Klingentanz im Badezimmer Test: Rasierer Aufmacher

Rasierapparate im Test : Klingentanz im Badezimmer

Update 31.01.2022

Ein Elektrorasierer sollte gründlich und zügig arbeiten, sanft zur Haut, gut verarbeitet, einfach zu reinigen und im Optimalfall auch wasserdicht sein. Außerdem muss man sich für eine Bauform entscheiden. Wer die Trockenrasur bevorzugt, muss sich also genau umsehen. Um Ihnen die Entscheidung ein wenig zu erleichtern, haben wir 49 Modelle getestet und können geeignete Exemplare für verschiedene Ansprüche empfehlen.

Update 31. Januar 2022

Wir haben weitere Rasierer getestet. Neue Empfehlungen sind der Series 9 9385cc von Braun, der S9987/55 von Philips und der Wahl 03615-1016.

Lars Schönewerk
testet als Technik-Redakteur vorwiegend Elektrokleingeräte und Fahrrad-Zubehör.

Der Bart ist der Inbegriff von Männlichkeit – und schon seit einigen Jahren wieder stark in Mode. Dennoch buhlt gerade jetzt am Markt eine schier nicht mehr zu überblickende Anzahl an Rasierern um die Gunst der Käufer. Doch das ist kein Widerspruch, im Gegenteil: Gerade das Herausarbeiten einer akkuraten Bartfrisur stellt nicht nur an Barttrimmer weitere Anforderungen, sondern auch an Rasierapparate, denn ausgefranste Koteletten sind wahrlich kein Hingucker.

Eine Rolle spielt die Frage nach der Bartfrisur beim Kauf eines Elektrorasierers in jedem Fall in mindestens einer Hinsicht, denn mit Folien- und Rotationsrasierern gibt es gleich zwei mögliche Varianten mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen. Während Bartträger zur Folienvariante greifen, eignen sich Rotationsrasierer besser zur Rasur des ganzen Gesichts.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Kompromisslos gutMit vielen ExtrasHightech fürs BadezimmerFür sensible HautKompaktBodenständig und bezahlbar
Test  Rasierapparat: Panasonic ES-LV6QTest: Braun Series 9 9385ccTest: Philips S9987/55Test Bartschneider: Philips OneBlade Pro QP6520/30Test: Wahl 03615 1016Test elektrische Rasierer: Braun 3040s (Series 3)
Modell Panasonic ES-LV6Q Braun Series 9 9385cc Philips S9987/55 Philips OneBlade Pro QP6520/30 Wahl 03615-1016 Braun Series 3 ProSkin 3040s
Pro
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr gründlich und anschmiegsam
  • Wenig Hautirritation
  • Wasserdicht
  • Automatische Transportverriege­lung
  • Sehr gründliche und sanfte Rasur
  • Gute Verarbeitung
  • Ergonomisch
  • Display vorhanden
  • Wasserdicht
  • Sehr gründliche und sanfte Rasur
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Display vorhanden
  • Wasserdicht
  • Sehr gründlich
  • Praktisch keine Hautirritation
  • Ladestation
  • Wasserdicht (IPX7)
  • Sehr angenehme Haptik
  • Solide Verarbeitung
  • Leicht und kompakt
  • Reizarme Rasur
  • Günstig
  • Gute Rasur
  • Wasserdicht (IPX7)
  • Preiswert
Contra
  • Teuer
  • Teuer
  • Teuer
  • Schneidet das Barthaar nicht besonders kurz, sodass es schnell nachwächst
  • Verhältnismäßig teure Wechselklingen
  • Nicht so gründlich wie größere Modelle
  • Unbeweglicher Klingenkopf, deshalb nicht so anschmiegsam
  • Kein Display
Bester Preis
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Kompromisslos gut: Panasonic ES-LV6Q

Kompromisslos gut

Panasonic ES-LV6Q

Test  Rasierapparat: Panasonic ES-LV6Q
Gründlich, schnell und wenig reizend: Der Panasonic ES-LV6Q ist ein rundum toller Rasierer.

Die Qual der Wahl entsteht immer bei der Frage, welche Kompromisse man einzugehen bereit ist. Wo Licht ist, ist bekanntlich immer auch Schatten. Das gilt natürlich auch für den Panasonic ES-LV6Q. Der Rasierer ist gut ausgestattet, stabil, schnell, sanft, gründlich und leise, aber auch er hat einen Haken: Das Preisschild. Weil der Apparat dafür aber einen enorm hohen Gegenwert liefert, können wir ihn dennoch wärmstens empfehlen.

Äußerlich wirkt der ES-LV6Q mit seinem durch silbrig glänzende Elemente aufgebrochenen, schwarzen Gehäuse recht edel, obwohl vorwiegend Kunststoff zum Einsatz kommt. Der positive Eindruck setzt sich in der Haptik fort, alles wirkt gut verarbeitet und sehr solide. Dank der ergonomischen Form und gummierten Flächen an den richtigen Stellen liegt er zudem hervorragend in der Hand. Sobald man ihn anfasst, offenbart sich zudem ein besonderes Merkmal, denn prompt schaltet sich das Display ein und informiert den Nutzer über den Ladestand des Akkus.

