2S von DJI ist mit einem 1-Zoll-Sensor mit Digitalzoom ausgestattet.

Gimbal und Kamera

Die Kamera hat einen 1-Zoll-Sensor. Fotos (RAW und JPG) werden mit bis zu 20 Megapixel aufgenommen. Bei Videoaufnahmen sind 5.4K bei 30 fps (5.472 x 3.078 Bildpunkte) sowie 4K bei 60 fps (3.840 x 2.160 Bildpunkte) mit 150 Mbit/s Datendurchsatz möglich. Zeitlupenaufnahmen lassen sich mit Full-HD und 120 fps realisieren. Die Kamera besitzt ein 88-Grad-Sichtfeld und eine f/2.8 Blende.

Auch einen Zoom gibt es. Dieser ist allerdings lediglich digital und nicht optisch. Das heißt, dass die Pixel nur künstlich vergrößert werden, was zu einer Verschlechterung der Bildqualität führt. Abhängig von Bildwiederholrate und Auflösung ist ein vier- bis achtfacher Zoom möglich. Außerdem können Sie zwischen den beiden Videocodecs H.265 und H.264 wählen. Die verfügbaren Farbprofile sind Normal (8 Bit), HLG (10 Bit) und D-Log (10 Bit).

Die Drohne ist natürlich mit den Fotooptionen Timed Photo, Panorama und Belichtungsreihe (AEB). Zusätzlich gibt es noch den SmartPhoto-Modus, der Bilder mit einer Auflösung von 20 Megapixel und intelligenter Szenenanalyse aufnimmt. Mittels Deep Learning werden automatisch die drei besten Optionen ausgewählt, um das beste Bild zu machen. Auch Szenenerkennung, Hyperlight und HDR kommen dabei zum Einsatz. HDR fügt verschiedene Bilder zu einem zusammen, um ein dynamischeres Ergebnis zu erzielen. Hyperlight hilft bei schlechten Lichtverhältnissen.

Durch den Gimbal wird die Kamera auf drei Achsen stabilisiert. So lässt sich die Kamera Schwenken (-100° bis 100°), Rollen (-45° bis 45°) und Neigen (-135° bis 45°). Der Gimbal kann mittels der DJI-App angepasst werden.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s Hindernisse
Bäume sind keine Gefahr für die Air 2S von DJI. Sensoren schützen die Video-Drohne vor einer Kollision.

Reichweite und Hinderniserkennung

Die DJI-Drohne ist hinten, vorne, rechts und links, sowie unten und oben mit Sensoren versehen, um Hindernisse wie etwa Felswände oder Bäume selbstständig zu erkennen. Dieses System funktioniert sehr zuverlässig. Es kommt nicht zu Frontalcrashs und knappes Vorbeifliegen funktioniert ebenfalls.

Das AirSense-System der Air 2S warnt den Piloten außerdem, wenn sich Hubschrauber oder Flugzeuge, die ADS-B-Signale aussenden, in der näheren Umgebung befinden. Potentielle Gefahren können so rechtzeitig erkannt und abgewendet werden. Damit nicht unerlaubt in Bereichen mit beschränktem Luftraum oder nahe Flughäfen geflogen wird, meldet das Geofencing-System GEO 2.0 sich und informiert den Piloten darüber, dass er dabei ist in einen solchen Bereich zu kommen. Die Drohne von DJI hat – wie inzwischen die meisten – eine Rückkehr-Funktion, die den Copter zurück an den Startpunkt bringt wenn der Kontakt mit der Fernbedienung abbricht oder der Akkustand zu niedrig ist.

Laut dem chinesischen Hersteller liegt die maximale Reichweite der Übertragungstechnologie OcuSync O3 bei 8 Kilometern. Vier Antennen kommen dabei zum Einsatz. Bei unserem Test flogen wir die DJI Air 2S 400 Meter von uns weg. Dabei blieb das Signal störungsfrei. Das Vorschaubild in 1080p/30 wurde ruckelfrei und ohne Aussetzer auf das Smartphone übertragen.

Flugleistung und -dauer

Die DJI Air 2S hat drei verschiedene Flug-Modi. Mit dem S-Modus (Sport) schafft die Drohne 68 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit, beim N-Modus (Normal) sind es 54 Stundenkilometer und beim C-Modus (Cine) sorgen gemächliche 18 Stundenkilometer für filmreife Aufnahmen. Die maximale Sink- und Steiggeschwindigkeit liegt laut Hersteller bei 6 Metern pro Sekunde.

Der LiPo 3S-Akku bringt 3.750 mAh Leistung und wiegt 198 Gramm. Laut den Spezifikationen hat die Drohne 31 Minuten Maximalflugzeit bei Windstille. Die Schwebezeit beträgt 30 Minuten. Im Test hatten wir nach einer halben Stunde Flugzeit bei kaltem Wetter immer noch genug Akkuladung, um sicher zu landen.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air2s Fernsteuerung
Zuverlässig, kompakt und leicht zu bedienen: die Fernsteuerung der DJI Air 2S.

