Test: Test Actioncams Oktober2020 Gopro Hero9black Aufmacher

Action-Cams im Test : Sportlich Filmen

Update 09.02.2022

Während Camcorder zunehmend vom Markt verschwinden, erobern Action-Cams zunehmend das Herz von Hobbyfilmern. Wir haben 42 Action-Cams zwischen 40 und 450 Euro getestet. Die kleinen, robusten Geräte nehmen weitwinklig auf und glänzen mit einer guten Bildqualität. Durch ihre kleine Größe sind sie perfekt für unterwegs.

Update 9. Februar 2022

Wir haben sechs weitere Action-Cams getestet. Neue Empfehlungen sind die GoPro Hero10 Black, die DJI Action 2 und die Insta360 Go 2.

4. Mai 2021

Mit der Insta360 One X2 haben wir eine neue Kamera getestet. Sie ist eine neue Empfehlung für alle, die qualitativ hochwertige 360-Grad-Videos drehen möchten.

20. Oktober 2020

Wir haben neue Action-Cams getestet und eine neue Empfehlung: Die GoPro Hero9 Black.

21. September 2020

Wir haben weitere Action-Cams getestet. Neue Empfehlungen sind die GoPro Hero8 Black, die GoXtreme Phantom 4K und die GoXtreme Black Hawk+ 4K.

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Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Action-Cams sind nicht nur bei Profi-Sportlern beliebt, sondern kommen auch bei weniger ambitionierten Hobbys zum Einsatz: beim Rad fahren, auf dem Motorrad, beim Tauchen oder auch im Wintersport. Die kleinen Kameras können am Lenker oder auf dem Helm befestigt werden.

In unserem Test haben wir uns auf Modelle fokussiert, die in 4K filmen können und somit UHD-Auflösung anbieten. Denn die meisten Action-Cams haben keinen Sucher, daher muss man oft nachbearbeiten und den richtigen Bildausschnitt wählen – da ist eine hohe Ausgangsauflösung von Vorteil.

Die Topmodelle im Bereich der Action-Cams kommen von GoPro und Sony, aber auch Modelle weniger bekannter Hersteller schnitten im Test gut ab. Allerdings gilt das erst für Geräte ab etwa 100 Euro. Von ganz billigen Action-Cams sollten Sie lieber die Finger lassen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Perfektes GesamtpaketInnovatives KonzeptRuckelfreiRundumsichtKlein aber gutGünstig
Test: Gopro Hero10 BlackTest  Sportlich Filmen: DJI Action 2Test  Sportlich Filmen: Insta360 One X2Test: Insta360 Go 2Test  Sportlich Filmen: GoXtreme Black Hawk+ 4K
Modell GoPro Hero10 Black DJI Action 2 Sony FDR-X3000 Insta360 One X2 Insta360 Go 2 GoXtreme Black Hawk+ 4K
Pro
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Einfache Bedienung
  • Viele Einstell­möglichkeiten
  • Sprachsteuerung und Front-Bildschirm
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr guter Bildstabilisator
  • Modulares Konzept
  • Sprachsteuerung
  • Einfache Bedienung
  • Zweiter Bildschirm optional
  • Sehr gute Bild­qualität
  • Sehr guter optischer Bild­stabilisator
  • Praktischer Kontroll­bildschirm fürs Handgelenk
  • Gute Bild­qualität
  • Überzeugende 360-Grad-Videos
  • Ordentlicher Ton
  • Einfache Bedienung
  • Sprachsteuerung
  • Guter Bild­stabilisator
  • Extrem klein, extrem leicht
  • Gute Videoqualität
  • Erstaunlich guter Stabilisator
  • Praktisches Ladecase
  • App-Steuerung
  • Gute Bild­qualität
  • Ordentliche Bild­stabilisierung
  • Viel Zubehör
  • App-Steuerung
Contra
  • Wenig Zubehör
  • Hoher Preis
  • Hitzeprobleme
  • Kurze Akkulaufzeit bei hohen Auflösungen/ Bildraten
  • Hitzeprobleme
  • Kurze Akkulaufzeit bei hohen Auflösungen/ Bildraten
  • Wenig interner Speicher
  • Hoher Preis
  • App mit kleinen Schwächen
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Teuer
  • Fummelige Bedienung
  • Kein Vorschaubild an der Kamera
  • Kurze Aufnahmedauer
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Kein Touchscreen
  • Bildstabilisierung nicht in allen Aufnahme-Modi
Bester Preis

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Perfektes Gesamtpaket: GoPro Hero10 Black

Perfektes Gesamtpaket

GoPro Hero10 Black

Test: Gopro Hero10 Black
Mit extrem gutem Bildstabilisator, toller Bildqualität, Sprachsteuerung, Front-Display und hohem Bedienkomfort, ist die GoPro Hero10 Black der Branchenprimus.

GoPro – schon wieder? Ja, denn die neue Hero10 hat zwar zwei Schwächen, die wir noch näher erläutern werden, aber eben auch viele Stärken. Außerdem rückt gerade im Bereich der hochpreisigen Action-Cams das Testfeld immer dichter zusammen. So sind zum Beispiel die Unterschiede zwischen der Action 2 von DJI und der GoPro Hero10 Black marginal. Letzten Endes spielt bei der Entscheidung, welchen der Mini-Camcorder möchte, auch der Geschmack sowie das bevorzugte Konzept eine Rolle. Die GoPro dürfte allerdings bei vielen die Nase vorne haben.

Äußerlich unterscheiden die Hero10 Black und das Vorgängermodell sich fast gar nicht. Neu ist nur der jetzt blaue »GoPro«-Schriftzug und die blaue Nummer »10« an der Seite des Gehäuses. Die Abmessungen von 71,8 x 50,8 x 33,6 sind unverändert. Inklusive Akku wiegt die Kamera 153 Gramm, was sogar fünf Gramm weniger sind als bei der Hero9 Black. Der Gewichtsunterschied fällt jedoch nicht auf.

Das Frontdisplay, auf dem die Live-Vorschau sowie der Status angezeigt werden, misst auch bei der Hero10 1,4 Zoll. Ebenfalls beibehalten wurden die klappbaren Metallarme der Hero9. Mit diesen lässt sich die Cam ganz ohne extra Gehäuse am Fahrradlenker montieren. Eine sicher und sauber abschließende Metallkappe schützt Speicherkarte, Akku und USB-C-Anschluss. Um sie zu öffnen brauchte man zumindest bei unserem Testgerät einiges an Kraft. Einen Micro-HDMI-Anschluss gibt es nicht.

Er lässt sich lediglich mit dem Media-Mod-Zusatzgehäuse nachrüsten. Dieses hat außerdem ein direktionales Mikrofon, einen HDMI-Port, einen Anschluss für ein 3,5-mm-Mikrofon sowie zwei Halterungen, um LC-Bildschirme, Leuchten oder Mikrofone anzuschließen, mit an Bord. Ein hochklappbarer Zwei-Zoll-Bildschirm und extra LED-Beleuchtung sind ebenfalls erhältlich.

Wie schon der Vorgänger nutzt auch die aktuelle GoPro drei integrierte Mikrofone. Der auswechselbare Lithium-Ionen-Akku hat 1.720 mAh. Erwähnenswert ist, dass sich sowohl Akkus als auch Zubehör des Vorgängermodells GoPro 9 weiterverwenden lassen.

