Test: Dashcams Februar2022 Aufmacher

Dashcams im Test : Kamera an Bord

Update 01.07.2022

Dashcams fürs Auto haben vor allem Vorteile, wenn es zu einem Unfall kommt, aber nicht in jedem Land sind sie erlaubt. Wir haben Informationen zur Nutzung der kleinen Helfer und 19 Dashcams auch ausgiebig getestet.

Update 1. Juli 2022

Wir haben zwei neue Dashcams getestet. Die Mio MiVue 886 konnte sich unter den Empfehlungen einreihen.

17. März 2022

Wir haben sieben zusätzliche Dashcams in unseren Test aufgenommen. Die Nextbase 422GW und die Abask A8 haben wir zu neuen Empfehlungen gekürt.

11. März 2021

Wir haben weitere Dashcams getestet. Empfehlenswert sind die Nextbase 322GW und die Nextbase 622GW.

15. Oktober 2020

Wir haben neue Dashcams getestet und eine neue Empfehlung: Die Vantrue N4.

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Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Eine Dashcam bringt man an der Windschutzscheibe des Autos innen an, mit extremem Weitwinkel wird die Fahrt dann gefilmt. Rempelt jemand in der Nacht ein parkendes Auto an, aktivieren sie sich außerdem von selbst. Das Ziel des Ganzen: Beweismaterial, etwa falls es zum Unfall kommen sollte.

Man kann die Dashcams per Klebestreifen oder Saugnapf befestigen, die Aufnahmen kommen auf Mikro-SD-Karten, denn einen internen Speicher gibt es bei den Geräten nicht.

Wir haben verschiedene Dashcams getestet, die preislich zwischen 30 und 300 Euro lagen. Vor allem wichtig waren uns dabei unter anderem datenschutzrechtliche Anforderungen. Bislang durfte man nämlich nicht ständig im Straßenverkehr filmen. Dashcams können nun, nach einem Urteil vom Bundesgerichtshof, aber rechtssicher eingesetzt werden, sofern man die nötigen technischen Details beachtet. Mehr dazu in unserem Ratgeber.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
AdleraugeFairer PreisDrei KamerasLuxus-DashcamFür Slow-Motion
Test: Nextbase 422gwTest: Rösle Zangen DosenöffnerTest: Vantrue N4Test: Nextbase 622gwTest: Mio Mivue 886
Modell Nextbase 422GW Abask A8 Vantrue N4 Nextbase 622GW Mio MiVue 886
Pro
  • Hoher Bedienkomfort
  • Toller Touchscreen
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr viel Ausstattung
  • Alexa-Sprachsteuerung
  • Fahrt-Auswertung per Software
  • Front- und Innenraumkamera
  • Recht großes Display
  • Einfache Bedienung
  • Gute Videoqualität
  • Preiswert
  • Drei Kameras
  • Sehr gute Bildqualität
  • Gute Verarbeitung
  • Großes Display
  • Viel Ausstattung
  • Fahrt-Auswertung per Software
  • Großer Bildschirm
  • Hoher Bedienkomfort
  • Toller Touchscreen
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr viel Ausstattung
  • Alexa-Sprachsteuerung
  • Fahrt-Auswertung per Software
  • Gute Videoqualität
  • Großes Display
  • Einfache Bedienung
  • App- und Zusatzsoftware
Contra
  • Kein Touchscreen
  • Teuer
  • GPS-Modul muss separat erworben werden
  • Bedientasten sitzen oben auf dem Gehäuse
  • Teuer
  • Teuer
  • Kein Touchscreen
  • App- und Zusatzsoftware mit Problemen
Bester Preis
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Adlerauge: Nextbase 422GW

Adlerauge

Nextbase 422GW

Test: Nextbase 422gw
Klasse Videoqualität, toller Touchscreen, GPS und Alexa-Sprachsteuerung: Die Nextbase 422GW bietet extrem viel und lässt sich einfach bedienen.

Die Nextbase 422GW verfügt trotz eines nicht überrissenen Preises über Videoqualität und Funktionsumfang der Extraklasse. Zusätzlich gibt es nützliche Features wie Sprachsteuerung und Notfall-SOS.

Das Gehäuse der Dashcam ist extrem robust. Zwar besteht es nur aus Kunststoff, aber dafür wurde es äußerst hochwertig verarbeitet. Die Ecken wurden angenehm abgerundet und der schwarze Kunststoff wird durch silbrige Zusätze entspannt.

 Kamera an Bord Test: 422gw
Der Klebestreifen der Nextbase hält äußerst gut an der Windschutzscheibe, die Dashcam selbst wird dann per Magnet an der Halterung befestigt.

Das 2,5 Zoll Farbdisplay verfügt über einen Touchscreen zur Eingabe. Ein Gummideckel verbirgt den Mini-HDMI-Port, womit die Kamera an einen Fernseher angeschlossen werden kann.

Grundsätzlich bevorzugen wir Saugnapf-Halterungen, da sich diese von der Scheibe entfernen lassen, ohne die Scheibe mit einem Kussfleck zu krönen. Die 422GW von Nextbase besitzt hingegen eine Click&Go-Pro-Halterung, welche permanent an der Scheibe haften bleibt, die Kamera hingegen kann einfach von der Halterung abgenommen werden.