Steuerung

Das Steuern der Air 2S funktioniert wie bei allen DJI-Drohnen via Fernsteuerung und Smartphone. Diese erinnert an einen Spielekonsolen-Controller und liegt angenehm in der Hand. Die Steuerknüppel werden eingeschraubt und lassen sich an der Unterseite platzsparend verstauen. Die Smartphone-Halterung lässt sich einfach nach oben ausziehen, ist stabil und nimmt selbst große Smartphones sicher auf. Wie viel Restkapazität der Akku hat, wird mittels vier LEDs an der Fernbedienung angezeigt.

Zum Verbinden von Mobiltelefon und Controller liegen sowohl für Android- als auch Apple-Geräte Kabel bei. Damit man dieses nicht zu Hause liegen lässt kann man es praktischerweise unterhalb der Smartphone-Halterung aufbewahren.

Mit der Fernsteuerung kann der Flugmodus gewählt, die Kamera geschwenkt, Videoaufnahmen gestartet und Fotos geschossen, sowie die Rückhol-Funktion aktiviert werden. Die Bedienung ist so gut wie selbsterklärend. Ein eingebautes Display gibt es nicht; diese Funktion erfüllt das Smartphone. Wer auf ein integriertes Display Wert legt, bekommt dieses mit der Smart-Fernsteuerung, die Teil des teuren Combo-Pakets Fly More ist.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air 2s App
Die »DJI Fly«-App ist informativ und dennoch leicht zu bedienen.

So gut wie selbsterklärend ist auch die »DJI Fly«-App. Alle nötigen Informationen sind direkt ersichtlich: Auf welcher Höhe fliegt die Drohne? In welcher Entfernung befindet sie sich? Wie viele Satelliten sind momentan erreichbar? Wie viel Restlaufzeit hat der Akku? Auch kann man mit ihr zwischen den verschiedenen Aufnahme-Modi wechseln, Auflösung und Belichtung verändern, die Zeitlupe aktivieren und die automatisierten Flugmodi nutzen (dazu gleich mehr). Die App ist insgesamt ein gelungener Kompromiss: Einsteigern erleichtert sie die Arbeit, während fortgeschrittenere Piloten manuelle Anpassungen vornehmen können.

Wie von DJI gewohnt, ist die Steuerung sehr einfach. Landen und Starten kann die Drohne bei Bedarf sogar komplett selbstständig. Auch als blutiger Anfänger kann eigentlich nichts schief gehen, wenn man sich vor seinem Jungfernflug etwas mit der Steuerung auseinandersetzt. Die Air 2S reagiert direkt und absolut zuverlässig. Befehle werden prompt ausgeführt. Es ist erstaunlich, wie leicht so ein Quadrokopter sich fliegen lässt.

Video- und Fotoqualität

Die Bedingungen für die Testflüge waren alles andere als gut. Tagelang warteten wir auf Sonne, die sich im Spätherbst jedoch nicht mehr zeigte. So musste die DJI Air 2S mit grauem Himmel und geringem Umgebungslicht vorlieb nehmen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Für die DJI-Drohne ist das aber kein Problem. Trotz der eher dürftigen Ausleuchtung ist das von der Drohne übertragene Bild detailreich, scharf und sehr rauschfrei. Dynamik und Farbtreue überzeugen ebenfalls und auch die Belichtungsautomatik funktioniert verlässlich. Ob Rasen, Elefantengras, Acker oder Steine, die Strukturen aller Oberflächen werden von der Air 2S sauber herausgearbeitet.

Sie begeistert außerdem durch geschmeidige und sehr ruhige Überflüge. Durch den Gimbal werden die Aufnahmen perfekt stabilisiert, in unseren Aufnahmen sind keine Propeller zu sehen.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air 2s Foto
Trotz suboptimalem Wetter zeigt die DJI Air 2S, was sie kann.

Bei den Fotos stimmen ebenfalls alle sichtbaren Bildparameter, auch einen guten Dynamikumfang haben sie. Sogar wenn man bei den Bildern etwas hineinzoomt, wird die Qualität dadurch kaum beeinträchtigt.

Clevere Aufnahme-Modi

Manche Flugmanöver und -routen sind per Hand nicht so leicht auszuführen. Es macht deshalb manchmal durchaus Sinn, das Pilotieren der Drohne zu überlassen. Dafür sind eine Reihe voreingestellter Aufnahmemöglichkeiten und Flugrouten in der »DJI Fly«-App hinterlegt.

Bereits bekannt sind die QuickShots mit den Modi »Rocket«, »Dronie«, »Helix«, »Boomerang«, »Kreisen« und »Asteroid«. Mit diesen kann der Copter zum Beispiel sehr exakt um ein definiertes Objekt kreisen, beispielsweise einen Kirchturm.

Mit ActiveTrack 4.0 kann die DJI Air 2S bewegte Objekte wie etwa einen Fahrradfahrer automatisch umkreisen, zuverlässig folgen oder diesen in der Bildmitte halten, während man selber beliebige Steuerbefehle ausführen kann.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Dji Air 2s App2
Im Modus MasterShots nimmt die DJI-Drohne eigenständig Videosequenzen auf, die von Distanz und Motiv abhängig sind.

Der Modus MasterShots erstellt autonom eine Flugbahn für die Air 2S, wählt einen von drei Aufnahmemodi (Landschafts-, Nah- oder Portrait-Aufnahme) aus und führt diese völlig eigenständig durch. Man kann dabei aus vielen verschiedenen Vorlagen wählen. Die App erzeugt dann selbstständig ein Video.