In Sachen maximale Performance legt die Hero10 nochmal eine Schippe drauf. Statt wie bisher 5K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde liefern zu können, schafft die neue Version 5.3K bei 60 Vollbildern. Die Pixelzahl ist auf 5.312 x 2.988 gestiegen. Der Unterschied zu den bisherigen 5.120 x 2.880 ist mit dem bloßen Auge jedoch nicht zu sehen. Von wesentlich größerer Bedeutung ist, dass sich die Bildwiederholrate verdoppelt hat.

Beim Vergleich der Hero10 mit der Hero9 auf der Hersteller-Webseite wird schnell klar, dass bei so gut wie jeder Auflösung nachgebessert wurde. Bei den maximalen Bildraten gab es sogar eine Verdopplung. Sowohl bei 4K als auch bei 2,7K sind nun 120 anstelle von 60 Vollbildern pro Sekunde möglich. Bei 1080p kann man nach wie vor 240 Bilder rausholen. Bei den Objektivtypen gibt es die Wahl zwischen »Weit«, »SuperView, »Eng«, »Linear«, sowie »Linear + Horizontausrichtung«.

Nutzen Sie die 5.3K-Auflösung und 60 Vollbilder, zehrt das ganz schön am Akku. Nutzen Sie dieses Setup sollten Sie außerdem einen flotten Rechner zur Bearbeitung zur Hand haben. Die 5K-Auflösung eignet sich vor allem zum nachträglichen Bearbeiten des Materials. So kann etwas herangezoomt werden und das Ergebnis hat weiterhin 4K-Qualität.

Die neue HyperSmooth 4.0 Bildstabilisierung soll noch effektiver arbeiten als die im Vorgängermodell genutzte HyperSmooth 3.0. Die Bildstabilisierung lässt sich für alle Auflösungen nutzen und insbesondere extrem verwackelte Kamerafahrten, wie sie etwa beim Mountainbike fahren entstehen, beruhigen.

Die maximale Datenrate liegt bei 100 Mbit/s und kann bei 2.7K, 4K und 5K genutzt werden. Mit der Slo-Mo lassen sich Aufnahmen bis zu Achtfach verlangsamen und ging das bisher nur mit einer Auflösung von maximal 1080p, sind nun auch 2.7K drin. Das Livestreaming mit einer maximalen Auflösung von 1080p funktioniert wie gehabt. Sämtliche Foto-Modi unterstützen das Fotografieren im RAW-Format. Auch bei der Auflösung wurde noch eine Schippe obendrauf gelegt und statt 20 gibt es jetzt 23 Megapixel. HDR-Aufnahmen werden ebenfalls unterstützt.

Die Horizontausrichtung soll für einen filmreifen Look bei den Aufnahmen sorgen. Sogar dann, wenn die Kamera gekippt wird oder durch die Lüfte segelt. Ebenfalls wieder mit an Bord ist das HindSight-Feature: Mit dieser Funktion lassen sich 30 Sekunden lange Videos aufnehmen, bevor die Aufnahmetaste gedrückt wurden. Auch lassen sich Aufnahme-Startzeiten im Vorfeld festlegen sowie die Aufnahmedauer definieren.

Gelungenes Bedienkonzept

Wie gehabt wird auch die GoPro Hero10 Black mittels des 2,27-Zoll-Touchscreens bedient. Oder alternativ per App, aber mehr dazu später. Die Touchscreen-Navigation ist intuitiv und funktioniert problemlos. Auf sanften Druck und Wischbewegungen reagiert das Display nun sogar noch schneller. Das liegt daran, dass der im Hero10 verbaute GP2-Prozessor die Leistung im Vergleich mit dem Hero9 verdoppelt. Die Performance kabelloser Übertragungen soll um etwa 30 Prozent steigen. In einigen Menüs gibt es kurze Erklärtexte, die als Hilfestellung dienen. Ebenfalls eine Hilfe ist die Zoomfunktion, mit der Aufnahmen besser kontrolliert werden können. Trotz der vielen Einstellungen, hat die GoPro einen hohen Bedienkomfort.

Action-Cam Test: Actionscams Oktober2021 Gopro Hero10black Display
Das Display auf der Rückseite der Hero10 ist gut ablesbar und flott zu bedienen.

Die Sprachsteuerung ist und bleibt ein enormes Komfortmerkmal. Aufnahmen lassen sich per Sprachbefehl stoppen und auch starten, außerdem können Markierungen gesetzt und Fotos sowie Zeitrafferaufnahmen gemacht werden. Die Cam lässt sich sogar per Sprachaktivierung einschalten – nach dem Einschalten steht diese Funktion acht Stunden lang zur Verfügung. Ebenfalls praktisch sind die anpassbaren Bildschirm-Shortcuts.

Gerade Filmer mit hohen Ansprüchen werden von den zahlreichen manuellen Einstellungsoptionen erfreut sein. Dazu zählen unter anderem die ISO-Werte, der Weißabgleich, Belichtungskorrekturen, sowie viele weitere Parameter, die sich beliebig anpassen lassen. Fotos können im RAW-Format gespeichert werden, was umfangreiches Nachbearbeiten ermöglicht. Auch HDR-Aufnahmen, die einen deutlich größeren Kontrastumfang haben, sind möglich und sehen auf dem passenden Fernseher auch tatsächlich spektakulär aus.

Foto-Begeisterte dürften sich zudem über das »SuperFoto«-Feature freuen. Mit diesem werden die Aufnahmen der Action-Cam mit HDR, Rauschunterdrückung und Local Tone Mapping optimiert. So werden unter anderem Kontraste intensiver herausgearbeitet.

Das eingebaute GPS-Modul erfasst zusätzlich zu den Standortkoordinaten unter anderem die Geschwindigkeit sowie die zurückgelegte Strecke. Diese Zusatzinformationen lassen sich zusammen mit dem Bild- und Videomaterial mit Hilfe der Smartphone-App auslesen. Wer hochkant filmt, etwa für kurze Instagram-Clips, wird sich darüber freuen, dass das Kamera-Menü sich mit dreht.

Individuelle Voreinstellungen, beispielsweise der Blickwinkel und der Weißabgleich, können abgespeichert werden und sind so blitzschnell wieder aufruf- und reproduzierbar.

Nach wie vor ist die GoPro ohne Zusatzgehäuse wasserdicht bis zehn Meter Tiefe. Für etwa 100 Euro Zusatzinvestition können Sie sich die Max Lens Mod kaufen. Sie soll extreme Stabilisierung von bis zu 2.7K60 und ein 155-Grad-Sichtfeld bieten. Auf der Webseite von GoPro ist diese bisher zwar ausschließlich für die Hero9 verfügbar. Die Ausführung dürfte sich aber auch für das Nachfolgermodell eignen beziehungsweise wird eine separate 10er-Version noch nachgereicht werden.

Erwähnenswertes Novum der GoPro Hero10 Black: Die Kratzfestigkeit des Objektivs wurde erhöht. Außerdem hat die Cam einen Schutz, der Wasser abweist. So bleibt sogar bei Regen kaum Feuchtigkeit hängen, was Reflexionen verhindert.