In unserem Test konnten wir den Klebestreifen ohne Rückstände und ohne zusätzliche Hilfsmittel von der Scheibe entfernen. Dank Neodym-Magneten hält die Dashcam sehr gut an der Halterung. Dadurch wird auch die Stromversorgung gewährleistet.

Strom kriegt die 422GW über Mini-USB, entweder an der Dashcam selbst oder über die Halterung. Zu der Kamera dazu gehört auch ein Zigarettenanzünder-Kabel mit einer Länge von vier Metern und ein USB-Kabel für die Verbindung mit dem Computer. Darüber hinaus besitzt die Nextbase einen internen Akku, um auch ohne Stromzufluss nicht direkt den Geist aufzugeben.

Das Objektiv der Nextbase hat eine sechsfache Beschichtung (Brennweite f1.3) und nimmt einen Winkel von 140 Grad auf, womit viel Verkehr aufs Bild passt. Um Lichtspiegelungen zu vermeiden, müsste man aber einen Polarisationsfilter erwerben, der nur separat gekauft werden kann. Für die Nextbase gibt es auch verschiedene Upgrades in Form von Kameramodulen: eine Innenraumkamera, eine Rückfahrkamera und eine Heckscheibenkamera sind jeweils erhältlich. In den Einstellungen lassen sich die Auflösung und die Videolänge (eine, drei oder fünf Minuten) anpassen, genauso die Belichtung.

Dashcam Test: Dashcams Februar2022 Nextbasegw Menue
Bedienen kann man die Nextbase sehr leicht, dafür sorgen die gut leserliche Schrift und die großen Symbole.

Ein Vorteil der 422GW ist, dass sie direkt aus der Verpackung verwendet werden kann. Der Einschaltknopf der Kamera befindet sich auf der linken Seite, schlauerweise stellt sie sich aber automatisch ein, wenn die Zündung aktiviert wird. Der Touchscreen funktioniert, wie er soll, und dabei muss man noch nicht einmal viel Druck aufwenden.

Der Übersicht dienen die weiße Schrift und die blauen Symbole. Wie beim Smartphone wird zwischen den einzelnen Seiten mittels Wischen gewechselt. Ins Bild einstempeln lassen sich nach Belieben GPS-Koordinaten, das Tempo oder die Uhrzeit, aber auch ein beliebiges Nummernschild. Mann kann neben der Originalauflösung auch eine zweite Datei mit reduzierter Auflösung auswählen. Der Ton kann bei Aufnahmen auch deaktiviert werden.

Steht das Auto und die Zündung ist ausgeschaltet, wechselt die 422GW selbständig in den Parkmodus, in dem nur der G-Kraftsensor aktiv bleibt und in seiner Sensibilität enorm verstärkt wird. So wird jeder Stoß am Fahrzeug registriert und auf der Speicherkarte festgehalten. Der Akku reicht in diesem Modus bis zu sieben Tage.

Eine einzigartige Funktion der 422GW ist das Notfall-SOS-System, durch das ein Unfall automatisch erkannt wird. In diesem Fall werden die Rettungskräfte alarmiert – der Fahrer könnte ja bewusstlos sein – und Informationen wie Krankengeschichte, Allergie oder Blutgruppe für die Sanitäter zur Verfügung gestellt, sofern sie denn vorher gespeichert wurden.

Zur Verknüpfung werden Wifi und Bluetooth 4.2 angeboten. Wird die Dashcam mit einem Smartphone verbunden, kann man über einen Befehl an Alexa die Steuerung vornehmen. Per Sprachbefehl können dank des sogenannten »MyNextbase«-Skills Bilder und Aufzeichnungen per Sprachbefehl getätigt werden, oder sogar eine Datei geschützt werden. Das ist äußerst gut, da man so nie die Hände vom Steuer nehmen muss.

Alexa erlaubt es auch, verschiedene Aufgaben an sie zu delegieren. Beispielsweise kann Alexa über Sprachbefehl das Wetter erläutern, Hörbücher in der Warteschlange platzieren, einen Anruf anwählen, Musik auswählen oder einem die Nachrichten vorlesen. Die Bedienung der Nextbase ist äußerst angenehm – alles funktioniert zuverlässig und durchdacht.

Dashcam Test: Dashcams Februar2022 Nextbasegw App
Über die zugehörige Anwendung »MyNextbase Connect« kann man seine Koordinaten ablesen und Aufnahmen zum Smartphone senden.

Wenn man iOS- oder Android-Geräte besitzt, kann man sich mit der App nicht nur eine Live-Vorschau präsentieren lassen, sondern auch Videos herunterladen. Dank dem »MyNextbase Player« gibt es sowohl für Macs als auch für Windows-Geräte eine geeignete Wiedergabesoftware für die Videos. Die Anwendung bietet auch eine Funktion mit Google-Maps, G-Sensorangaben und Geschwindigkeitsinformationen an oder ermöglicht das Verkleinern und Vergrößern von Videos.

Die Videoqualität überzeugt auch bei dunklen Lichtverhältnissen. Die Aufnahmen werden in natürlichen Farbtönen wiedergegeben und man erkennt Strassenschilder und Nummernschilder sehr gut, solange sie nah genug am eigenen Auto sind. Alles in allem überzeugt die Nextbase 422GW also. Einzig einen Saugnapf für die Halterung hätten wir uns gewünscht.