Die Optionen funktionieren allesamt problemlos und sind außerordentlich ausgereift. Mit ihnen kann die Kreativität von Videoaufnahmen aus der Vogelperspektive deutlich gesteigert werden.

Mit 8K-Auflösung: Autel Robotics Evo II

Mit 8K-Auflösung

Autel Robotics Evo II

Test: Autel Evo Ii
Die Autel Evo II filmt in 8K-Auflösung und liefert begeisternde Videos und Fotos.

Keine Preise gefunden.

Der Evo II aus dem Hause Autel Robotics ist die erste Drohne mit einer Auflösung von 8K. Damit stellt er sogar den Konkurrenten DJI in den Schatten. In anderen Punkten kommt er dennoch nicht am Platzhirsch vorbei.

Mit 1.130 Gramm Gewicht ist die Autel-Drohne überraschend schwer. Insgesamt ist die Verarbeitung gut, die Propellerarme sind ein- und ausklappbar, sodass die Drohne in jeden Rucksack sowie in größere Fototaschen passt.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Autel Evo Ii
Die Evo II von Autel kann platzsparend zusammengefaltet werden.

Die Kamera hat einen 1/2-Zoll-CMOS-Sensor und ist an einem 3-Achsen-Gimbal fixiert. Videos werden mit 120 Mbit/s Datenrate aufgezeichnet. HDR (High Dynamic Range) und eine Farbtiefe von 10 Bit sorgen für mehr Dynamik und höhere Kontraste. 8K-Videos werden mit 7.680 x 4.320 Pixel und maximal 25 Bildern pro Sekunde gemacht. Dabei entstehen natürlich immense Datenmengen. Für den Alltag braucht momentan niemand 8K-Aufnahmen. Vorteil der hohen Auflösung ist jedoch, dass beim Nachbearbeiten hineingezoomt werden kann und ohne Qualitätsverluste 4K-Filme generiert werden können. Dafür ist allerdings unbedingt ein sehr leistungsfähiger Rechner nötig.

6K filmt die Evo II mit 30p, 4K mit bis zu 60 Vollbildern. Der ISO-Bereich kann von 100 bis 6.400 eingestellt werden und es gibt einen optischen Vierfach-Zoom. Für Fotoaufnahmen stehen 48 Megapixel zur Verfügung, im RAW- sowie im JPG-Format. Der integrierte 8-Gigabyte-Speicher kann mit einer MicroSD um bis zu 256 Gigabyte erweitert werden.

Die Autel-Drohne ist rundherum mit Sensoren zur Hinderniserkennung ausgestattet. Insgesamt zwölf Stück schützen das Gerät vor Kollisionen. Bis auf 30 Meter Entfernung werden störende Objekte erkannt und im Live-Feed mittels farbiger Linien dargestellt.

Ein 7.100-mAh-Lipo-Akku treibt die Motoren des Copters an. Den Akku voll zu laden dauert etwa 90 Minuten. Laut Autel soll die Drohne bis zu 40 Minuten in der Luft bleiben können. In unserem Test schaffte sie etwa 32 Minuten, was trotzdem ein beachtliches Ergebnis ist. Abhängig vom gewählten Modus schafft die Drohne 54 beziehungsweise 72 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Autel Evo Ii Controller
Das im Controller integrierte Display spiegelt extrem und ist sehr dunkel. In diesem Foto war die Schutzfolie noch auf dem Display.

Der zugehörige Controller ist mit einem 3,3 Zoll OLED-Display ausgestattet. Auf diesem wird neben Flugdaten und Akku-Zustand auch der Live-Feed der Kamera angezeigt Leider sind die 330 Nits des Bildschirms bei Sonne zu dunkel. Man erkennt dann so gut wie nichts mehr. Auch spiegelt es extrem. Alternativ kann man das Smartphone als Display nutzen und es dazu an der ausklappbaren Smartphone-Halterung befestigen, die jedoch etwas wackelig ist. Unschön ist auch, dass die rückseitigen Funktionstasten so angebracht sind, dass man des Öfteren ungewollt dagegen kommt.

Mit der Fernbedienung kann man die Drohne selbstständig landen und starten, sowie die Go-Home-Funktion aktivieren. Das hat in unserem Test auch einwandfrei funktioniert. Die Steuerung ist fast identisch mit der aller anderen erhältlichen Drohnen.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Autel Evo Ii App
In der Autel-App werden dem Drohnen-Piloten viele nützliche Informationen angezeigt.

Damit man alle nötigen Einstellungen machen kann, sollte man die »Autel Explorer«-App (verfügbar für Android und iOS) auf seinem Smartphone installieren. Mit dieser können Shutter, ISO-Zahl und Auflösung geändert werden. Außerdem erhält man Informationen zu Entfernung, Kamera-Neigung, Flughöhe und -geschwindigkeit, sowie der Restkapazität der Akkus von Drohne und Controller. Die App ist übersichtlich gestaltet, aber nicht alle Funktionen erschließen sich direkt. Eine Eingewöhnungszeit ist nötig.

