Smartphone-Drucker Test: Test Smartphone Drucker Uebersicht

Smartphone-Drucker im Test : Das Polaroid-Prinzip

Update 22.02.2022

Der "Polaroid-Look" ist wieder voll im Trend. Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und uns die 22 interessantesten und am weitesten verbreiteten Smartphone-Drucker-Modelle für einen ausführlichen Test in die Redaktion geholt.

Update 22. Februar 2022

Wir haben sechs neue Smartphone-Drucker in unseren Test aufgenommen, darunter auch zwei neue Empfehlungen: den HP Sprocket Select und den Fujifilm Instax Link Wide.

2. Oktober 2020

Wir haben sechs neue Smartphone-Drucker getestet. Überzeugen konnte dabei vor allem der Canon Selphy Square QX10.

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Sven Kloevekorn
ist Technik-Journalist und Fotograf. Er schreibt unter anderem für Giga, AndroidNext und Notebookcheck. Er testet regelmäßig Drucker, Scanner, Speichergeräte und mehr.

Die Sofortbildkamera war für lange Zeit ein sehr beliebtes Gerät, bis sie vor einigen Jahren mit den Digital- und Smartphone-Kameras plötzlich verschwand. Doch bis dahin war sie ein Kultobjekt. Der Grund dafür lag wahrscheinlich am simplen Prinzip der Polaroidkameras. Ein Klick und sofort hält man das Foto in den Händen. Keine zusätzliche Hardware, keine Drucker – und sogar kein Display um vorher das Foto zu betrachten. Die entstandenen Fotos waren natürlich und kreativ, und oftmals auch sehr lustig.

Dieses Prinzip hat immer noch viele Fans, denn heute landen viele Fotos nur im Speicher oder in der Cloud und werden dann einfach vergessen. Deshalb haben Drucker- und Kamera-Hersteller dieses alte Prinzip mit den mobilen Smartphone-Druckern wieder aufgegriffen.

Manche dieser Drucker sind zwar nicht sonderlich kompakt und passen eher in einen Rucksack und nicht wie andere Modelle in die Hosentasche, dennoch haben wir uns Smartphone-Drucker aus allen Mobilitäts-Kategorien angesehen. Mit den Abmessungen unterscheiden sich auch logischerweise die ausgedruckte Bildgröße und das Seitenverhältnis.

Die Hersteller setzen zudem auf verschiedene Bedienkonzepte. Standardmäßig setzen kleine Geräte auf Bluetooth, aber auch WLAN und USB-Verbindungen sind möglich. Hat man sich mit einem Drucker verbunden, muss eine Smartphone-App, dessen Qualität von Hersteller zu Hersteller stark variiert, verwendet werden. In der Regel erlauben die Apps, vor dem Drucken gewisse Bearbeitungen vorzunehmen oder Filter anzuwenden.

Was nicht so erfreulich ist und worauf man unbedingt achten sollte, ist der Bildausschnitt. Viele Apps zeigen leider nicht den korrekten Bildausschnitt an. Oft wird zwar in der Vorschau ein gewisser Rahmen angezeigt, bei vielen Geräten stimmen die jedoch nicht mit dem tatsächlichen ausgedrucktem Foto überein. Es wird mehr abgeschnitten, als angezeigt und das kann ein Foto manchmal ruinieren. Deshalb sollten Sie sich erstmal, so wie wir in unserem Test, daran gewöhnen, wie genau der Drucker die Fotos ausgibt.

Die nächste Einteilung findet bei der verwendeten Drucktechnologie statt. Die meisten kompakten Geräte verwenden die ZINK-Technologie (»Zero ink«). Bei dieser Druck-Variante benötigen die Drucker keine Tinte, die Farben liegen bereits im ZINK-Papier vor und das Gerät aktiviert lediglich die Farben mit einem Hitzeimpuls. Da die Hersteller, wie bei herkömmlichen Druckern auch, mit dem Druckerpapier Geld verdienen möchten, sind die ZINK-Papiere nicht mit ZINK-Druckern von anderen Herstellern kompatibel.

In unserem Test konnten wir dies jedoch umgehen. Dazu nehmen wir einfach das blaue Deckblatt des Papiers des Druckerherstellers und legen es auf den ZINK-Papierstapel des anderen Herstellers. Auf dem Deckblatt ist nämlich ein Barcode aufgedruckt, der sicherstellt, dass nur das hauseigene ZINK-Papier mit dem jeweiligen Drucker verwendet werden. Wie gut das bei allen Druckern funktioniert, können wir natürlich nicht pauschal sagen. In unserem Test fielen uns aber keine wirklichen Unterschiede auf.