Bild- und Tonqualität

Die extrem effektive Bildstabilisierung der GoPro Hero10 Black ist so gut, dass es teilweise aussieht, als würde unser Fahrrad geradezu über den Feldweg fliegen. Es gibt so gut wie keine erkennbaren Unebenheiten beim Kamerabild. Auch Details am Wegesrand werden detailliert wiedergegeben. Selbst auf holpriger Strecke und bei schlechter Ausleuchtung, wie etwa im Wald, kann die Hero10 überzeugen.

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Die Farben sind natürlich, aber gleichzeitig knackig. Und auch was Schärfe und Plastizität betrifft, kann man nicht meckern. Einzelne Details in Wiesen und Feldern sind deutlich zu sehen. Bei fehlendem Umgebungslicht werden die Aufnahmen allerdings leicht körnig, wodurch weniger Details sichtbar sind.

Der Ton überzeugt ebenfalls. Es gibt so gut wie keine störenden Umgebungsgeräusche und auch Windrauschen wird gut herausgefiltert.

Hitze-Entwicklung und Akkulaufzeit

Die zwei größten Kritikpunkte an der GoPro Hero10 sind das Gehäuse und die Akkulaufzeit. Das Gehäuse kann sich enorm aufheizen, was dann eine Zwangsabschaltung zur Folge hat. In unserem Test haben wir das ausprobiert und festgestellt: Nach 15-minütigem Filmen bei 4K-Auflösung mit 60p schaltet sich die Cam ab, wenn sie nicht durch den Fahrtwind gekühlt wird. Das Gehäuse ist enorm heiß. Dieses Problem wird von vielen Amazon-Kunden bemängelt. Einige berichten sogar davon, dass die GoPro nicht einmal eine zehnminütige 4K-Aufnahme schafft, bevor sie sich abschaltet.

Kritikpunkt zwei: Beim Filmen in 4K mit 120 Vollbildern rauscht die Akku-Restlaufzeit rasant in den Keller. Selbst mit nur 60 Vollbildern konnten wir in unserem Test inklusive der Überhitzungs-Problematik geschuldeten Pausen nicht länger als 45 Minuten filmen. Laufzeiten von mehr als einer Stunde können nur dann erreicht werden, wenn man geringere Frameraten und niedrigere Auflösungen nutzt.

Dieser Schwachstelle ist sich GoPro offenbar bewusst: Ein angekündigtes Firmware-Update soll den neuen »Extended Battery«-Videomodus einführen und so die Laufzeit verlängern.

App-Steuerung

Die kostenlose GoPro-App ist für Android- und iOS-Betriebssysteme verfügbar. Die App ermöglicht es, Fotos und Videos zu importieren und kann außerdem zum Bedienen der Action-Cam genutzt werden. So lässt sich mit der Anwendung unter anderem eine Aufnahme starten, das GPS oder die Videostabilisierung aktivieren oder die Auflösung konfigurieren. Die Benutzeroberfläche ist selbsterklärend und es gibt nur eine minimale Zeitverzögerung. Sehr smart ist auch die Funktion, mit der man Sequenzen livestreamen und diese so direkt auf sozialen Medien zugänglich machen kann.

 Action-Cam Test: Test Actioncams Oktober2020 Gopro Hero9black Screenshots
Mit der GoPro-App kann man das LiveBild sehen und hat Zugriff auf alle Einstellungen. Außerdem kann man das Videomaterial auch direkt schneiden.

Der »LiveBurst«-Modus nimmt jeweils 1,5 Sekunden vor sowie nach dem Drücken des Auslösers Fotos auf. Aus den entstandenen 90 Bildern kann man nun den perfekten Schnappschuss auswählen.

Der optimale Preis

Um den günstigsten Preis für die Hero10 zu bekommen, führt wahrscheinlich kein Weg am offiziellen GoPro Onlineshop vorbei. Schließen Sie hier ein Jahresabo ab, bekommen Sie die Action-Cam inklusive eines Ersatzakkus und dem Dualladegerät für rund 430 Euro. Kaufen Sie außerdem noch ein Zubehör-Bundle kommen Sie insgesamt auf etwa 480 Euro.

Das Abo schlägt mit rund 50 Euro zu Buche. Allerdings sind hier unter anderem uneingeschränkte Nutzung der Quik-App, unbegrenzter Cloud-Speicher und ein Kameratausch im Falle eines defekten Gerätes inbegriffen.

Nachteile

Die beiden Hauptkritikpunkte der Hero10 wurden bereits erläutert. Das Gehäuse heizt sich beim Filmen mit hoher Auflösung und Bildrate extrem auf, was dann zu einer Zwangsabschaltung führt. Die Akkulaufzeit ist ebenso überschaubar.

Zudem zeigt sich GoPro in Sachen Zubehör traditionell knauserig. Das Basis-Set beinhaltet gerade einmal einen Akku, einen Befestigungsclip, eine gebogene Klebehalterung, ein USB-C-Kabel, ein Kamera-Case und eine Flügelschraube. Viele No-Name-Hersteller bieten hier deutlich mehr.

Von diesen Defiziten einmal abgesehen bietet die Hero10 Black von GoPro ein herausragendes Gesamtpaket mit exzellenter Bildqualität, toller Verarbeitung und großem Bedienkomfort. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Zubehör für unterschiedliche Einsatzzwecke, die Besitzer der GoPro Action-Cam erwerben können. Wer eine Hero9 hat, sollte sich einen Wechsel allerdings wirklich gut überlegen. Die Neuerungen sind nämlich recht überschaubar.

Innovatives Konzept: DJI Action 2

Innovatives Konzept

DJI Action 2

Test  Sportlich Filmen: DJI Action 2
Mit modularem Konzept geht die DJI Action 2 einen völlig neuen Weg. Sie begeistert ebenfalls bezüglich ihrer hervorragenden Videos und der guten Bildstabilisierung.

Für Action-Cam-Fans stellt der Drohnen-Spezialist DJI ein brandneues Konzept vor: Die DJI Action 2 ist ein handlicher Kamera-Würfel, an den sich per Magnet weitere Module andocken lassen. Diese verlängern beispielsweise die Akkulaufzeit oder dienen als zweiter Bildschirm. Ein pfiffiges Konzept, aber auch Geschmackssache.

Das Kameramodul misst gerade einmal 39 x 39 x 22,3 Millimeter und ist mit seinen 56 Gramm ein echtes Leichtgewicht. In Sachen Form geht DJI neue Wege und ahmt nicht wie viele andere Hersteller die Silhouette der GoPro nach. Einen weiteren, kleinen Pluspunkt, den die Action 2 der GoPro gegenüber hat, ist die wertige Materialanmutung dank robustem Metallkorpus und Gorilla-Glass-Display.

Sportlich Filmen Test: Actionscams Oktober2021 Dji Acti
Praktisches Doppelpack: Die Action 2 von DJI plus zusätzliches Display.

Bis zehn Meter Tiefe ist das Gehäuse wasserdicht; außerdem ist es staubdicht sowie sturzsicher. Wer in das separat erhältliche, wasserfeste Gehäuse investiert kann die Kamera sogar für Tauchgänge von bis zu 60 Metern Tiefe nutzen.

Das gerade einmal 1,76 Zoll große Display ist kleiner als bei vielen anderen Modellen. Die Auflösung liegt bei 446 x 424 Pixeln. Bei der Helligkeit sollen etwa 500 Candela erreicht werden. Auch bei Sonne kann man es noch problemlos ablesen. Das Objektiv hat 155 Grad Sichtfeld und der ISO-Bereich liegt beim Filmen zwischen 100 und 6.400. Der verbaute Sensor hat das Format 1/1,7-Zoll und eine f/2.8-Blendenöffnung.