Das Pilotieren der Evo-II-Drohne ist anfängerfreundlich und unkompliziert. Auf Steuerbefehle reagiert sie prompt, agiert gutmütig und stoppt, sobald die Steuerknüppel losgelassen werden. Durch das markante Orange ist die Drohne am Himmel sehr gut zu erkennen. Ein rund 1.800 Euro teurer Copter muss sich in dieser Disziplin natürlich mit dem Marktführer DJI messen. Dabei fällt auf, dass die Drohnen von DJI sich noch ein bisschen exakter und feinfühliger fliegen lassen und komplett still in der Luft stehen. Das Modell von Autel neigt phasenweise dazu, etwas zu tänzeln und ist unruhiger. Für Europa gibt der Hersteller eine Maximalreichweite von 5 Kilometern an. In unserem Test konnten wir die Autel-Drohne 400 Meter weit weg fliegen, ohne dass das Signal darunter litt. Es blieb stets stabil und die Bildübertragung hatte keine Aussetzer.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Autel Evo Ii Luft
Werden die Steuerknüppel losgelassen, bleibt die Drohne gutmütig stehen.

Zuweilen wird die Drohne etwas von der Hinderniserkennung ausgebremst. Nähert die Evo II sich einer Hecke, einem Baum oder sonst einem Hindernis, gleitet sie nicht dynamisch daran vorbei, sondern drosselt ihre Geschwindigkeit auf Schneckentempo, um sich gemächlich daran vorbeizutasten. DJI ist in dieser Hinsicht Lichtjahre besser.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ausgesprochen positiv überrascht hat uns das Filmmaterial. Obwohl wir unseren Testflug an einem tristen Tag im Herbst absolvierten, war das daraus resultierende 4K-Video plastisch, detailreich und super scharf. Die Farben kommen kräftig heraus, sind aber dennoch natürlich. Die Belichtungsautomatik leistet exzellente Arbeit. Der Gimbal ist ebenfalls hervorragend. Bewegungen werden sehr gut ausgeglichen und die resultierenden Aufnahmen sind ruhig und geschmeidig. Auch manuell ausgeführte Manöver um die eigene Achse funktionieren ausgezeichnet.

In dieser Hinsicht muss Autel sich absolut nicht vor DJI verstecken. Selbst unbearbeitete Fotos im JPG-Format sind kontrastreich und dynamisch. Solche Resultate können sich sehen lassen. Kreative Filmer werden sich zudem über die diversen zusätzlichen Flugmodi der Evo II freuen. Zu diesen gehört Personen- und Objektverfolgung, das Abfliegen selbst definierter Wegpunkte, sowie Flugmanöver, bei denen die Drohne zum Beispiel ein ausgewähltes Objekt umkreist oder sich selbstständig auf ein Ziel zubewegt.

Video-Drohne Test: Drohnen Dezember2021 Autel Evo Ii Foto
Die Dynamik der Fotos überzeugt auch bei wenig Licht.

Fazit: die Evo II von Autel ist mit 1.800 Euro eine recht teure Drohne, mit hervorragender Foto- und Videoqualität und einer präzisen Steuerung. In diesem Aspekt gibt es für diesen Preis so gut wie keine besseren Fluggeräte. Für viele dürfte die 8K-Auflösung ein nettes Extra sein, auf das man jedoch auch verzichten kann. Schwachpunkt ist der Controller mit seinem dunklen, stark reflektierenden Display. Alles in allem hat DJI mit Autel endlich einen Mitbewerber, der eine echte Konkurrenz darstellt.

Mit First-Person-View: Parrot Anafi FPV

Mit First-Person-View

Parrot Anafi FPV

Test: Parrot Anafi Fpv
Die Parrot Anafi FPV überzeugt bei Flugverhalten und Videoqualität und holt den Piloten dank FPV-Brille virtuell ins Cockpit.

Die Parrot Anafi FPV bietet eine Besonderheit: FPV steht für First Person View und so hat der Nutzer durch eine spezielle Brille das Gefühl, in der Drohne mitzufliegen. Das Smartphone wird dabei in die Brille eingeklemmt. Die Anafi wiegt 315 Gramm, sodass laut Gesetz eine weitere Person anwesend sein muss, die den Piloten auf Gefahren hinweist. Man darf mit dieser Drohnen auch nicht höher fliegen als 30 Meter.

Die Parrot Anafi kann auch ohne FPV als einfache Drohne genutzt werden. Wer den FPV-Modus generell nicht braucht, kann ohnehin auf die 100 Euro günstigere Anafi Base zurückgreifen.

Auch diese Drohne hat ausklappbare Arme. Mit den Modellen des Branchenprimus DJI kann die Anafi FPV aber nicht ganz mithalten: alles wirkt ein wenig instabil, die Halteplatte der Kamera ist an Gummis aufgehängt und möchte man die Micro-SD-Speicherkarte wechseln, muss zunächst der Akku herausgenommen werden. Um die Drohne zusammenzufalten, müssen allerdings die Propeller nicht demontiert werden.