Damit ist es aber noch nicht getan, denn die Berührungserkennung löst gleichzeitig auch die Transportverriegelung. Lässt man das Gerät los, schaltet sich der Bildschirm wieder aus und die Verriegelung an. Das als »Smart-Lock-Sensor« angepriesene Feature funktioniert in der Praxis einwandfrei und beschert eine gehörige Extraportion Komfort. Schaltet man den Rasierer an, zeigt das Display die verstrichene Zeit in Sekunden an. Außerdem informiert es den Nutzer, wenn eine Reinigung oder der Austausch von Scherfolien und -messern nötig sind.

Der Kopf des ES-LV6Q ist großzügig dimensioniert, doch die naheliegende Annahme, man würde aufgrund der 4,1 x 3 Zentimeter großen Oberfläche an Präzision einbüßen, täuscht, was nicht zuletzt dem guten Überblick zu verdanken ist, den der Apparat gewährt. Innerhalb des wuchtigen Haupts stecken vier Scherfolien und ein Integralschneider, womit der ES-LV6Q in Sachen Scherelementen in der obersten Liga spielt. Unterstützt wird das System zusätzlich durch einen Bartdichtesensor, der die Geschwindigkeit an Dicke und Fülle der Barthaare anpasst und so für eine sanfte Rasur sorgen soll.

Und sanft ist die Rasur in der Tat – lediglich der Philips OneBlade konnte im Test mit noch weniger Hautreizungen aufwarten. Das dürfte allerdings nicht nur am Bartdichtesensor liegen, sondern auch an der hohen Gründlichkeit, die mehrfach wiederholtes Durchgehen in den allermeisten Gesichtsregionen überflüssig macht. Neben der Abwesenheit juckender Haut bringt das noch einen weiteren Vorteil: Man spart Zeit.

Die Gründlichkeit erlangt das Gerät neben dem erwähnten Schersystem auch über die flexible Lagerung des Kopfes, der in fast jede Richtung geneigt werden kann, wodurch er sich so gut an die Haut anschmiegt, dass sonst höchstens Rotationsrasierer mithalten können. Auf Wunsch kann man den Wackelkopf aber auch feststellen.

Ein ausklappbaren Präzisionstrimmer befindet sich an der Rückseite, auch dieser kann in seiner Position fixiert werden. An einen richtigen Trimmer oder auch nur einen Trimmeraufsatz, wie man sie zuweilen bei Philips und Remington sieht, kommt die kleine Klinge aber nicht heran.

Mit vielen Extras: Braun Series 9 9385cc

Mit vielen Extras

Braun Series 9 9385cc

Test: Braun Series 9 9385cc
Braun hat mit dem Series 9 einen Premium-Rasierer zum Premium-Preis im Angebot – Reinigungsstation inklusive.

Der Series 9 9385cc von Braun zieht gemeinsam mit der passenden Reinigungsstation ins Badezimmer ein, die, wie der Rasierer selbst, einen erfreulich hochwertigen Eindruck macht. Zudem ist sie überraschend auskunftsfreudig und klärt bereitwillig über den Reinigungskartuschen-Zustand und den Ladevorgang des Rasierers auf.

Der Aktionsradius des Kopfes ist zwar vergleichsweise eingeschränkt, Rasieren klappt aber trotzdem – und zwar sehr gründlich, ohne auch nur die kleinste Hautreizung hervorzurufen. Besonders praktisch ist in unseren Augen der verbaute Trimmer. Der wird nämlich nicht wie bei der Konkurrenz herausgeklappt, sondern herausgeschoben, was sein Einsatzspektrum deutlich erweitert.

Natürlich sind beim Rasur-Flaggschiff von Braun auch jede Menge Extras mit an Bord, die das Rasieren einfacher und besser machen sollen. Schallvibrationen sollen beispielsweise die Gleitfähigkeit verbessern und ein Bartdichte-Sensor passt die Schnittbewegungen entsprechend der Wuchs-Dichte an. Das Display des Braun-Rasierer hält sich optisch zurück, zeigt aber, neben dem Akkustand, auch Verriegelungsinformationen und Pflegehinweise an.

So bleibt als einziger Kritikpunkt des Braun sein vergleichsweise hoher Preis. Wer bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, erhält mit dem Series 9 9385cc aber einen absoluten Top-Rasierer.

Hightech fürs Badezimmer: Philips S9987/55

Hightech fürs Badezimmer

Philips S9987/55

Test: Philips S9987/55
Philips stattet sein Flaggschiff mit einer Menge Funktionen und Zubehör aus – teils praktisch, teils spaßig.