Gefilmt wird im Format 16:9 mit einer maximalen Auflösung von 3.840 x 2.160 und 120 Bildern pro Sekunde. Bei der Bildrate können Sie zwischen 24, 25, 30, 48, 60 und 60 wählen. Bei Full-HD sind sogar 240 Vollbilder pro Sekunde möglich. DJI gibt an, dass die maximale Datenrate bei 130 Mbit/s liegt. Aktuelle GoPro-Modelle schaffen 100 Mbit/s

Bei der Zeitlupe gibt es sowohl eine vierfache (4K mit 120 fps) als auch eine achtfache (1080p und 240 fps). Auch Zeitrafferaufnahmen sind möglich. Für Fotos stehen 12 Megapixel zur Verfügung – deutlich weniger als die 23 Megapixel der GoPro 10 – und sie lassen sich entweder als RAW- oder JPG-Datei abspeichern.

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Selbstverständlich nutzt die DJI-Cam auch elektronische Bildstabilisierung. Filmen Sie allerdings mit über 100 fps, müssen Sie auf dieses Feature jedoch verzichten. Die elektronische Bildstabilisierung funktioniert, indem die Verschlusszeit deutlich verkürzt wird und der CMS-Sensor anschließend alle Bilder im Hinblick auf Verwackelungen analysiert. Die Bildränder werden dann basierend auf dieser Analyse zugeschnitten und es werden mehrere Bilder übereinander gelegt und dann zu einem Bild zusammengefügt. Das Ergebnis soll möglichst klar, scharf, sowie ausgewogen belichtet sein. Bei HorizonSteady kommt ein neuer Stabilisierungsalgorithmus des Herstellers DJI zum Einsatz. Dieser soll in allen Bildern einen ausgeglichenen Horizont erfassen und das unabhängig von der Befestigung oder Trageposition der Kamera. Um das Feature zu nutzen muss entweder mit 2.7K oder 1080p gefilmt werden.

Oben auf dem Kameramodul befindet sich der einzige Knopf, der das Gerät ein- und ausschaltet. Ansonsten wird die Cam mittels des Displays bedient. Das funktioniert trotz der kleinen Bilddiagonale sehr gut. Die Gesten zur Bedienung werden schnell umgesetzt, der Menüaufbau ist nachvollziehbar und die weiße und gelbe Schrift hebt sich deutlich vom teils schwarzen Hintergrund ab. Beim Kamerafeld ist eine Wahl zwischen den Einstellungen »Standard«, »Weit«, sowie »Extraweit« möglich. Ebenfalls Teil der Ausstattung sind eine Sprachsteuerung, Bluetooth, WLAN und sogar Live-Streaming wird unterstützt. Einstellungen wie ISO-Wert, Verschlusszeit sowie andere Parameter lassen sich entweder direkt bei der Kamera oder mithilfe der DJI Mimo App anpassen. Letztere ist perfekt zum Kontrollieren des Livebildes und zum Fernsteuern geeignet.

Der fest im Kameramodul verbaute Speicher fällt mit seinen etwa 22 Gigabyte nicht besonders groß aus. Vor allem beim Filmen mit hoher Auflösung kommt man hier ruckzuck ans Limit. Am zweiten Modul führt deshalb kein Weg vorbei. Mit diesem lassen sich MicroSD-Karten bis 256 Gigabyte Speicher nutzen. Zudem kann der 580-mAh-Lipo-Akku ausschließlich über den USB-C-Anschluss des Moduls aufgeladen werden. Selbst hat die Kamera keinen Anschluss.

Sportlich Filmen Test: Actionscams Oktober2021 Dji Acti2
Mit dem Magnetverschluss können die zwei Module schnell und unkompliziert miteinander verbunden werden.

Es gibt zwei Versionen der DJI-Cam. Zur Markteinführung war zunächst nur die Dual-Screen-Combo für rund 520 Euro erhältlich. Zentrales Element ist, neben zwei Adapterhalterungen und dem Magnet-Trageband, das zweite Modul mit Front-Touchscreen. Man bekommt also einen zweiten 1,76-Zoll-Bildschirm für die Action-Cam mit drei integrierten Mikrofonen und einem Lipo-Akku mit 1.300 mAh, sowie einem Speicherkarten-Slot für MicroSDs. Das zweite Display erleichtert das Filmen, vor allem für Vlogger. Verbunden werden die Module via Magnetismus und das hält bombenfest. Trotzdem gibt es seitliche Metallklammern, die zusätzliche Stabilität liefern.

Seit Ende November gibt es zudem die für 400 Euro erhältliche Power Combo. Bei dieser gibt es zusätzlich zum Hauptmodul, einer Adapterhalterung und dem Magnettrageband ein extra Akkumodul. Dieses wird auf die gleiche Art wie der zweite Bildschirm angedockt. Das Akkumodul wiegt 56,6 Gramm und damit 7,4 Gramm weniger als das 64 Gramm schwere Display-Modul. Der Akku der Power Combo hat ebenfalls 1.300 mAh Leistung, mit der er jedoch keinen zweiten Bildschirm mit Strom versorgen muss.

Die Videoqualität der DJI Action 2 ist fast auf dem Niveau der GoPro, womit wir durchweg zufrieden sind. Feinzeichnung und Schärfe sind top, die Farben kräftig und das Bildrauschen minimal, solange alles ausreichen beleuchtet ist. Die Videostabilisierung ist ebenfalls exzellent. Auch bei der DJI-Cam wirkt es, als würde das Fahrrad den Waldweg entlang schweben. Ruckler und Wackler gibt es so gut wie keine. Wie auch bei der Hero 10 büßt die Action 2 von DJI bei geringer Ausleuchtung Schärfe und Feinzeichnung ein.

Eine weitere Gemeinsamkeit beider Action-Cams ist das schnelle Überhitzen: Nach 15 Minuten filmen in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde beendete die DJI-Kamera ebenfalls die Aufnahme. Im Freien bei Fahrtwind war eine wesentlich längere Aufnahmedauer möglich.

Auch was die Akkulaufzeit angeht, vollbringt die Action 2 keine Wunder. Der Hersteller gibt eine Akkulaufzeit von 70 Minuten an, gemessen mit 1080p und 30 fps. In Kombination mit dem Front-Touchscreen-Modul sind 160 Minuten drin und zusammen mit dem Akku-Modul schafft die Action 2 ganze 180 Minuten. Diese Werte sind bei 4K-Auflösung mit aktivem Bildstabilisator natürlich nicht drin. Wir kamen bei 4K mit 60p mit dem Kamera-Modul allein auf knapp 20 Minuten. Zusammen mit dem Display-Modul konnten wir rund eine Stunde filmen.

DJI bietet nicht nur diverse Adapterplatten, sondern auch einen ferngesteuerten Verlängerungsstab an.

Das modulare Konzept der neuen DJI Action 2 ist spannend und innovativ. Es bietet sowohl Vor- als auch Nachteile, die jeder einzelne für sich selbst abwägen muss. Fakt ist: Die Bildstabilisierung und Videoqualität sind hervorragend. Auch die Verarbeitung ist auf dem hohen Niveau, dass wir von DJI gewohnt sind. Damit hat die Hero10 Black von GoPro einen weiteren, ernstzunehmenden Konkurrenten.