Für eine exakte Positionsbestimmung ist die Parrot Anafi FPV mit GPS, Ultraschallsensor, Vertikalkamera, Glonass, Magnetometer und Barometer ausgestattet. Die Drohne fliegt maximal 55 Stundenkilometer und mit dem Controller schafft man Übertragungsdistanzen von höchstens 4 Kilometern. Die Kamera nimmt Fotos mit maximal 21 Megapixeln auf, Filme entstehen mit 30 Vollbildern, in Full-HD mit 60 Vollbildern. Die Fotos kann man im RAW- und im JPG-Format speichern.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Über die Fernbedienung kann man die Drohne steuern, die Kamera neigen, zoomen und Fotos und Videos auslösen. In die Smartphone-Halterung passen dabei Handys mit maximal 6,5 Zoll Display. Der Akku hält bei Apple-Geräten bis zu fünfeinhalb Stunden, bei Android-Geräten ist die Akkuzeit ganze drei Stunden kürzer. Den vollen Umfang an Funktionen erhält man mit der kostenlosen »FreeFlight 6«-App: Hier hat man auch die Wahl zwischen den verschiedenen Modi Film, Sport und Cinematic.

Der Dolly-Zoom, das 360°-Panorama und die Funktion »Little Planet« sind bei der Parrot Anafi FPV inklusive. Die Funktion »Follow Me«, in der die Drohne Objekten oder Personen folgt, muss man zusätzlich erwerben. Ebenso die Funktion, auf Google Maps Zielpunkte zu definieren. Bei JPG-Fotos mangelt es ein bisschen an Brillanz, Dynamik und Schärfe. Das kann aber in der Nachbearbeitung korrigiert werden.

 Video-Drohne Test: Drohnentest Mai2020 Parrot Anafi Fpv Foto
JPG-Fotos fehlt es ein bisschen an Brillanz und Dynamik, auch die Schärfe ist ausbaufähig.

Zuletzt nochmal zu dem Feature, das die Anafi ausmacht: Für den First Person View wird das Smartphone vorne in die Brille eingelegt und mit der Fernbedienung verbunden. Das Gewicht von Brille und Smartphone ist dabei schnell auf der Nase spürbar, auf längere Zeit könnte des unbequem werden. Durch die Brille sieht man ausschließlich, was die Kamera der Parrot Anafi FPV einfängt: Das vermittelt ein tolles neues Flug- und Raumgefühl. Ob man dafür aber 100 Euro mehr ausgeben möchte, ist Geschmackssache.

Teures Meisterstück: DJI Mavic 3

Teures Meisterstück

DJI Mavic 3

Test: Dji Mavic 3
Hasselblad-Kamera, Zoom, 5.1K-Auflösung, lange Flugzeit und herausragende Videoqualität: Die DJI Mavic 3 ist eine Drohne für allerhöchste Ansprüche.

Unter mangelndem Selbstbewusstsein leidet DJI definitiv nicht: Die chinesische Firma betitelt die Pressemitteilung zur Vorstellung ihres neusten Flugobjekts mit »DJI macht die beste Drohne der Welt mit der neuen Mavic 3 noch besser«. DJI hat mit dem Quadrocopter Mavic 3 tatsächlich ein Meisterstück abgeliefert. Dafür muss man allerdings je nach Ausstattung und Version von 2.099 bis zu 4.799 Euro investieren. Mit diesem Preis richtet die Drohne sich verstärkt an professionelle Nutzer.

Die Mavic 3 von DJI ist eine Faltdrohne und bringt rund 900 Gramm auf die Waage. Zusammengefaltet und ohne Propeller misst sie 22,1 x 9,6 x 9 Zentimeter, ausgefaltet liegen die Maße bei 34,8 x 28,3 x 10,8 Zentimeter. Die DJI Mavic 3 lässt sich dadurch problemlos im Rucksack transportieren. Die exzellente Verarbeitung wirkt durch das dunkelgraue Kunststoffgehäuse noch hochwertiger als andere Drohnen von DJI.

Filmen aus der Luft Test: Drohnen Dezember2021 Dji Mavic3
Tolle Drohne mit ausgereifter Fernsteuerung: In Sachen Hardware hinterlässt die Mavic 3 einen sehr guten Eindruck.

Das Herzstück der Drohne ist die Doppelkamera mit einem 4/3-Zoll-CMOS-Hasselblad-Objektiv und 24 Millimeter Brennweite sowie einem 1/2-Zoll-CMOS-Teleobjektiv mit 162 Millimeter Brennweite. Gefilmt werden kann mit 5.1K (5.280 x 3.956 Pixel) und 50 Vollbildern sowie mit 4K und 120 Bildern für Zeitlupenaufnahmen. Für Fotos (RAW und JPG) stehen 20 Megapixel zur Verfügung. Die maximale Datenrate liegt laut Hersteller bei 200 Mbit/s.

Mit der von f/2.8 bis zu f/11 einstellbaren Blende kann die Kamera an verschiedene Lichtverhältnisse angepasst werden. Der Dynamikbereich ist 12,8 Blendstufen groß. Optisch sowie digital steht ein 28-facher sogenannter Hybridzoom bereit, mit dem weit entfernte Motive herangezoomt werden können. Das ist praktisch, wenn zum Beispiel Details eines Kirchturmes gefilmt werden sollen, aber die Drohne einen gebührenden Abstand zum Gebäude einhalten soll. Die leistungsstarke Hasselblad-Kamera inklusive Autofokus sowie 84-Grad-Sichtfeld wiegt dennoch gerade einmal 12,5 Gramm.