Eine weitere Besonderheit des ZINK-Verfahrens ist die niedrigere, gar »trashig«-wirkende Druckqualität, wie man sie von Sofortbild-Kameras kennt. Manche Fans kaufen sich sogar solche Smartphone-Drucker gerade wegen dem kultigen Retro-Look.

Die zweite Drucktechnologie ist die von den größeren Druckern bevorzugte Thermosublimationstechnik. Dieses Verfahren vereint alle Verbrauchsmaterialien gemeinsam in einer Patrone und sind nicht separat erhältlich. Hier wird mit einem farbigen Wachsband die Farbe auf das Papier mit sehr hohen Temperaturen übertragen und versiegelt. Das führt zu einer sehr guten Druckqualität und die Fotos sind auch sehr haltbar. Der Nachteil ist aber der viele Plastikmüll und auch die hohen Kosten pro Druck.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Ausgewogener ZINK-DruckerHohe BildqualitätVollwertiger DruckerRetrodrucker
Test: Hp Sprocket SelectTest: Canon Selphy Square Qx10Test Smartphonedrucker: Canon Selphy CP1300Test: Instax Link Wide
Modell HP Sprocket Select Canon Selphy Square QX10 Canon Selphy CP1300 Fujifilm Instax Link Wide
Pro
  • Größte Bildfläche bei den ZINK-Druckern
  • Gute, ausgewogene Druckergebnisse
  • Schick und sauber verarbeitet
  • Sehr gute App
  • Beste Bildqualität bei den Kompakten
  • Große Bildfläche
  • Trendiges Square-Format
  • "Polaroid"-Rahmen zum Anfassen und Beschriften
  • Beste Druckqualität im Test
  • Sehr vielseitig, viele Anschlüsse
  • Niedrigste Druckkosten im Test
  • Dedizierte Tasten + Display
  • Sehr gute Druckergebnisse
  • Polaroid-Retro-Charme
  • Solides, ergonomisches Gehäuse
  • Vielseitige, ausgereifte App
Contra
  • Dezenter Blaustich
  • Zeigt Beschnitt nicht an
  • Dezente Streifen, betont am linken Rand
  • Für viele Hosentaschen zu groß
  • Hohe Druckkosten
  • Schlechteste App im Test
  • Zeigt Beschnitt nicht an
  • Foto sitzt nicht exakt mittig
  • Schwerster und sperrigster Drucker im Test
  • Voluminös (Jackentasche)
  • Magentastich
  • Sehr hohe Kosten pro Foto
  • Verursacht viel Plastikmüll
Bester Preis
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Ausgewogener ZINK-Drucker: HP Sprocket Select

Ausgewogener ZINK-Drucker

HP Sprocket Select

Test: Hp Sprocket Select
Der beste Kleine druckt die größten tintenlosen Fotos und patzt dabei weniger als die Kollegen.

Der HP Sprocket Select zählt zu den ZINK-Smartphone-Druckern und kann als Nachfolger des Sprocket Plus betrachtet werden, der es zuvor auch in unsere Empfehlungen schaffte. Im Vergleich fällt auf, dass beim Select die Fotos größer ausfallen als die von anderen Smartphone-Druckern mit ZINK-Technologie und auch eine vergleichbar hohe Qualität aufweisen. Der Drucker kann des Weiteren einfach in Taschen verstaut werden, da er sehr flach konstruiert wurde.

Die Verarbeitung ist gelungen und der Druckvorgang geht praktisch geräuschlos vonstatten. Dank seiner abgerundeten Form und dem glatten Plastik findet er ohne Probleme seinen Platz in Hosentaschen. Ihn in der Tasche vergessen darf man aber nicht, denn das übersteht wohl kein Smartphone-Drucker unbeschadet. Beim Testbild verschwanden die Kreuze auf der linken Seite fast komplett, was man in der Anwendung aber nicht sehen kann.