Ruckelfrei: Sony FDR-X3000

Ruckelfrei

Sony FDR-X3000

Ihr optischer Bildstabilisator ist vielen anderen Action-Cams deutlich überlegen.

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Die Sony FDR-X3000 liefert dank optischem Bildstabilisator die beste Bildstabilisierung aller getesteten Action-Cams und auch die Video-Qualität überzeugt.

Im Gegensatz zu den schwarzen Kästchen der Konkurrenz erinnert die Sony an einen edlen kleinen Camcorder. Eine weitere Besonderheit ist die Live-View-Fernbedienung, die man wie eine Uhr ums Handgelenk anlegt und mit ihrem Bildschirm wie eine Smartwatch wirkt. Die Fernsteuerung und die Kamera verbinden sich automatisch, sobald beide Geräte im WLAN sind. Das Bild der FDR-X3000 wird dann auf das Armband übertragen – so sieht man immer, was gefilmt wird, auch wenn man die Kamera selbst nicht im Blick hat.

Das Highlight der Action-Cam von Sony ist ihr Bildstabilisator: In der Kamera ist nämlich ein optischer Bildstabilisator verbaut, der sich deutlich bemerkbar macht. Ruckler werden so gut eliminiert wie bei keiner anderen Kamera, wie man in unseren Testvideos sieht.

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Unser Fahrrad scheint im Video fast zu schweben, so sanft bügelt die Action-Cam die Bewegungen und Ruckler aus. Lediglich an den Bildrändern sind gelegentlich Fehler auszumachen. Auch schnelle Lichtwechsel sind kein Problem für die Kamera von Sony.

Schärfe und Farben sind erstaunlich präzise, 4K-Videos haben eine tolle Zeichnung. Auch bei wenig Licht gibt es mit der FDR-X3000 fast kein Bildrauschen. Bei Aufnahmen höchster Auflösung kann nur im Weitwinkel gefilmt werden. Zeitlupen können mit 120 Bildern pro Sekunde in Full-HD erstellt werden. Ein weiterer Pluspunkt der Sony-Cam ist ihre gute Tonqualität.

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Zum Filmen unter Wasser bietet Sony ein Unterwassergehäuse an. Damit kann die Kamera in bis zu 60 Metern Tiefe eingesetzt werden.

Mit der Play-Memories-Mobile-App kann die Kamera auch mit dem Handy bedient werden. Wie bei anderen Apps kann man hier viele Parameter manuell verändern und das Live-Bild betrachten, das aber ab und zu etwas hinterherhängt.

Die Action-Cam von Sony ist eine gute Wahl für alle, denen es auf gute Bildqualität mit toller Bildstabilisierung ohne umfangreiche Nachbearbeitung ankommt. Denn die kleine Sony-Cam liefert auf Anhieb tolle Bilder. Preislich schenkt sie sich allerdings fast nichts zum Top-Modell von GoPro, für das es ein umfangreicheres Zubehörangebot gibt.

Rundumsicht: Insta360 One X2

Rundumsicht

Insta360 One X2

Bei der Insta360 One X2 hat man die Wahl: Entweder man filmt mit einem großen Blickwinkel, oder aber man sorgt mithilfe der 360-Grad-Funktion für spektakuläre Aufnahmen. Damit beides gut funktioniert, sind bei dieser Action-Cam nicht eine, sondern zwei Kameras verbaut.

Rein optisch hat die One X2 mehr mit einer Powerbank, als mit einer Action-Cam gemein. Weil sie zudem recht klein ist, kann man das Weitwinkel-Wunder sogar in der Hosentasche verstauen. Dank der Gummierung liegt die 149 Gramm leichte Kamera gut in der Hand.

 Action-Cam Test: Actioncams März2021 Insta360 Onex2
Das Display der Insta360 hat die Form eines Bullauges.

Hinter den seitlich angebrachten Klappen befinden sich die Steckplätze für USB-C, MicroSD und den 1.630 mAh Akku. Für besonders ruhige Aufnahmen ist an der Unterseite der Kamera ein Stativgewinde angebracht. Im Weitwinkel-Modus beträgt der Blickwinkel 150 Grad, aufgenommen wird dabei in einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Aufnahmen im 360-Grad-Modus haben hingegen eine maximale Auflösung von 5,7K.

Mit einer Diagonale von lediglich 2,7 Zoll ist das Display der Kamera zwar nicht besonders groß geraten, aber dennoch ist es ausreichend. Auch die Bedienung ist durchdacht und gefällt, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass der Kamerabildschirm berührungsempfindlich ist. Auch das Koppeln mit einem Tablet oder dem Smartphone ist dank der Insta360-App kein Problem.

Dort kann man auch unterschiedliche Filmmodi, wie beispielsweise »Zeitraffer« oder »Bullet-Time«, auswählen. So gelingt auch absoluten Laien durchaus brauchbares Filmmaterial, manche der Effekte sind teils wirklich spektakulär.

 Action-Cam Test: Actioncams März2021 Insta360 Onex2 Front
Der größte Unterschied zwischen Vor- und Rückseite der Kamera ist das fehlende Display auf der Vorderseite.

Ein Algorithmus sorgt gemeinsam mit einem 6-Achsen-Gyroskop für verwacklungsfreie Aufnahmen. Das Ergebnis jedenfalls hat uns im Praxistest überzeugt, auf der Tour mit dem Mountainbike gibt es fast keine Wackler auf der Aufnahme zu sehen. Im Vergleich zu aktuellen GoPro-Modellen sind die Videos der Insta 360 zwar einen Tick schlechter, Detaildarstellung und Schärfe sind aber dennoch ordentlich.

Die Konkurrenz hinter sich gelassen, hat die Kamera hingegen beim Ton, für dessen Aufnahme die Insta 360 gleich vier Mikrofone verbaut hat.

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Sowohl zum Erzeugen, als auch zum Ausspielen der Videos, wird »Insta360 Studio 2021«, eine kostenlose Software für den PC, benötigt. Um in den Genuss eines 360-Grad-Clips zu kommen, wird auf jeder Seite mit einem Blickwinkel von 180 Grad gefilmt. Die beiden Clips, die dabei entstehen, werden direkt von der Kamera zu einem 360-Grad-Clip zusammengerechnet.

Unsere Befürchtung, dass sich beim zusammengesetzten Video eine Schnittmarke finden lassen müsste, bewahrheitete sich glücklicherweise nicht. Den Bildausschnitt kann man nachträglich festlegen. Sowohl der räumliche Eindruck, als auch die Bildqualität sind hervorragend. Auch die Akkulaufzeit bewegt sich mit etwa 75 Minuten auf einem soliden Niveau.

So handelt es sich bei der Inta360 One X2 um eine gute Kamera, mit der sich verblüffende und qualitativ hervorragende 360-Grad-Videos machen lassen. Das hat zwar seinen Preis, wir allerdings sind der Meinung, dass die Kamera das Geld wert ist.

Klein, aber gut: Insta360 Go 2

Klein aber gut

Insta360 Go 2

Test: Insta360 Go 2
Winzige Maße und Fliegengewicht. Die Insta360 Go 2 ist gerade mal so groß wie ein Daumen und begeistert mit toller Videoqualität und einer erstaunlichen Stabilisierung.