Filmen aus der Luft Test: Drohnen Dezember2021 Dji Mavic3
Exzellente Aufnahmen garantiert – dank der Hasselblad-Kamera.

Die Höchstgeschwindigkeit der Mavic 3 beträgt 68 Stundenkilometer. Das verbesserte Übertragungssystem DJI O3+ soll störungsfreie Übertragung bis zu 15 Kilometer Reichweite garantieren, die Vorschau hat eine Bildrate von 1080p60. Die Rückkehr-Funktion, die in Aktion tritt, wenn der Akkuladestand zu niedrig wird oder die Verbindung zum Controller abbricht, wurde ebenfalls optimiert. Bisher stieg die Drohne dabei zunächst auf eine voreingestellte Sicherheitshöhe, damit Kollisionen vermieden werden konnten, und kehrte dann zum Startpunkt zurück. Die Mavic 3 hat nun die Möglichkeit, automatisch die sicherste, energieeffizienteste und vor allem kürzeste Route zum Ausgangspunkt zu bestimmen. Parallel misst der Copter die Windgeschwindigkeit und berechnet mittels dieser Daten in Echtzeit die zur Rückkehr benötigte Leistung.

Dies wird durch das omnidirektionale APAS 5.0 Hinderniserkennungssystem ermöglicht, mit dem die Daten der beiden Winkelsensoren und der sechs Fischaugen-Sichtsensoren ausgewertet werden. Mit ActiveTrack 5.0 kann die Drohne außerdem einem Objekt zu folgen, während dieses sich rückwärts, vorwärts, seitwärts oder diagonal bewegt. Ist das Objekt zu schnell und verschwindet kurzzeitig aus dem Bild, wird mit speziellen Algorithmen sowie Sichtsensoren dafür gesorgt, dass das Objekt dennoch nicht verloren wird. Die Sichtsensoren befinden sich oben, unten, vorne, hinten sowie seitlich.

Die Akku-Kapazität liegt bei 5.000 mAh und das Gewicht bei 335 Gramm. Schön ist, dass der Akku auch geladen werden kann, wenn er in der Drohne ist. Laut Hersteller sind unter Idealbedingungen Flugzeiten bis 46 Minuten möglich. Bei unserem Testflug filmten wir bei kaltem Wetter kontinuierlich in 4K und mit 50 Vollbildern und schafften 33 Minuten Flugdauer mit geringer Restkapazität nach der Landung. Der Akku kann sicher eingerastet werden und die LEDs geben einen ungefähren Eindruck der verbleibenden Akku-Kapazität.

App und Controller sind mit der ebenfalls aus dem Hause DJI kommenden Air 2S identisch, weshalb wir hier nicht näher auf diese Komponenten eingehen. Die Stabilisierung der Kamera übernimmt ein 3-Achsen-Gimbal. Der integrierte Speicher ist 8 Gigabyte groß. Wer hochauflösende Videos aufnimmt kommt damit jedoch nicht weit. Der Speicher reicht so für etwa fünf bis sieben Minuten. Eine MicroSD-Karte (maximal 512 Gigabyte) ist deshalb ein Muss.

Filmen aus der Luft Test: Drohnen Dezember2021 Dji Mavic3
Sicheres schweben beherrscht die DJI Mavic 3 ebenfalls.

Die Mavic 3 ist angenehm leise und hat ein vorbildliches Flugverhalten. Selbst bei Wind schafft sie es, fest in der Luft zu stehen. Steuerbefehle werden immer sofort umgesetzt. Das aber stets so flüssig, dass keine sichtbaren, abrupten Bewegungen im Film zu sehen sind. Die Drohne lässt sich sehr gemächlich, aber auch ganz dynamisch fliegen.

Die Fotos und Filmaufnahmen sind scharf und qualitativ überragend. Trotz mehrerer Anläufe herrschte bei unseren Testflügen immer graues Wetter, teils gab es sogar leichten Schneefall. Trotz dieser widrigen Umstände lieferte die DJI überraschend lebendige, detailreiche Aufnahmen. Die Belichtungssteuerung arbeitet sowohl dunkle, schattige Bildbereiche als auch hellere Passagen gut heraus. Der Gimbal funktioniert einwandfrei und ermöglicht butterweiche Bewegungen. Die gemachten Fotos punkten mit Farbtreue und schöner Tiefe.

Filmen aus der Luft Test: Drohnen Dezember2021 Dji Mavic3
Schlechte Sicht, wenig Licht und mieses Wetter: Das mit der DJI Mavic 3 aufgenommene Foto bildet die Wetterverhältnisse authentisch ab.

Auch zahlreiche automatische Flugmodi hält die DJI-Drohne bereit. Das Verfolgen von beweglichen Objekten mit Active Tracking funktioniert vorzüglich. Mit MasterShot lassen sich mittels künstlicher Intelligenz noch bessere Bilder machen. Außerdem soll mit einem Firmware-Update bald eine Panorama-Funktion nachgerüstet werden.