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Fairer Preis: Abask A8

Fairer Preis

Abask A8

Test: Rösle Zangen Dosenöffner
Die Abask A8 filmt die Straße vor dem Auto in 4K und den Innenraum in HD. Außerdem hat sie einen GPS-Empfänger integriert – für weniger als 100 Euro ist das ein interessantes Dashcam-Paket.

Die Abask A8 bietet gleich zwei Kameras, eine Frontkamera und eine für den Innenraum, wobei beide fest am Gerät verbaut sind. Dabei bietet die Frontkamera 4K, die Innenkamera HD, und die Dashcam wird mit einer Speicherkarte mit 32-Gigabyte geliefert. Das alles gibt es für nicht einmal 100 Euro.

Wichtig zu wissen ist, dass die Innenkamera die Rückseite des Autos nur sehr spärlich abdeckt, da sie wirklich nur für die Überwachung der Kabine gedacht ist – dafür lässt sich der Neigungswinkel beliebig verstellen. Die Frontkamera ist mit 3.840 x 2.160 Pixeln aufgelöst und bringt 30 Bilder pro Sekunde zustande – wenn beide Kameras gleichzeitig verwendet werden, reduziert sich aber die Rate auf 25 Bilder pro Sekunde; die Innenkamera filmt sowieso mit 25 Bildern pro Sekunde.

 Kamera an Bord Test: Dashcams Februar2022 Abask A8 18
Die gesamte Kamera-Einheit lässt sich horizontal rundherum drehen.

Die Kamera wird ganz simpel über einen Saugnapf und einen Arretierbügel an der Windscheibe befestigt. Dort befindet sich auch der GPS-Empfänger. Auch vertikal lässt sich die Kamera nach Belieben ausrichten.

Zur Befestigung wird eine Mutter aus Plastik verwendet, die aber ein wenig schwierig zu befestigen ist. Richtig elegant ist das nicht, aber sie erfüllt ihren Zweck und ist stabil genug.

 Kamera an Bord Test: Dashcams Februar2022 Abask A8 Di
Auch die Innenkamera kann ihre Aufnahmen im Bild anzeigen.

Die 2,45 Zoll des Bildschirms sind groß genug, aber einen Touchscreen gibt es nicht. Unterhalb vom Bildschirm gibt es fünf Tasten, die zur einfachen Bedienung dienen, denn sowohl die Tasten selbst als auch die Menüpunkte sind sehr naheliegend beschriftet.

Sobald die Abask mit dem Stromkabel angeschlossen ist, startet die Aufnahme – wahlweise mit einer, drei oder fünf Minuten Länge. Zusätzlich kann die Sensibilität des G-Sensors angepasst werden, denn nach einem hinreichend intensiven Stoß sperrt die Kamera automatisch die Aufnahmedatei. Es gibt auch eine »WDR«-Funktion, mit welcher der Dynamikumfang erhöht werden kann.

Wahlweise lassen sich Uhrzeit und Datum in die Aufnahmen einblenden. Mit einer zusätzlichen Software für den PC kann man im Nachhinein GPS-Daten abrufen, für Windows-Rechner gibt es beispielsweise den »HIT GPS Player«. Öffnet man in dieser Anwendung eine Aufnahme, wird die Route mit einigen statistischen Daten wie Durchschnittsgeschwindigkeit versehen.

 Kamera an Bord Test: Dashcams Februar2022 Abask A8 Gp
Mithilfe des »HIT GPS Players« wird die gefahrene Strecke auf einer Karte verdeutlicht.

Die Aufnahmen der Innen- und der Frontkamera werden in zwei unterschiedlichen Dateien gespeichert. Qualitativ hat die Frontkamera einiges auf dem Kasten, was für nicht einmal 100 Euro eine stolze Leistung ist. Die Bilder sind detailliert, die Farben sind lebhaft und die Bilder scharf. Bildrauschen gibt es fast nicht, aber bei Gegenlicht sind die Aufnahmen leider etwas zu dunkel.

Auch in der Nacht überzeugt die Qualität der Dashcam. Die Bilder werden gleichmäßig ausgeleuchtet und auch Nummernschilder sind gut zu entziffern. Die Innenkamera ist fast schon überscharf, sofern genügend Licht vorhanden ist, die Farben sind aber etwas ausgewaschen. Gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen sieht man die Konturen eher schlecht als recht.

Die Abask A8 ist eine klare Empfehlung für das schlanke Portemonnaie. Sogar, wer die Innenkamera nicht unbedingt braucht, kann ohne Zweifel zu dieser Kamera greifen, denn für einen besonnenen Preis bietet die Abask A8 ein sehr hohe Qualität.

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Drei Kameras: Vantrue N4

Drei Kameras

Vantrue N4

Test: Vantrue N4
Mit drei Kameras ist die Vantrue N4 ein super ausgestatteter Exot unter den Dashcams, der eine tolle Videoqualität liefert. Vor allem das Bild der Hauptkamera ist erstaunlich scharf.

Drei Kameras mit sehr guter Bildqualität und zusätzlichen Extras – interessiert? Dann sollten Sie einen Blick auf die Vantrue N4 werfen. Nur ihr Preis hat es leider in sich, sie ist eines der teuersten Modelle im Test.