Mit ihren Maßen von gerade einmal 52,9 x 23,6 x 20,7 Millimeter und superleichten 26,5 Gramm Gewicht ist die Insta360 Go 2 die leichteste und kleinste Action-Cam von allen bisher getesteten.

Beim Auspacken hält sich unsere Begeisterung zunächst noch in Grenzen. Zwar ist das an Ladeboxen für Bluetooth-In-Ears erinnernde weiße Gehäuse kompakt, revolutionär ist es aber nicht. Dann stellen wir jedoch fest, dass wir das Gehäuse, das in Wahrheit das Ladecase ist, öffnen können und sehen zum ersten Mal die tatsächliche Größe der Action-Cam. Sie ist gerade einmal ein bisschen mehr als kastaniengroß.

Action-Cam Test: Actioncams Oktober2021 Insta360 Go2
Ein bisschen mehr als kastaniengroß: Die Go 2 von Insta360 wiegt nicht einmal 30 Gramm.

Die Kamera und das Ladecase passen in jede Hosentasche. Auf den ersten Blick wirkt die Cam auf uns wie ein Spielzeug, weshalb wir keine allzu hohen Erwartungen bezüglich der Bildqualität haben. Es sei hier schon einmal verraten: Wir irren uns gewaltig!

Aber zuerst ein paar technische Daten über die Insta360 Go 2. Sie filmt mit einer Auflösung von bis zu 2.560 x 1.440 Pixel mit 24, 25, 30 oder 50 Bildern pro Sekunde. Auch eine Auflösung von 1.920 x 1.080 ist möglich. Full-HD-Zeitlupenaufnahmen (120 Vollbilder) können ebenfalls gemacht werden. Fotos können mit einer Auflösung bis zu neun Megapixel gemacht werden. Einen MicroSD-Karten-Slot hat die Mini-Cam nicht. Der fest verbaute Speicher ist 28 Gigabyte groß.

Die Go 2 hat eine Datenübertragungsrate von 80 Mbit/s. Lange Aufnahmen sind mit der Mini-Cam allerdings nicht möglich, der Speicher wird hier zum Flaschenhals. Nutzt man die Basis-Stabilisierung kann man etwa 30 Minuten filmen. Im Pro-Videomodus inklusive der sogenannten FlowState-Stabilisierung sind gerade einmal 10 Minuten drin. Dafür speichert die Kamera in diesem Modus eine zweite Meta-Datei an. Zusammen mit dem kostenlosten »Insta360 Studio« lässt sich damit nachträglich die Stabilisierung anpassen und den Blickwinkel ändern.

Action-Cam Test: Actioncams Oktober2021 Insta360 Go2 Case
Kompaktes Duo: Sowohl Ladeschale als auch die Insta360 Go 2 selbst sind extrem handlich.

Auch der Akku liefert keine Bestwerte. Abhängig vom Modus, hält er 20 bis 30 Minuten. Ist die Cam in der Ladeschale, verlängert sich die Laufzeit auf rund 110 bis 150 Minuten. Um sich voll aufzuladen braucht die Cam eine Stunde in der Ladeschale. Das Laden am PC via USB-Kabel dauert nur 30 Minuten.

Die Kamera selbst hat nur eine Bedientaste auf der Vorderseite, sowie eine Status-LED. Die Bedienung erfolgt hauptsächlich über die Ladebox, mittels zweier Tasten und dem kleinen Display mit 1,8 Zentimeter Bilddiagonale. So lassen sich diverse Features wie Zeitraffer, Zeitlupe und HDR aktivieren und Auflösung und Aufnahme-Modus wechseln. Mit dem Mini-Display und den mehrfach belegten Tasten ist das allerdings weder intuitiv noch sonderlich angenehm.

Um zu sehen, was genau man gerade mit der Go 2 filmt, muss man die kostenlose »Insta360«-App herunterladen. Sie ist sowohl für Apple- als auch für Android-Smartphones verfügbar. Mit der Anwendung lassen sich auch die Einstellungen wesentlich leichter vornehmen.

Action-Cam Test: Actioncams Oktober2021 Insta360 Go2 Stativ
Die Ladeschale kann als Stativ genutzt werden.

Die Ladeschale hat zwei ausklappbare Kunststoffbeine, mit denen sie sich ruckzuck umfunktionieren und als Mini-Stativ nutzen lässt. Dank ihrer magnetischen Rückseite lässt sich die Go 2 außerdem an jedem beliebigen magnetischen Gegenstand befestigen oder alternativ am im Lieferumfang enthaltenen Magnetanhänger. Mit diesem hängt man sich die Kamera einfach um, damit man sie stets zum Filmen parat hat. Weiteres enthaltenes Zubehör sind ein Clip für Basecap oder Stirnband, ein Linsenschutz und eine Klebebasis mit Drehhalterung.

Ohne Zubehör ist die Go 2 wasserdicht bis vier Meter. Bei unserer Testfahrt mit dem Mountainbike wurde die Cam mit Klebeband und Clip am vorderen Scheinwerfer befestigt. Große Hoffnung, dass die Bildstabilisation zumindest halbwegs anständig ist, hatten wir keine. Die Insta360-Cam belehrte uns jedoch eines Besseren: für eine gerade mal daumengroße Action-Cam wirken die Aufnahmen der Fahrt über einen holprigen Feldweg überraschend ruhig. Natürlich sind hin und wieder kleinere Schläge sichtbar und die Stabilisierung klappt nicht perfekt. Unterm Strich ist die Fahrt jedoch wesentlich entspannter als erwartet.

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Ein weiteres Plus: die Farben der Aufnahmen sind kräftig, die Schärfe gut und auch die Plastizität stimmt, solange es ausreichend Umgebungslicht gibt. Dann ist auch das Bildrauschen minimal. Im dunklen Wald leiden Schärfe und Detailliertheit hingegen ein wenig.

Insgesamt sind wir absolut positiv von der Go 2 des Herstellers Insta360 angetan. Die Action-Cam im Hosentaschen-Format liefert tolle Aufnahmen und auch die Videostabilisierung hat uns überzeugt. Das Konzept mit dem Ladecase ist spitze. Natürlich muss man bei Akku-Kapazität und Aufnahmedauer aufgrund der geringen Größe der Cam Abstriche machen.

Günstig: GoXtreme Black Hawk+ 4K

Günstig

GoXtreme Black Hawk+ 4K

Test  Sportlich Filmen: GoXtreme Black Hawk+ 4K
Mit einem super Preis, einem gutes Bild und einer ordentliche Stabilisierung, ist sie die ideale Action-Cam für Sparfüchse.

Ein günstiges Modell ist die GoXtreme Black Hawk+ 4K. Natürlich sind hier Komforteinbußen zu verschmerzen, dennoch können Videostabilisierung und Bildqualität weitgehend überzeugen.

Mit einem Standard-Schraubgewinde auf der Unterseite lässt sich das gummierte Gehäuse auch ohne das beiliegende Kunststoffgehäuse an einem Fahrradlenker montieren. Um auch 60 Meter tief noch Aufnahmen machen zu können, kommt das Kunststoffgehäuse aber doch zum Einsatz.