Smartphone-Drucker Test: Testbild Select
Smartphone-Drucker Test: Testbild Select

Der Drucker verfügt über einen fein unterteilten Graustufenverlauf. Einzig, wenn man das Bild direkt neben dem Smartphone-Bildschirm betrachtet, fällt der Blaustich des Ausdrucks ins Auge, weil er auf allen Helligkeitsstufen vorzufinden ist. Jeweils die dunkelsten und hellsten Graustufen lassen sich dann aber nicht mehr einfach unterscheiden. Gerade ZINK-Drucker sind dafür berüchtigt, dass ihre Farbvielfalt im Kontrast zu anderen Drucktechniken eher bescheiden ist, wodurch der eher kleine Farbraum entsteht.

Das Foto mit der Elbphilharmonie schmücken satte, jedoch nicht zu unnatürliche Farben. Der Sprocket Plus hatte noch einen deutlichen Magentastich, der nun beim Select aber verschwunden ist. Auch Streifen im Foto sind nicht so sichtbar wie zuvor, aber ganz verschwunden sind sie leider noch nicht. Doch gerade in der originalen Größe fallen die Streifen kaum auf. Der linke Rand ist leider farblich ein wenig abgehoben vom Rest des Fotos.

Auch der erste Eindruck des Porträts überzeugt ziemlich, aber ans Exemplar der Canon Selphy kommt das Foto leider nicht ran. Die Hauttöne sind zwar natürlich und Abstriche beim Tonwert gibt es auch nicht, jedoch lässt der Blaustich das Foto kalt erscheinen.

Smartphone-Drucker Test: Hp Sprocket Plus Screenshots
In der Smartphone-App findet man sich schnell zurecht.

Positiv aufgefallen ist die HP-App, welche die einwandfreie Kopplung von Drucker und Smartphone ermöglicht. Aus einer Galerie können die Fotos zum Drucken ausgewählt werden, nach Wahl sind auch Schnappschüsse von Google, Facebook und Instagram dabei. Ist das Foto einmal ausgewählt, kann es nach Belieben bearbeitet und mit allerlei Details, zum Beispiel Filtern, Rahmen, Text oder Smileys, ausgestattet werden. Die Qualität und Quantität der Features überzeugt auf jeden Fall.

Negativ hervorzuheben ist leider der Akku, der nur über 700 Milliamperestunden verfügt und nicht ausgetauscht werden. Bei Smartphone-Druckern sind die Akkus aber meistens fest verbaut. Auch die Kosten pro Foto sind mit 80 Cent beim HP Sprocket Select relativ hoch. Bei den Polaroid-Druckern kosten die Fotos pro Exemplar 61 Cent, aber dafür sind sie auch um 30 Prozent günstiger.

Hohe Bildqualität: Canon Selphy Square QX10

Hohe Bildqualität

Canon Selphy Square QX10

Eine Alternative zum HP Sprocket Plus bietet Canon mit dem Selphy QX10. Dieser Smartphonedrucker verwendet das Verfahren des Thermosublimationsdrucks. Dabei werden nacheinander Wachsschichten unter Hitzeeinwirkung in den klassischen Drucker-Farben (Magenta, Gelb, Cyan) auf Spezialpapier gedampft. Diese Technologie ist mitverantwortlich für die gute Qualität des Druckergebnisses.

Mit dem Canon lassen sich zudem – relativ – große Ausdrucke tätigen. Dem Format der Fotos ist es allerdings auch geschuldet, dass unser Tester Mühe damit hatte, das Gerät in seiner Hosentasche zu verstauen.

Die von Canon zur Verfügung gestellte App macht einen aufgeräumten und simplen Eindruck, es wird eine Auswahl des zu druckenden Fotos angezeigt, damit klar erkenntlich ist, wo es beschnitten werden soll. Ein Fingertipp auf »Vorschau« sorgt dafür, dass zahlreiche Optionen zur weiteren Bearbeitung des Bildes aufploppen. Helligkeit, Kontrast, oder eine genau zugeschnittener Bildbereich, mit der Software stehen dem Nutzer zahlreiche Möglichkeiten zur Auswahl, auch das Erstellen von Collagen ist möglich.

Das Ergebnis ist ein qualitativ sehr hochwertiger Ausdruck, der eine ausreichend hohe Auflösung bietet. Lediglich die Farbwiedergabe könnte einen Tick kräftiger sein, Hauttöne werden aber recht realistisch dargestellt. Zu kritisieren ist nur der deutlich wahrnehmbare Cyan-Stich bei Blautönen. Dieses negative Merkmal teilt sich der Selphy QX10 übrigens mit dem anderen Smartphonedrucker aus dem Hause Canon, dem Selphy CP1300.