 Dashcam Test: Dashcamtest 2020 Vantrue N4
Die Dashcam Vantrue N4 mitsamt zusätzlichem GPS-Modul.

So viel Überwachung gab es bei Dashcams noch nie: Drei Kameras zeichnen simultan die Fahrbahn hinter und vor dem Fahrzeug sowie den Innenraum auf. Dafür wird eine Kamera vorne und eine hinten montiert, die Kamera für den Innenraum ist drehbar und der Blickwinkel frei einstellbar. Montiert werden die Kameras mit einem Saugnapf. Die Auflösung ist von der Anzahl der Kameras abhängig, eine alleine schafft 2.592 x 1.520 Pixel, zu zweit sind es 1.440 Pixel und bei allen drei Kameras 1.080 Bildpunkte. Der Weitwinkelbereich aller Cams variiert zwischen 155 sowie 165 Grad.

Die Dashcam hat ein großes Display von 2,45 Zoll. Die Bedientasten befinden sich am Gehäuse, weshalb die Kamera nicht zu weit oben montiert werden sollte – außer man kann sich merken, welche Taste welche Funktion inne hat. Die Rückkamera wird im Heck mit Klebeband angebracht, die Anschlusskabel sind ausreichend lang.

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Im Hauptdisplay wird die Auflösung der Kameras angezeigt. Im farbigen und intuitiven Menü lässt sich zudem mitunter die Intensität von Parkmodus, G-Sensor, Infrarot-LED, Zirkulationsaufnahme, WDR für erhöhten Kontrast, Belichtungszahl, Zeitraffer und Stempel einstellen. Ein GPS-Sensor ist nicht im Paket enthalten, der Saugnapf-Halter inklusive GPS-Modul muss extra erworben werden.

Die Cam ist kompatibel mit microSD-Karten bis zu 256 Gigabyte und sie besitzt einen USB-C sowie Micro-HDMI-Anschluss. Einige Aufnahmen wie Kollisionen werden von der Vantrue automatisch schreibgeschützt. Im Parkmodus läuft die Bewegungserkennung mit den zwei vorderen Kameras. Mit einer Software, dem »Vantrue Viewer«, können gleichzeitig alle Videos der drei Kameras angeschaut werden. Durch das GPS-Modul lässt sich zusätzlich die Fahrtroute nachvollziehen.

Die Frontkamera glänzt mit sehr guter Qualität, die Farben wirken natürlich, Details werden gut herausgearbeitet und die Aufnahmen sind scharf. Die Qualität der Innenraumkamera ist vergleichbar mit der eines Camcorders. Nummernschilder bei Nacht lassen sich problemlos ablesen. Insgesamt stimmt die Belichtung, auch nachts ist genug Schärfe vorhanden und es zeigt sich wenig Rauschen.

Die Vantrue N4 überzeugt auf vielen Ebenen, drei Kameras sind ein Alleinstellungsmerkmal bei Dashcams, natürlich hat das seinen Preis. Daher können wir sie nicht uneingeschränkt empfehlen.

Luxus-Dashcam: Nextbase 622GW

Luxus-Dashcam

Nextbase 622GW

Test: Nextbase 622gw
Die Nextbase 622GW bietet eine tolle Bildqualität, ist üppig ausgestattet und bietet einen enorm hohen Bedienkomfort.

Die Nextbase 622GW kann eigentlich alles und das nahezu perfekt. Leider ist die All-Inclusive-Dashcam nicht ganz günstig. Wer bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, der bekommt für viel Geld auch viel Leistung.

Der IPS-Touchscreen der 622GW ist mit einer Diagonale von 3 Zoll mehr als üppig dimensioniert. Damit auch alles Relevante aufs Bild passt, ist die Dashcam mit einem Weitwinkelobjektiv (140 Grad Blickwinkel) ausgerüstet. Auch in Sachen Auflösung setzt die Dashcam mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten Maßstäbe. Wem die 30 Vollbilder, die das gute Stück bei dieser Auflösung auf die MicroSD-Karte bannt, zu wenig sind, der kann auch eine Auflösungs-Stufe zurücktreten: Im FULLHD-Modus schießt die 622GW dann bis zu 120 Bilder pro Sekunde (Zeitlupenaufnahme).

Nicht weniger gut gelungen ist die Bedienung der Dashcam. Großen Anteil daran hat hierbei natürlich, neben der gut strukturierten Menüführung, das berührungsempfindliche Display der Kamera. Mithilfe eines Saugnapfes wird sie an der Frontscheibe montiert, der GPS-Empfänger ist mithilfe einer magnetischen Vorrichtung am Gehäuse befestigt.

 Dashcam Test: Dashcams Januar2021 Nextbasegw
Schicke Optik, großes Display und eine stabile Halterung: Die Nextbase gefällt in vielerlei Hinsicht.

Zur Ausstattung der Dashcam gehört ein Polarisierungsfilter, ein G-Kraft-Sensor, ein Parkmodus und eine Nachtsichtfunktion. Eine SOS-Notruffunktion, die im Notfall den Rettungsdienst benachrichtigt und die entsprechenden Koordinaten mitteilt, ist ebenfalls mit an Bord.

Die Kamera filmt sowohl in der Speicherplatz fressenden 4K-Auflösung, als auch in der deutlich weniger Platz auf der MicroSD-Karte beanspruchenden 848 x 480-Auflösung. Zur Übertragung ans Smartphone stehen Bluetooth und WLAN bereit, hierfür benötigt man zudem die entsprechende App (»MyNextbase-Connect«).