Nachteil des scharfen und farbigen Zwei-Zoll-Displays: es hat keine Touch-Bedienung und kann nur über vier Tasten bedient werden. Der Bedienkomfort mit Berührungen und Wischgesten der teureren Klasse ist hier nicht gegeben.

Sportlich Filmen Test: Blackhawk4k1
Im Betrieb blinkt die blaue LED vorne.

Die Cam hat außer vier Hauptmenüs keine weiteren Symbole, was die Navigation erleichtert. In unserem Test traten auch die von einigen Kunden bemängelten Geräte-Aufhänger nicht auf.

Gefilmt werden kann mit maximal 3.840 x 2.160 Pixeln sowie 60 Vollbildern. Bei der Videostabilisierung sind bei höchster Auflösung nur noch 30 Bilder, bei 1080p sind wahlweise 30 oder 60 Bilder in der Sekunde möglich. Im Weitwinkel können 170 Grad erfasst werden, manuell eingestellt werden dürfen nur Belichtung, Frequenz (50 bzw. 60 Hertz) und Weißabgleich. Verfügbare Modi sind Serienaufnahme, Langzeitbelichtung sowie Zeitraffer.

Sportlich Filmen Test: Blackhawk4k2
Draußen ist das Display nicht perfekt ablesbar. Aber auch ohne Symbole kommt man im Menü gut zurecht.

Das mitgelieferte Zubehör ist recht umfangreich: Ein wasserfestes Gehäuse, eine Helm- und eine Fahrrad-Halterung, Stativ-Adapter sowie Winkel für die Halterungen. Eine Bluetooth-Fernbedienung gibt es nicht, das ist für diesen Preis aber auch nicht verwunderlich.

Die Videoqualität überraschte uns positiv: statische Motive sind sehr scharf und nur im Randbereich nimmt die Schärfe leicht ab. Bildrauschen ist nicht zu sehen, Farben sind kräftig und natürlich, weiße Wolken zeichnen sich klar vom blauen Himmel ab. Wie immer sind Fahraufnahmen die problematischere Angelegenheit. Doch die günstige Cam von GoXtreme schlägt sich wacker: Fast alle Bildteile sind scharf, Gräser, Blätter und Steine sind ohne extreme Detaileinbußen erkennbar, so beispielsweise die Maserungen der Baumrinde.

Schläge hält die Action-Cam locker aus. Es wird aber nicht alles glatt gebügelt, auf ruckeligem Waldboden gehen einige Details verloren. Zumindest auf einem Feldweg greift der digitale Bildstabilisator effektiv ein. Lediglich teurere Action-Cams sind hier vorteilhafter. Mit höchster Auflösung hält der Akku keine Stunde.

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Die App »iSmart DV«, die für Android und iOS erhältlich ist, verwandelt das Smartphone oder Tablet in einen Kontrollbildschirm. Verbunden werden die Geräte mit WLAN. Ist dieses bei der Kamera aktiv, leuchtet ein rotes LED-Licht auf. Der Zeitversatz ist bei schnelleren Passagen sehr überschaubar, sodass gut mit der App gearbeitet werden kann. Alles, was bei der GoXtreme eingestellt werden kann, ist auch in der App einzustellen.

Jeder, der eine günstige Action-Cam sucht, ist mit der GoXtreme Black Hawk+ 4K gut bedient und erhält eine solide Ausstattung, gute Bildqualität sowie ordentlich Stabilisierung. Touch-Bedienung gibt es nicht und auch nicht unendlich viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten – für diese Features muss etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Was gibt es sonst noch?

Die GoPro Hero9 Black liefert ein stimmiges Gesamtpaket. Äußerlich gibt es im Vergleich zum Vorgänger nicht viel Neues, dafür beim Innenleben. So schafft sie 5K-Auflösung mit 30 Vollbildern und 5.120 x 2.880 Bildpunkten. Zum Filmen stehen die Objektivtypen »Weit«, »Linear«, »Eng« und »Linear + Horizontausrichtung« zur Verfügung. Der neue Videostabilisator HyperSmooth 3.0 kann bei jeder Auflösung eingesetzt werden und soll, wenn der »Boost«-Modus aktiviert ist, selbst gröbstes Geholper ausgleichen. Bilder werden im nachbearbeitungsfreundlichen RAW-Format aufgenommen und auch HDR wird unterstützt. Die Kamera hat 20 Megapixel.

Die Bedienung mit dem Farb-Touchscreen ist intuitiv und die Navigation durch die einzelnen Menüs läuft flüssig ab. Auch per Sprachbefehl lässt sich die Kamera steuern. Mit der Stimme kann man Aufnahmen starten und beenden, Fotos schießen, Markierungen setzen, sowie Zeitrafferaufnahmen erstellen. Die dritte Bedien-Alternative ist die kostenlose GoPro-App (erhältlich für iOS und Android). Außerdem können mit der Anwendung Videos importiert und Inhalte live gestreamt werden.

Die größten Nachteile der GoPro Hero9 sind das vergleichsweise spärliche Zubehör und die Akkulaufzeit. Das Basispaket enthält ein Transportcase, eine Klebehalterung, eine Flügelschraube, einen Befestigungsclip und ein USB-C-Kabel. Andere Hersteller bieten hier deutlich mehr. Die Akkulaufzeit von circa 90 Minuten ist zwar akzeptabel, aber nicht umwerfend.

An der Front der GoXtreme Phantom 4K befindet sich ein gelochtes Metallblech, das restliche Gehäuse ist aus Kunststoff. An der Unterseite gibt es ein Stativgewinde. Daneben sitzt der Deckel, der den Akku (beim Filmen mit höchster Auflösung hält er circa eine Stunde) sowie die Speicherkarte schützt. Er ist deshalb auch etwas streng zu öffnen. Verarbeitung und Materialqualität ist bei der höherpreisigen Konkurrenz besser. Im beiliegenden Kunststoffgehäuse ist die Cam bis zu 40 Meter wasserdicht.

Die Phantom 4K lässt sich weitgehend unkompliziert bedienen. Ein- und ausgeschaltet sowie ausgelöst wird oben am Gehäuse. Bei Wischbewegungen reagiert die Cam sofort, beim Display muss man teils mehrmals tippen, bis sich im Menü Einstellungen vornehmen lassen. Und von denen gibt es eine Menge.

Die Auflösung des Videos kann auf 720p, 1080p, 2.7K oder 4K eingestellt werden. Im Menü kann zudem eine digitale Bildstabilisierung aktiviert werden, die allerdings in 4K nur mit 30 statt 60 Vollbildern funktioniert. Im Zeitlupen-Modus sind bei 1080p 120 Einzelbilder in der Sekunde und mit 720p sogar 240 Vollbilder möglich. Mit diesen Einstellungen ist allerdings die Bildstabilisierung nicht kombinierbar.

Bei der Videoqualität kann zwischen »Normal«, »Fein« und »Super Fein« gewählt werden, das Sichtfeld wird mit »Schmal«, »Mittel«, »Weit« bestimmt und die ISO-Werte sind von 100 bis 6.400 zu wählen. Außerdem können die Belichtung sowie die Belichtungszeit, der Weißabgleich, die Schärfe und Messpunkte eingestellt werden. Oben drauf gibt es noch Szenemodi (»Landschaft«, »Nacht«, »Sport«) und allerlei Effekte. Maximal ist ein Weitwinkel von 170 Grad möglich und auch Zeitraffer-Aufnahmen sind kein Problem. Mit dieser Fülle an Anpassungsmöglichkeiten kann dem eigenen Video eine ganz persönliche Note gegeben werden.