Das gute Gesamtpaket des Canon Selphy QX10 hat leider auch seinen Preis, aktuell werden etwa 140 Euro für ihn fällig, pro Bild entstehen noch einmal Druckkosten von 78 Cent. Qualität hat eben ihren Preis.

Vollwertiger Drucker: Canon Selphy CP1300

Vollwertiger Drucker

Canon Selphy CP1300

Test Smartphonedrucker: Canon Selphy CP1300
Vielseitigkeit und die beste Bildqualität im Test sprechen für den beliebten Postkarten-Drucker.

Das Modell von Canon, die Selphy CP1300 ist nicht mehr ganz so mobil und mit 892 Gramm auch nicht so mehr so leicht. Trotzdem ist das Gerät leicht und klein genug, um es in einem Rucksack zu transportieren. Diese Nachteile macht der Selphy wieder wett, in dem es Fotos in Postkartengröße (10 x 15 cm) drucken kann, die beste Druckqualität im Test aufweist und über die mit Abstand geringsten Kosten pro Foto verfügt. Ein Farbdisplay und zahlreiche Anschlussmöglichkeiten gibt es obendrauf. Damit ist der Canon Selphy CP1300 eher als vollwertiger Drucker mit einem optionalen Akku zu verstehen und nicht als kompakten Sofortbild-Drucker.

Die Druckqualität des Canon-Druckers kann keines der getesteten Geräte übertreffen. Die CP1300 war sogar unser Referenzmodell für die Testfotos. An einen guten 8-Farben-Tintenstrahldrucker kommt er zwar nicht ran, dennoch sind die Ausdrucke sehr gut. Das liegt auch an der verwendeten Thermosublimations-Technik. Die weitestgehend korrekte und beinahe streifenfreie Farbwiedergabe, gepaart mit feinen Graustufen und einer hervorragende Schärfe, sind bei der Größe des Druckers wirklich beeindruckend.

Sämtliche hellen und dunklen Grautöne auf der Farbtafel können problemlos voneinander unterschieden werden. Der Canon ist gemeinsam mit der Kodak Dock Station eines der zwei Testgeräte, die natürliche Hauttöne richtig wiedergeben kann und auch das Foto von der Elbphilharmonie gelingt der Canon sehr gut. Bemängeln müssen wir den Canon auch wieder beim Thema Beschnitt. Die Canon-App zeigt die abgeschnittenen Seiten nicht korrekt an und so fehlen auch hier die Kreuze beim Testfoto.

Bei der Bedienung überzeugte uns das Gerät von Canon ebenfalls. Die wichtigsten Funktionen können über dedizierte Tasten und einem Steuerkreuz erreicht werden. So können Sie auch ohne App oder Computer drucken, denn SD-Karten und USB-Sticks werden vom CP1300 unterstützt. Selbstverständlich ist auch eine Anzeige verbaut. Mit 3,2 Zoll ist diese groß genug und zudem klappbar, leider wurde auf eine Touch-Funktion verzichtet.

Anders als die meisten Test-Geräte kann man diesen Drucker per WLAN ins Heimnetz einbinden. Dann können alle Geräte im Netzwerk, eingeschlossen Computer, auf den CP1300 zugreifen und über das Netzwerk drucken. Der Drucker ist kompatibel mit Apple AirPrint, Mopria (Android) und PictBridge.

Smartphone-Drucker Test: Canon Selphy Cp1300 Screenshots
Die Canon-App konnte uns nicht überzeugen.

Den Selphy CP1300 kann man als Allrounder bezeichnen, der mit seiner Funktionsvielfalt alle anderen Smartphone-Drucker übertrifft. Leider kann man das nicht über die zuständige Smartphone-App »Canon Print« sagen. Die App kann nur das nötigste und ihr fehlen wirklich wichtige Funktionen. Im Prinzip ist Canon Print nur eine Galerie-App, in der man ein Foto zum Drucken auswählt. Eine Bearbeitungsfunktion gibt es nicht. Für solche Zwecke hat Canon separate Apps – weshalb man die nicht in einer App bündelt, können wir Ihnen nicht sagen.