 Dashcam Test: Dashcams Januar2021 Nextbase Player
Mit dem »MyNextbase Player« kann man die Fahrten später am PC oder Mac ansehen.

Der »MyNextbase Player« ist für PC und Mac gleichermaßen gut geeignet. Damit kann man die Fahrt am Rechner noch einmal Revue passieren und auf einem Kartenprogramm wie Google Maps nachverfolgen.

Auch bei der Videoqualität glänzt die 622GW. Die Farbwiedergabe ist natürlich, die Schärfe exzellent und Artefakte bilden sich nur in extrem komplexen Aufnahmesituationen, beispielsweise bei einem starken Belichtungswechsel.

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Dank der Bildstabilisierung sind die Fahraufnahmen sehr ruhig, Wackler gibt es praktisch nicht. Auch wenn es dunkel ist, kann man noch Details auf der Straße und die Nummernschilder der anderen Autos auf den Videoaufzeichnungen erkennen. Ganz frei von Bildrauschen sind aber auch die Aufnahmen der Luxus-Dashcam nicht. Bei der Suche nach einem Satellitensignal lässt sie sich zwischen 5 und 10 Minuten Zeit, was etwas gemächlich ist.

Der Preis ist zwar hoch, dafür bekommt man mit der Nextbase 622GW aber auch eine Dashcam mit langer Ausstattungsliste und hervorragender Bildqualität.

Für Slow-Motion: Mio MiVue 886

Für Slow-Motion

Mio MiVue 886

Test: Mio Mivue 886
Wer seine Fahrten auch mal in Zeitlupe aufnehmen will, macht mit der Mio Mivue 886 alles richtig: Auch ihre "normalen" 4k-Aufnahmen sehen klasse aus.

Günstig ist die Mio MiVue 886 mit über 200 Euro zwar nicht, bietet dafür eine hohe Videoqualität sowie sogar Zeitlupenaufnahmen. Die MiVue erscheint auf den ersten Blick bullig, ist aber tatsächlich nicht größer als andere Dashcams. Die Oberfläche des Gehäuses ist gut verarbeitet und die Displaygröße ist mit drei Zoll angenehm.

Dashcam Test: Dashcams März2022 Mio Mivue886
Die drei Zoll des Bildschirms stellen das Bild der Straße gut dar.

Einen Touchscreen sucht man bei der 886 vergebens, bedient wird sie über vier Knöpfe rechts an der Dashcam. Unterstützt wird man durch Symbole und einem guten Kontrast bei der Aufschrift, wodurch man ohne Probleme durch die Menüs huscht. Angeschlossen wird die MiVue über Micro-USB, ein entsprechendes Kabel ist im Lieferumfang enthalten.

Die Montage an der Scheibe erfolgt über einen Klebestreifen – die Konkurrenz hat sich teilweise kreativere Lösungen einfallen lassen. Das Gelenk zum Verstellen der Dashcam ist etwas widerspenstig, was nicht unbedingt schlecht sein muss, denn so verändert die Dashcam ihre Position nicht so einfach.

Jedoch lässt sich die Mio nur mit genügend Schmackes aus der Halterung ziehen. Das hätte nicht sein müssen. Gefallen hat uns hingegen, dass man das Kabel ordentlich in der Halterung fixieren kann. Bei der Mio findet man lediglich eine abgespeckte Bedienungsanleitung vor, die ausführliche Anleitung muss vom Internet heruntergeladen werden.

Aufnahmen werden bei der MiVue mit 3.840×2.160 Pixeln sowie 30 Vollbildern aufgenommen. Nimmt man mit 1.440p auf, sind sogar 60 Bilder drin, reduziert man die Schärfe auf 1.080p werden es sogar 120. Es gibt zwar eine HDR-Unterstützung, jedoch nur mit 1.440p und 30 Vollbildern. Die Videoclips können von einer bis drei Minuten Länge eingestellt werden. Die Videos werden aber im Sekundentakt auf der MicroSD-Karte gesichert, damit kein Detail verloren geht.

Einstellen lassen sowohl die Belichtung der Videos und die Sensibilität des 3-Achsen-G-Sensors. Der Sensor erkennt Zusammenstöße automatisch und verhindert das versehentliche Löschen der Aufnahme. Geschwindigkeiten werden auf Wunsch im Video angezeigt und Nummernschilder und Texte können als Stempel eingeblendet werden.

Stellt man den Motor ab, schaltet die MiVue entweder in den Passive Powered Parking Mode oder den Smart Parking Mode, die sowohl Aufprall- und Bewegungserkennung bzw. nur Aufprallerkennung bieten. In Deutschland ausgeschaltet muss der Speedcam-Alarm bleiben, denn dieser ist nicht zugelassen.

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Die Aufnahmen in unserem Test sind außerordentlich gut – die Darstellung in 4K wirkt natürlich, scharf, gut belichtet und rauschfrei. Kräftig dargestellt werden die Farben und an Details wird nicht gespart. Selbst Camcorder oder Actioncams liefern höchstens gleich gute Ergebnisse, insofern man günstigere Modelle betrachtet.