Die DJI Mavic 3 gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Paketen. Im 2.099 Euro teuren Standard-Paket sind neben der Drohne noch eine Fernsteuerung, ein Ladegerät, eine Schutzhülle, einen Akku sowie weitere Kleinteile wie Kabel und Ersatzpropeller. Für die Fly More Combo werden 2.799 Euro fällig. Dafür bekommt man zusätzlich drei Akkus, eine Tasche, eine Akkuladestation und ND-Filter.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Noch hochpreisiger ist man mit der DJI Mavic 3 Cine unterwegs. Für die Premium Combo zahlt man ganze 4.799 Euro. In dieser Ausführung hat die Drohne einen integrierten, ein Terabyte großen SSD-Speicher. Außerdem wird der Apple ProRes 422 HQ Codec unterstützt und die DJI RC Pro Fernsteuerung ist mit einem integrierten Touchscreen ausgestattet.

Für Filmer, Fotografen und ambitionierte Drohnenpiloten ist die Mavic 3 von DJI ein sehr gutes Arbeitsgerät mit fantastischer Videoqualität. Flugzeit, Flugverhalten und Kamera sind top und mit dem Gesamtpaket sind ausgezeichnete Ergebnisse garantiert. Wer Drohnen eher zum Spaß liegt, kann allerdings getrost zur wesentlich erschwinglicheren Air 2S desselben Herstellers greifen.

Cockpit-Feeling: DJI FPV

Cockpit-Feeling

DJI FPV

Test: Dji Fpv
Die DJI FPV fliegt bis zu 140 km/h schnell und liefert über eine Spezialbrille beeindruckende Aufnahmen, als würde man selbst im Cockpit sitzen.

Mit der FPV versucht der Drohnenspezialist DJI den Spagat zwischen klassischem Kopter und Racing-Drohne. Unabhängig vom Verwendungszweck und der Fluggeschwindigkeit sorgt die im Set ebenfalls enthaltene Videobrille für interessante Einblicke.

140 Stundenkilometer schafft die 800 Gramm leichte Drohne, aus dem Stand beschleunigt sie innerhalb von zwei Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Damit kann man die DJI durchaus der Kategorie »Renndrohne« zuordnen, wobei sich der Hybrid nicht die negativen Eigenschaften dieser Kategorie, nämlich die oft recht schwierige Bedienung und die nicht vorhandenen Sicherheitsfeatures teilt. Im Test hat die Drohne etwa 18 Minuten durchgehalten, wer viel damit heizt, der muss natürlich schneller wieder auf den Boden.

 Video-Drohne Test: Drohnen April2020 Dji Fpv
Liegt gut in der Luft: die FPV von DJI.

Weil die Drohne so flott unterwegs ist, muss sie besonders stabil sein. Aus diesem Grund kann man die Konstruktion, wie es sonst bei vielen Drohnen von DJI möglich ist, nicht zusammenfalten. Das schränkt zwar die Transporteigenschaften des unbemannten Flugobjekts ein wenig ein, den guten Video-Eigenschaften der Drohne tut das aber keinen Abbruch. Der verbaute 1/2,3 Zoll großer Sensor löst mit bis zu 3.840 × 2.160 Pixeln auf, wobei für Videoaufnahmen eine Auflösung von maximal 3.840 x 2.160 Bildpunkten zur Verfügung steht. Gespeichert wird das Aufnahmematerial auf einer MicroSD-Karte.

Das Kamerabild kann man entweder mithilfe der DJI-App auf dem Smartphone verfolgen, oder die dazu vorgesehene Brille verwenden, die mit einem Gewicht von 420 Gramm alles andere als ein Leichtgewicht ist. Überrascht waren wir allerdings davon, dass man als Brillenträger seine eigene Sehhilfe nicht abnehmen muss, wenn man den Klopper aufsetzt, denn nichts reibt oder drückt hier – sehr schön. Jedes Auge wird durch ein zwei Zoll großes Display mit Videomaterial versorgt, das in einer Auflösung von 1.440 x 810 dargestellt wird. Das klappt bis zu einer Entfernung von sechs Kilometern.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wer sich für einen Flug mit Brille entscheidet, muss laut Gesetz übrigens einen Helfer mit dabei haben, der ein Auge auf die Drohne und das Flugfeld hat. Das ist auch besser so, denn auf diese Weise kann sich der Drohnenpilot voll und ganz auf das fantastische Flugerlebnis konzentrieren. Die Videoqualität ist, was Schärfe, Details und Farbgebung anbelangt, sehr gut. Beim Aufsetzen der Brille kommt dann sofort Cockpit-Feeling auf. Nur die minimal ins Bild ragenden Propeller trüben den guten Video-Eindruck ein wenig.

Je nachdem für welchen Flugmodus man sich entscheidet, fliegt man entweder mit aktivierten Sicherheitsfunktionen und einer Höchstgeschwindigkeit von 54 Stundenkilometern, mit 97 Stundenkilometern (S-Modus) oder mit 140 Stundenkilometern (M-Modus).

Weil bei Letzterem sämtliche Flugunterstützungen deaktiviert sind, ist die Drohne in diesem Modus nicht nur schnell, sondern auch extrem manövrierfähig. Auch in diesem Modus gibt es aber, wie bei allen anderen auch, eine Schwebe- und Notbremsfunktion. Das alles macht die DJI FPV zu einem gelungen Hybriden, mit dem sich viele Möglichkeiten eröffnen.

Was gibt es sonst noch?