Retrodrucker

Der Fujifilm Instax Link Wide fällt einem durch seinen charmanten Retrolook ins Auge, passend dazu druckt er Polaroid-Fotos. Letztere besitzen eine Größe von 10 x 6,2 Zentimetern und befinden sich in der Mitte eines hervorgehobenen weißen Rahmens. Dadurch wird man richtig nostalgisch. Der Stil erinnert an die Polaroid-Bilder, vor allem im quadratischen Format, aber auch die breite Variante erinnert an vergangene Zeiten. Nach dem Drucken zeigen sich die Fotos erst nach einigen Minuten, wie man es von den Vorbildern so kennt.  Ein wenig negativ fällt das klobige Packmaß des Link Wide auf. Gibt es in einer Tasche aber einmal genug Platz, gleitet der Link Wide problemlos hinein. Dies garantieren die runden Kanten und das Flache Design.

Smartphone-Drucker Test: Instax Link Wide

Bezüglich des Druckverfahrens gibt Fujifilm an, es handle sich um eine »3-Farb-Belichtung mit OLED B5«. Das Druckergebnis spricht hingegen für sich. Dafür kostet ein einzelnes Foto zum Testzeitpunkt auch satte 90 Cent. Andere Smartphone-Drucker drucken die Fotos quadratisch, aber beim Instax Link Wide entstehen Fotos im breiten Format, was den heutigen Smartphone- und Kamera-Fotosensoren eher entspricht und so auch nicht so einen immensen Beschnitt erzwingt. Bei Sensoren im Format 16:9 fällt der Beschnitt wohl am niedrigsten aus.

Smartphone-Drucker Test: Testbild Wide

Die Fotos werden im Großen und Ganzen mit richtigem Farbbild gedruckt, jedoch besitzen die Bilder einen Rotstich im Magentabereich. Vor allem der Vergleich mit dem Smartphone-Bildschirm offenbart diesen Makel. Beim Farbkontrast und der Schärfe enttäuscht der Fujifilm aber nicht, so lassen sich beim Testdruck sogar die hellsten und dunkelsten Kästchen voneinander abgrenzen.

Im Vergleich zum Instax Share SP-3 bringt  der Instax Link Wide Gesichter überhaupt nicht ausgebrannt aufs Papier. Aufgrund der magental-astigen Farben wirken Gesichter zwar etwas zu rosa, aber trotzdem nicht unnatürlich. Am linken  Bildrand treten die Haare sehr gut vom Hintergrund hervor. Des Weiteren wird in der App bereits der Bildschnitt so angezeigt, wie er schlussendlich am fertigen Foto wiederzufinden ist.

Leider produzieren die Instax-Link-Drucker sehr viel Plastikabfall: Zehn Medien sind in einer lichtundurchlässigen Kassette untergebracht, die aber nach dem Verwenden im Gelben Sack verschwindet. Sind die Medien einmal in den Drucker eingelegt, darf man ihn also nicht mehr aufmachen, denn sonst ist im Mindesten ein Foto verschwendet. Ein kaputtes Medium wird beim Schließen des Fujifilms auch sofort wieder ausgeworfen. Wie sonst üblich hat auch Fujifilm hier einen Akku fest im Gerät verbaut. Die Kapazität einer Ladung reicht laut dem Hersteller für 100 Fotos. Die Verbindung zum Smartphone wird über Bluetooth hergestellt, was auch ohne weitere Probleme klappt.

Smartphone-Drucker Test: Fujifilm Instax Share Sp 3 Screenshots
Die App bietet alle Funktionen, die man so braucht.

Die App von Fujifilm ist ähnlich ausgefuchst und durchdacht wie die HP-Anwendung, besitzt aber weniger Funktionen und nicht so viele Filter.

Was gibt es sonst noch?

Der Fujifilm Instax Share SP-3 druckt quadratische Fotos mit 6,2 x 6,2 cm, die von einem weißen Rahmen umgeben werden. Die Fotos selbst werden weiß ausgegeben und entwickeln sich erst nach einem Moment. Das Gehäuse ist eigensinnig konzipiert – entweder man mag es, oder nicht. Bei dunklen Farbtönen hat der SP-3 Probleme, den Kontrast aufrechtzuerhalten, und beim Porträt-Foto werden die Haare auf der linken Hälfte nicht schön vom Hintergrund abgegrenzt. Die Druckkosten sind leider sehr hoch, und durch die Einweg-Kassetten für die Medien wird sehr gedankenlos mit Plastik umgegangen.