Sogar bei dunklen Lichtverhältnissen kommen gute Ergebnisse zustande: Nummernschilder bereiten keine Probleme, solange sie nicht zu weit entfernt sind. Werden die Verhältnisse aber zu schwierig, sind kleine Artefakte nicht mehr zu erkennen. Eingeblendet werden GPS-Koordinaten und die momentane Geschwindigkeit.

Dashcam Test: Dashcams März2022 Mio Mivue886 Software
Abgespielt werden Videos im »MiVue Manager« ohne Probleme, aus unbekannten Problemen wurden aber für Google Maps die GPS-Daten nicht eingebunden.

Theoretisch könnte man mit der PC-Software »MiVue Manager« die gefahrene Strecke anzeigen lassen. In unserem Test hatten wir zwar die GPS-Daten in die Aufnahme eingebunden, trotzdem ließ sich die Route nicht im Programm abbilden. Es hieß lediglich »GPS-Funktion wird an diesem Gerät nicht unterstützt«.

Außerdem verfügt die Mio über Bluetooth und WLAN, womit sie über die Anwendung »MiVue Pro« mit Smartphones verknüpft werden kann. Beim Einrichten hatten wir zuerst Schwierigkeiten den richtigen Pfad festzulegen. Über die Anwendung kann man das Live-Bild betrachten und Video-Dateien herunterladen.

Die Verbindung zwischen der Dashcam und dem Smartphone bricht aber häufig ab. Das ist besonders tragisch, da bei Unfällen die Datei direkt ans Smartphone übertragen werden soll. Von Nutzern erhielt die App nur 1,5 von möglichen 5 Sternen, so war der Stand jedenfalls im März 2022.

Die App und die Software lassen also zu wünschen übrig, aber sonst ist die Leistung der Mio MiVue 886 hervorragend. Vor allem die Videoqualität ist sehr gut, denn Aufnahmen gelingen sowohl bei Tageslicht als auch im Dunkeln.

Was gibt es sonst noch?

Die Nextbase 322GW ist noch einmal ca. 40 Euro günstiger als die 422GW, dafür ist ihre Auflösung nicht ganz so hoch. Sonst besitzt die 322GW einen 2,5 Zoll großen Bildschirm, einen Parkmodus und, neben anderen Standardfunktionen, auch die Möglichkeit zur Verbindung mit dem Smartphone gibt es. Wie die 422GW besitzt auch die 322GW eine SOS-Funktion, bei der die Dashcam den Standort mit den Rettungskräften teilt, um einen schnellen Einsatz zu ermöglichen. Nach einem Crash wird die Aufnahme zur Beweissicherung gespeichert.

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Die Truecam A7s lässt einem die Wahl, ob man die Dashcam lieber mit einem Saugnapf oder mit Klebestreifen an der Windschutzscheibe befestigen möchte. Das 2,7-Zoll-Display ist angenehm groß, aber dafür anfällig für Kratzer. Aufpassen sollte man darüber hinaus beim GPS-Modul, welches schön einrasten muss, sonst gibt es eine Fehlermeldung. Darüber hinaus verfügt das Gerät über einen Blitzerwarner, aber Vorsicht – dieser muss in Deutschland ausgeschaltet bleiben, denn sonst drohen ein 75-Euro-Bußgeld sowie ein Punkt in Flensburg.

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Die iTracker mini0906 ist besonders. Einerseits sehr klein mit 7,5 x 4 x 4 Zentimeter, zudem ist eine Heckkamera sowie eine Fernbedienung mit dabei, das ist mehr als bei den meisten Modellen der Konkurrenz.

Die beiden Kameras klebt man (bei der Frontkamera ist eine Halteplatte dabei) an die Scheiben. Mithilfe der Platte kann man die Kamera schnell wieder entfernen. Hat die Scheibe eine starke Wölbung, ist das kein Problem, dafür gibt es kleine Keile, die mit dabei sind.

In der Wohnung wollten wir sie zuallererst ausprobieren, sie wollte selbst via USB-Kabel am PC angeschlossen nicht funktionieren, das Gerät braucht tatsächlich Bordspannung vom Zigarettenanzünder. Akku gibt es hier keinen.

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Die Bedienung erfolgt über drei Tasten und ist selbsterklärend und einfach. Sobald die Kameras Strom bekommen, starten sie die Aufnahmen. Manuelle Aufnahmen sind selbstverständlich möglich. Maximal dürfen die Clips fünf Minuten lang sein.

Filmt die Kamera, können zudem Fotos aufgenommen werden. Will man die Ergebnisse kontrollieren, ist das mit dem kleinen 1,5-Zoll-Bildschirm aber nicht komfortabel. Eine Verbindung zum Fernseher per HDMI ist da schon besser.

Wenn der Bewegungssensor aktiviert ist, wird zehn Sekunden aufgenommen und dann gestoppt, sobald die Kamera keine Bewegungen mehr registriert. Die Aufnahmen können mit Schreibschutz versehen werden, hierfür gibt es einen RF Remote Controller. Wenn es zum Unfall kommt, werden die Aufnahmen gegen das Löschen automatisch gesichert. Datum, Uhrzeit, Temperatur und GPS-Koordinaten sowie Geschwindigkeit lassen sich im Video einblenden dank der GPS-Anbindung.