Das beiliegende Zubehör von GoXtreme lässt Filmer-Herzen höher schlagen: Diverse Klebepads und Halterungen für Fahrradlenker, Armaturenbrett oder Helm sind hier zu finden, unter anderem eine 360-Grad-Basishalterung, mit der die Cam flexibel um ihre Achse und in allen Winkeln gedreht werden kann. Auch eine praktische Bluetooth-Fernbedienung liegt bei, mithilfe derer zwischen Foto- und Videomodus gewechselt und die Cam an- und ausgeschaltet werden kann.

Auch qualitativ überzeugt die Action-Cam mit ihren Videos. Ruhige Aufnahmen können in der Profi-Liga mitspielen. Die Bilder sind extrem scharf und dabei trotzdem nicht überzeichnet. Farben werden natürlich, aber nicht plakativ und Details sehr präzise dargestellt. Sogar vereinzelte Äste in weiter entfernten Bäumen wie auch Halme vom Wegesrand sind zu erkennen.

Mit dem digitalen Bildstabilisator lassen sich zwar heftige Schläge eliminieren, Microruckler bleiben allerdings trotzdem. In einer sehr detailreichen Umgebung wie einem Wald mit einer Vielzahl an Bäumen, Ästen, Blättern und Steinchen ist die Cam im Automatik-Modus mit dem Scharfstellen leicht überfordert. Die Elektronik ist stets bemüht, dennoch wirkt keine der Aufnahmen makellos, es ist immer etwas Unschärfe zu sehen.

Mit der App »GoAction H22« kann die Cam mit dem Smartphone verbunden werden, sodass Clips heruntergeladen werden können und die Action-Cam über die Anwendung gesteuert werden kann. Letzteres können wir nicht empfehlen, das Live-Bild ist alles andere als stabil und auch nur mit Zeitverschiebung zu sehen. Der zeitliche Versatz ist zwar bei einer statischen Aufnahme kein Problem, macht man aber eine Bewegung mit der Cam ist die Vorschau deutlich langsamer als die Realität.

Die Osmo Action von DJI hat sowohl auf der Rückseite als auch auf der Vorderseite ein Display. Das ist praktisch, wenn man sich selbst filmt oder fotografiert. Die Kamera hat ein Metallgehäuse und ist solide gefertigt. Sie ist bis zu elf Meter wasserdicht. Die Linse lässt sich abschrauben, um beispielsweise Filter zu montieren. Weiteres Zubehör kann mit dem mitgelieferten Rahmen per Stativgewinde angeschraubt werden.

Zwischen Video- und Foto-Modus wird ganz einfach per Schnellwechsel-Taste hin- und hergesprungen. An dieser Stelle kann man auch HDR, Zeitlupe und Zeitraffer aktivieren. Mit der Disp-Taste ist auch ein Wechsel zwischen den beiden Bildschirmen möglich. Die Bedienung funktioniert angenehm mit Touch, die Menüführung ist simpel. Per Sprachbefehl lassen sich Aufnahmen starten und stoppen und das Display wechseln. Und mit der kostenlosen Mimo-App (verfügbar für iOS und Android), kann man die Osmo Action auch mit dem Handy steuern.

Die Kamera filmt in 4K mit 3.840 x 2.160 Pixel bei 60 Bildern pro Sekunde. HDR-Aufnahmen werden mit 30 Bildern pro Sekunde gedreht. Hier gibt es dann aber keine Stabilisierung mehr. Zeitlupen sind mit 240 Bildern bei 1080p und Full-HD möglich. Bei guten Lichtverhältnissen sind die Videos rauschfrei und schön scharf, ansonsten gibt es ein wenig Bildrauschen und ein paar Details werden verschluckt. Bei höchster Auflösung hielt der Akku in unserem Test etwa eine Stunde. Bei Full-HD sind auch zwei Stunden drin. Das Laden des Akkus dauert 90 Minuten.

Die Akaso V50 Elite filmt in UHD und maximal 60 Bildern, mit digitaler Bildstabilisierung leider nur mit 30. Die Verarbeitung ist gut und die Kamera hat ein Stativgewinde verbaut. Das Display ist farbig und hell, reagiert aber nicht besonders zuverlässig. In der Ausstattung mit dabei: achtfache Slowmotion, Fernbedienung, Weißabgleich und Sprachsteuerung. Windgeräusche werden reduziert und im beiliegenden Kunststoffgehäuse ist die Cam bis 40 Meter Tiefe wasserdicht. Die Videoqualität ist gut, nur Farben und Kontrast könnten stärker sein. Bei zu starken Schlägen gerät die Cam an ihre Grenzen.

Hier sehen sie alle Videos der getesteten Geräte.

Was Sie über Action-Cams wissen sollten

Action-Cams sind klein und robust – perfekt für unterwegs und holprige Angelegenheiten. Sie bieten keinen Zoom und nehmen in der Regel weitwinklig auf. Egal ob beim Klettern, Fahrrad fahren, Wintersport, Rafting oder sogar beim Tauchen: Action-Cams machen alles mit. Dabei kann man sie immer sicher befestigen, sodass sie nicht verloren gehen.

Mit dem Weitwinkel lassen sich tolle Panoramen erstellen, allerdings sehen die Aufnahmen dadurch auch gern etwas gekrümmt aus. Heutige Action-Cams können UHD und 4K-Videos spielend herbeizaubern. Die Dateien sind dann natürlich groß und komplex, da sollte zur Nachbearbeitung ein guter Rechner verwendet werden. Toll ist dabei, dass man auch weit in die Videos hineinzoomen kann, ohne einen großen Qualitätsverlust zu erhalten.

Action-Cams sind auch deshalb so toll, weil sie enorm gute Bildstabilisatoren haben. Da wird eine holprige Fahrradtour zu einer schwebenden und ruhigen Fahrt. So lassen sich die Erlebnisse im Nachhinein viel angenehmer anschauen.

So haben wir getestet

Nach ausgiebiger Recherche haben wir aus dem unübersichtlichen Überangebot 42 Action-Cams ausgewählt und getestet. Neben teureren Markenmodellen wie Sony und GoPro haben wir uns auch eine Reihe günstiger Camcorder angesehen.

Die Kameras mussten drei Aufgaben meistern: eine Aufnahme am Fahrradlenker während einer holprigen Fahrt über den Waldboden, eine unter normalen Lichtverhältnissen und eine bei schwachem Licht.

 Action-Cam Test: 20181125
Dank spezieller Halterungen können die Kameras am Fahrradlenker befestigt werden.

Die schwierigste und wichtigste Disziplin war die Fahrt mit einem Mountainbike. Schließlich wird hier erst klar: Wie gut werden Stöße und Schläge von den Kameras weggesteckt? Arbeiten die Bildstabilisatoren effektiv genug? Und wie schnell passt sich die Automatik an wechselnde Lichtverhältnisse an? Ob das gefilmte Bildmaterial brauchbar ist oder nicht, entscheidet bei den Action-Cams oft die Qualität der Bildstabilisation.

Für unseren Test wurden von uns alle Action-Cams am Lenker des Fahrrads angebracht. Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, mussten die Kameras absolut fest sitzen.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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