Erfreulich ist, dass sich die Akkus austauschen lassen und das Gerät nicht mit einem abgenutzten Akku obsolet wird. Außerdem können Sie so längere Fotosessions planen, wenn Sie einen Ersatzakku dabei haben. Einen austauschbaren Akku finden Sie sonst nur bei der Canon Selphy CP1300. Dieser spielt aber in einer anderen Mobilitäts-Kategorie und zudem ist der Akku nur optional erhältlich.

Vom günstigen Kodak Mini 2 HD würde man bei der Größe erwarten, wie bei unseren anderen kompakten Testgeräten ein ZINK-Drucker zu sein. Doch tatsächlich ist der Mini 2 HD trotz der relativ kleinen Größe ein Thermosublimations-Drucker. Da hier das Druckmaterial nur im Paket erhältlich ist, sind mit höheren Druckkosten (0,70 Cent pro Druck) zu rechnen.

Die Druckqualität kann die Kosten aber teilweise rechtfertigen. Bei zwei unserer Testbilder ist sie den meisten Drucker, die auf das ZINK-Verfahren setzen, deutlich überlegen. Ein schwaches Ergebnis liefert sie beim Porträtfoto ab: Das Gesicht zeigt deutliche Schwächen und die Haare kann man zum Teil kaum mehr vom Hintergrund unterscheiden. Weitere Kritikpunkte sind das ungewöhnliche Scheckkartenformat (nicht 1:1) und der Beschnitt, der in der sonst funktionsreichen Smartphone-App falsch angezeigt wird. Zudem wirkt Verarbeitung des Druckers nicht sonderlich solide.

Nachdem der »große Bruder«, die Canon Selphy CP1300, so gut in unserem Test abschnitt, hatten wir ähnlich gut Ergebnisse von der Zoemini erwartet. Mit seinen kompakten Abmessungen und seinem minimalistischem Äußeren war sie zudem optisch interessiert. Man könnte den Zoemini schnell mit einem 2,5-Festplatte verwechseln. Die NFC-Funktion war einer der Alleinstellungsmerkmale des Geräts. Eigentlich soll er zur Kopplung verwendet werden können, rief bei uns das PlayStore und die Download-Seite der Canon-App auf. Sehr schade.

Die Druckkosten sind – für einen ZINK-Drucker – mit nur 44 Cent sehr günstig. Leider ist die Qualität der Testbilder enttäuschend: Deutliche Streifen im Himmel, ein bunter Grauverlauf sowie harten Abstufungen im Farbverlauf. Erstaunlich gut gelang dem kleinen Fotodrucker das Porträtfoto. Die Farben wirken zwar nicht natürlich, aber insgesamt sehr gut. Die Zoemini könnte deshalb interessant für Selfie- und Porträt-Liebhaber sein. Die Smartphone-App ist ebenfalls brauchbar.

Die HP Sprocket New Edition ist die Neuauflage unserer Empfehlung, dem HP Sprocket Plus. Das rundliche Gehäuse mit seinem Farbsprenklern hebt sich von der einfallslosen Konkurrenz ab und auf Wunsch kann eine Tragschlaufe angebracht werden. Die Bildqualität geht eigentlich ganz in Ordnung in Anbetracht der Größe. Doch ZINK-typisch finden wir auch hier Verfärbungen im Grauverlauf, im Himmel des Elbphilharmonie-Fotos deutet sich ein feines Streifenmuster an.

Was nichts mit der ZINK-Technik zu tun hat und weswegen wir keine Empfehlung abgegeben haben, ist die Farbverfälschung im Porträt-Bild. Der HP-Drucker verpasst dem Gesicht des Modells glatt ein »Schweinchenrosa«. Zur Bedienung kommt hier dieselbe App zum Einsatz wie beim Vorgänger, mit den identischen Vor- und Nachteilen und dementsprechend gibt es auch wieder die gleichen Schwierigkeiten beim unvorhersehbarem Beschnitt.

Rein von der Druckqualität her ist die Polaroid Mint eigentlich ein, gerade noch so, akzeptables Gerät. Wir können trotzdem nur vom kleinen Smartphone-Drucker abraten, denn im Test war die App unbrauchbar. Sie neigt zu häufigen Abstürzen, die sogar zum Verlust der Bilder führen kann! Obwohl wir es mehrmals versucht haben, konnten wir das Testbild zur Elbphilharmonie mit dem Mint nicht ausdrucken. Den Grund dafür konnten wir nicht ermitteln. Zudem hat uns die Kopplung bei keinem der Drucker so große Kopfschmerzen bereitet wie beim Polaroid Mint.

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