Zur Ausstattung gehört ebenso die Parkraum-Überwachung, hier merkt man, wenn sich jemand am Auto zu schaffen macht. Die Dashcam muss dazu aber per mitgeliefertem Hardwire Kit an die Fahrzeugelektronik direkt angeschlossen werden.

Die Kamera an der Rückseite filmt auch mit 1.920 x 1.080 Pixeln und 30 Bildern, sie wird durch ein Kabel von sechs Metern mit Strom versorgt. Das sollte sogar für Vans oder Limousinen ausreichen. In separaten Ordnern werden die Videos der Rück- und Frontkamera gespeichert.

Die Farben werden sehr natürlich gezeigt, die Bewegungen flüssig. Wenn es dunkel ist, kämpft die Kamera mit Streulicht, das liegt bei uns aber auch an der Kamera-Position an der Frontscheibe. Wer eine kleine Kamera sucht und zusätzlich hinten aufzeichnen möchte, ist bei diesem Gerät richtig.

Die Nextbase 312GW kann definitiv mit unserer ersten Empfehlung mithalten, ausgenommen der WLAN-Verbindung gibt es kaum Kritikpunkte. Hier findet man einen 2,7 Zoll-Bildschirm und 140 Grad Weitwinkel, außerdem ein Glasobjektiv mit sechs Linsen. Das Gehäuse wirkt hochwertig, vor allem die Befestigung gefällt uns. Hier gibt es einen Saugnapf kombiniert mit magnetischer Halterung. Der Halter bleibt an der Scheibe, die Kamera kann man abnehmen und sie so vor Dieben schützen.

Es ist ein GPS-Modul integriert, das die Geschwindigkeit erfasst und blendet diese auf Wunsch im Video ein. Das Modul erfasst ebenfalls Standort-Daten, so kann die Route dann bei Google Maps nachverfolgt werden. Auf einer microSD-Karte mit 32 GB Kapazität finden Aufzeichnungen von bis vier Stunden Platz, die maximale Auflösung beträgt ordentliche 1080p bei 30 Vollbildern die Sekunde.

Die Qualität kann überzeugen. Die Aufnahmen sind gut, die Farben natürlich und auch Gegenlicht führt nicht zu einem starken Abfall der Bildhelligkeit. Nur der dezente Wippeffekt stört beim Video ein wenig. Das Bild wird im Dunkeln gut aufgehellt, ohne dass Details verloren gehen oder das Bild zu stark rauscht.

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Die Ausstattung beinhaltet einen Parkmodus, dieser wird aktiviert durch Bewegungen, markante Sequenzen werden vor dem versehentlichen Löschen geschützt, etwa beim Crash. Man kann die Belichtung individuell anpassen und das Nummernschild einblenden. Hier hält der integrierte Akku sogar bis maximal 30 Minuten durch, wenn die Stromversorgung mal unterbrochen wird.

Gut finden wir ebenfalls die recht ausführliche Bedienungsanleitung, aber auch mit der Anleitung konnten wir unser Smartphone mit dem WLAN des Nextbase verbinden. Das hätten wir jedoch gebraucht, damit wir die Nextbase-App nutzen können und die Videos so aufs Smartphone zu laden. Ansonsten überzeugt sie uns aber definitiv.

Die MiVue C540 hat ein 2-Zoll-Display und ist damit ziemlich kompakt. Sie hat eine Auflösung von 1.080 Pixeln mit 30 Vollbildern. Die Dashcam bietet einen beachtlichen 130 Grad Betrachtungswinkel, der verbaute Sensor ist von Sony. Angebracht wird die Cam mithilfe eines Saugnapfs. Leider funktioniert die Bedienung alles andere als intuitiv, zudem ist kein GPS-Sensor im Gerät integriert. Dafür gibt bietet es eine Notfallaufzeichnung sowie eine Parkaufzeichnung bei Kollisionen. Die Qualität ist recht ordentlich, bei Gegenlicht sind die Aufnahmen allerdings recht dunkel und zeigen leichtes Bildrauschen. Ansonsten zeigt die Cam aber keine allzu großen Schwächen. Dennoch gibt es in dieser Preisklasse Geräte, die mehr zu bieten haben.

Die Ausstattung der Truecam M7 GPS Dual ist beachtlich: Sie hat zwei Kameras, eine Frontkamera mit 1.080p30 und einem Weitwinkel von 150 Grad sowie eine Innenraumkamera mit 1.280 x 720 Pixeln. Die beiden Kameras werden vorne und hinten mit magnetischen Halteplatten an den Scheiben montiert, so können sie jederzeit entfernt und neu positioniert werden. Auch der GPS-Sender wird mit Magnet angedockt. Im Lieferpaket enthalten ist zudem ein CPL-Filter zur Reduktion von Spiegelungen des Innenraums auf die Frontscheibe.

Außerdem gibt es einen G-Sensor sowie eine App für den PC, mit der man im Nachhinein die Route nachverfolgen kann. In der Datenbank sind zahlreiche Blitzer-Standorte vermerkt und sie verfügt über eine automatisierte Parkplatz-Überwachung. Der Bedienkomfort überzeugt allerdings nicht, es gibt keine Touchbedienung, sondern nur zwei Tasten – intuitiv ist das nicht. Die Videoqualität ist dafür super, wenn auch nicht extrem scharf – das Wichtigste ist aber zu erkennen und die Dashcam punktet vor allem bei Dunkelheit. Insgesamt bekommt man mit der Truecam M7 GPS Dual eine gute Kamera, allerdings mit etwas nerviger Bedienung und auch die Magnet-Klebehalterung ist eher Geschmackssache.