Die DJI Mavic 2 Pro gleicht der DJI Mavic 2 Zoom wie ein Ei dem anderen – bis auf ein entscheidendes Kriterium: die Kamera. Die kommt hier vom Profi-Hersteller Hasselblad und liefert eine noch ein Stückchen bessere Bildqualität, hat dafür aber keinen Zoom. Wem der Zoom also nicht so wichtig ist und lieber die beste Bildqualität haben möchte, sollte hier zugreifen.

Der 1 Zoll große CMOS-Sensor ermöglicht besonders bei ungünstigen Lichtverhältnissen gute Aufnahmen. Die Mavic 2 Pro erzeugt Aufnahmen mit brillanter Tiefenschärfe und tollen Farben. Bildrauschen findet man wenn überhaupt nur minimal vor. Man erhält die Bilder im DNG-Format, was eine intensive nachträgliche Bearbeitung ermöglicht.

Fotos werden mit 5.472 × 3.648 Pixeln geschossen. Gerade bei Kontrasten fährt die Pro ihre Geschütze auf. Die Darstellung heller und dunkler Flächen gelingt hier meisterhaft. Die Kameras der Mavic 2 und der Mavic 2 Zoom sind übrigens austauschbar – allerdings nur durch den Hersteller.

Die Mavic Mini 2 ist eine Drohne im Jackentaschenformat. Mit ihren 249 Gramm liegt sie genau ein Gramm unter dem gesetzlichen Grenzwert. Anders ausgedrückt: Ein einziges Gramm mehr und sie müsste mit einem Kennzeichen und einer Plakette ausgerüstet sein, auf der die Adressdaten ihres Besitzers abgedruckt sind.

Die Propeller der Drohne sind verschraubt und müssen beim Transport nicht abmontiert werden. Geschützt werden sie durch einen Kunststoffbügel. Erfreulich ist auch, dass sich die Rotorblätter jeweils einzeln wechseln lassen. Dass bei diesem Modell mit allen Mitteln versucht wurde, unter der 250-Gramm-Grenze zu bleiben, merkt man der Mini 2 an. Der Kunststoff wirkt im Vergleich zu anderen DJI-Drohnen weicher und die unterseitig angebrachten Schlitze scheinen hier weniger der Kühlung als vielmehr der Gewichtsreduktion zu dienen. Aber: trotz der gewichtsbedingten Sparmaßnahmen ist die Verarbeitungsqualität hoch.

Gefilmt wird mit einer maximalen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln. In einer Sekunde kann die Kamera so 30 Bilder aufnehmen. Schraubt man die Auflösung auf 2.7K herunter, sind doppelt so viele Bilder in der gleichen Zeit möglich. Im Foto-Modus steht eine maximale Auflösung von 12 Megapixeln zur Verfügung, wobei nicht nur Einzel-, sondern auch Intervallaufnahmen gemacht werden können.

Vermisst haben wir im Test eine Hinderniserkennung, denn die Sensoren des Winzlings dienen lediglich dazu, dass die Drohne stabil in der Luft steht. Laut DJI soll so auch das Fliegen bei Windstärke fünf kein Problem sein. Möglich machen das aber nicht nur die Sensoren, sondern auch die leistungsstarken Motoren: Verlässt man den auf 36 km/h limitierten Anfänger-Modus, flitzt die Mini 2 mit maximal 57 km/h durch die Luft.

Dank OcuSync 2.0 unterstützt die Drohne zwei Frequenzbänder (2,4-GHz und 5,8-GHz), was sie deutlich unempfindlicher gegenüber Störungen macht und für eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern sorgt. Der Controller der DJI macht einen hochwertigen Eindruck. Natürlich kann man die Mini 2 auch per App (»DJI Fly«) steuern. Das ist sogar besser, da sich mehr Einstellungen vornehmen lassen.

Zusammen mit einem Akku werden für die Mini ca. 440 Euro fällig. Deutlich umfangreicher und deswegen für den ambitionierten Hobby-Drohnenflieger besser geeignet, ist die Fly More Combo des Herstellers. Von zwei Ersatzpropellern über zwei Akkus, bis hin zum Ladegerät und einem Propellerhalter, ist in diesem Set alles enthalten, was das Fliegerherz begehrt.

Was Sie über Video-Drohnen wissen sollten

Laut der Drohnenverordnung von 2017 müssen alle Drohnen ab 250 Gramm eine feuerfeste Plakette mit Name und Adresse tragen. Ab zwei Kilogramm Fluggewicht benötigt man sogar einen Nachweis vom Bundesamt für Luftfahrt, dass man die Drohne steuern kann. Ab fünf Kilogramm ist dann noch eine Aufstiegserlaubnis der Landesluftfahrtbehörde von Nöten.

Über Privatgrundstücken darf generell nicht geflogen werden. Das gilt genauso für Menschenmengen, Industriegebiete, Autobahnen, Gleise, Krankenhäuser, Naturschutzgebiete, Verfassungsorgane, Polizeigebiete, Rettungskräfte und die Nähe von Flughäfen. Sie sehen: Die Liste ist lang. Hinzu kommt, dass die Drohne nicht mehr als 100 Meter über dem Boden fliegen darf. Außerdem muss man das Gerät immer mit bloßem Auge im Blick haben können.

Es gibt also viele Beschränkungen für das Fliegen von Video-Drohnen. Am besten fliegen Sie daher in der freien Natur.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.