Ebenfalls top ausgestattet ist die Garmin 65W. Sie besitzt eine simple Halterung mit einem Kugelgelenk, das mit magnetischer Montageplatte an Scheibe hält. Abgedeckt wird ein beachtlich großer Blickwinkel von 180 Grad. Die Steuerung funktioniert über Sprachbefehl oder das Display. Spurhalteassistent, Kollisionswarner und Parkassistenz sind inklusive, ebenso wie Informationen zu Ampelblitzern und Radarkontrollen. Auch Zeitrafferaufnahmen sind möglich. Die Aufnahmen können mit WLAN auf das Smartphone übertragen werden. Allerdings werden Farben nicht sehr kräftig wiedergegeben.

Wissenswertes über Dashcams

Der Einsatz einer Dashcam im Auto war bisher umstritten, aus Datenschutzgründen dürfen nicht permanent in der Öffentlichkeit Videos aufgezeichnet werden, denn damit werden auch Personen gefilmt.

Inzwischen werden die Videos jedoch von einigen Gerichten als Beweise zugelassen, der BGH hat nun am 15.Mai 2018 in einem Urteil Dashcam-Aufnahmen als Beweismittel, wenn es um die Klärung von Verkehrsunfällen geht, für zulässig erklärt. Dennoch darf man weiterhin nicht permanent aufzeichnen. Das heißt jedoch nicht, dass die Bilder dann im Zivilprozess nicht verwendet werden können, das hängt vom Einzelfall ab.

Jedoch stellt das Gericht auch klar, wie die Nutzung rechtlich einwandfrei funktioniert. Das klappt durch »dauerndes Überschreiben in kurzen Abständen und Auslösen der dauerhaften Speicherung erst bei Kollision oder starker Verzögerung des Fahrzeugs«.

Man sollte also darauf achten, dass die Kamera nicht stundenlang Aufzeichnungen macht, sondern die Videos ständig überschreibt und nur bei einem Unfall speichert. Die Möglichkeit gibt es aber bei den meisten der Dashcams.

Befestigung per Klebefolie oder Saugnapf.

Es ist aber klar, dass Dashcam-Aufnahmen nicht einfach so ins Internet gestellt werden dürfen, dazu braucht man die Einwilligung von Personen, die auf den Videos zu sehen sind, sonst verletzt man deren Persönlichkeitsrechte.

Wenn man eine Dashcam im Ausland nutzt, ist Vorsicht geboten, so sind Dashcams an der Windschutzscheibe z. B. in Österreich verboten, wird man erwischt, droht ein Bußgeld. Zudem wird in Belgien, Portugal, Schweden, der Schweiz und Luxemburg von der Verwendung abgeraten.

Ansonsten finden wir sie aber durchaus sinnvoll, zumindest so lange man verantwortungsvoll mit dem Bildmaterial umgeht.

So haben wir getestet

Wir wollten die Kamera-Qualität bei Tag und Nacht beurteilen und sind die Strecke daher sowohl tagsüber als auch im Dunkeln abgefahren. Dabei waren die einzigen Lichtquellen nachts Scheinwerfer von anderen Fahrzeugen oder Straßenlaternen.

Wir haben alle Cams parallel getestet, so mussten sie innen an der Windschutzscheibe großflächig verteilt werden. Daher wurden einige der Kameras weiter unten angebracht, dabei konnten wir Spiegelungen vom Armaturenbrett nicht vermeiden.

Alle Dashcams aus dem Test (obere Reihe): Ausdom AD282, Innosinpo Dash Cam HD, Oasser Car Dash Cam, Toguard CE680, Apeman C660, (untere Reihe): Pruveeo F5, Anker Roav Dashcam C1, iTracker DC-A119S, Yi Smart Dash Camera.
Alle Dashcams aus dem ersten Test.

Geachtet haben wir insgesamt auf den Bedienkomfort, die Verarbeitung und die Handhabung. Nicht alle kommen mit internem Akku, sie müssen also andauernd mit Strom versorgt werden, wir haben sie im Test per Powerbank und auch per Zigarettenanzünder betankt. Wichtig dabei: bei vielen Fahrzeugen liefert ein Zigarettenanzünder nur bei angeschalteter Zündung Strom. Wenn die Cam also gerade nicht geladen wird: nicht wundern und erstmal das Auto anmachen.

Nach dem Test kamen wir zur Erkenntnis, dass die Frontscheibe unbedingt sauber sein muss. Nach unserer Tagfahrt lag frischer Blütenstaub auf der Scheibe, den man kaum gesehen hat, im Dunkeln beeinträchtigte der aber die Bildqualität, so wurde das einfallende Licht gebrochen. Man sah das als viele kleine Spiegelungen, auch im Testvideo ist das zu sehen.

Das sind unsere sechs neuen Dashcams im Test: Crosstour Car Recorder CR700, Garmin Dash Cam 65W, iTracker mini0906, Yi Smart Dash Camera (untere Reihe), iTracker GS6000-A12, Apeman CS80 (obere Reihe).
Die sechs neuen Dashcams im Test.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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