Im S9987/55 hat Philips jede Menge technische Spielereien untergebracht. Die Sorgen dafür, dass die Qualität der Rasur über alle Zweifel erhaben ist, machen den Rasierer zugleich aber alles andere als billig.

Das Zubehör, mit dem der schnörkellos designte Philips-Rasierer im heimischen Badezimmer Einzug hält, kann sich durchaus sehen lassen. Im Lieferumfang sind ein Ladeständer, ein Reinigungspinsel, ein Hartschalenetui und eine Reinigungsstation enthalten. Insgesamt bewegen sich Haptik und Verarbeitungsqualität auf einem sehr hohen Niveau – sollten sie angesichts des Preises allerdings auch.

Ein rückseitig integrierter Klapptrimmer ist zwar vorhanden, allerdings nur etwas für den Notfall, um den Bart damit umfangreich zu stylen, ist er nämlich gänzlich ungeeignet. Deutlich nützlicher ist da schon das OLED-Display. Das gibt nicht nur über den Akkustand Auskunft, sondern zeigt auf Wunsch auch ein Menü über das sich beispielsweise die Beleuchtung des Rasierers abschalten lässt.

Und dann gibt es da noch »Pressure Gard«. Das Feature misst den Druck, mit dem der Rasierer auf die Gesichtshaut gepresst wird und gibt über einen Farbring am Kopf des Rasierers Auskunft darüber. Im Test hat das gut funktioniert, der Nutzen sei an dieser Stelle einmal dahingestellt.

Deutlich mehr Einfluss auf die Qualität der Rasur haben da schon die Bewegungs- und Bartdichte-Sensoren. Im Praxiseinsatz überzeugt der damit ausgestattete Philips mit einer enorm gründlichen Rasur. Sorgen um eine gereizte Haut muss man sich hier nicht machen.

Technik-Fans bekommen mit der App »Philips GroomTribe« ein besonderes Schmankerl serviert, denn hat man den Rasierer erst einmal via Bluetooth mit seinem Smartphone verbunden, kann man damit seine Rasierstatistiken einsehen, Bartstyling-Tipps recherchieren und diverse Einstellungen am Rasierer selbst vornehmen. Wer auf der Suche nach einem hochwertigen Rotationsrasierer ist, kann beim S9987/55 bedenkenlos zugreifen – sofern er über das nötige Kleingeld verfügt.

Für sensible Haut: Philips OneBlade Pro QP 6520/30

Für sensible Haut

Philips OneBlade Pro QP6520/30

Test Bartschneider: Philips OneBlade Pro QP6520/30
Der OneBlade Pro QP6520/30 ist wasserdicht, sehr gründlich und außergewöhnlich sanft zur Haut.

Dass der Philips OneBlade Pro QP 6520/30 ein Exot ist, wird schon auf den ersten Blick deutlich. Das Gerät ist signifikant schmaler als die die Konkurrenz und erinnert aufgrund der flachen, freistehenden Klinge an einen Nassrasierer. Die Form dient aber nicht nur als optisches Alleinstellungsmerkmal, sondern begründet die Funktionsweise des Geräts, denn anders als die Konkurrenz setzt es weder auf Scherfolien, noch auf kreisrunde Lamellen, sondern eben auf die namensgebende Einzelklinge.

Diese bewegt sich extrem schnell hin und her, während der Motor ein leises, nicht störendes Surren von sich gibt. Das Konzept geht auf, denn die Rasur mit dem OneBlade ist schnell, schonend und gründlich – zumindest auf den ersten Blick. Dass Hautreizungen praktisch vollständig ausbleiben, erkauft sich Philips hier nämlich mit einem kleinen Trick, denn der OneBlade schneidet die Haare nicht ganz so dicht an der Haut ab.

Als Folge bekommt man zwar eine butterweiche Rasur, aber auch nach kurzer Zeit wieder einen Bartschatten. Häufiges Rasieren ist also Pflicht, um ein gepflegtes Aussehen zu bewahren. Ein weiterer Nachteil ist außerdem die fehlende Auffangkammer für Stoppeln, abgeschnittene Haare landen somit direkt im Waschbecken.

Als Multigroomer hat sich der OneBlade auch den Einsatz in anderen Körperregionen auf die Fahne geschrieben. Das Gerät ist nach IPX7 zertifiziert, also wasserdicht, und kann somit auch mit Rasierschaum für die elektrische Nassrasur benutzt werden.

Den OneBlade gibt es in verschiedenen Varianten und zu unterschiedlichen Preispunkten. Der von uns getestete QP6520/30 ist das Premium-Modell und hat seinen günstigeren Brüdern  eine Ladestation, einen besseren Akku und ein Display voraus. Vor allem letzteres bietet einen nicht zu unterschätzenden Komfortvorteil, denn nur damit lässt sich der aktuelle Akku-Ladestand in Erfahrung bringen.

Darüber hinaus liegt dem Set ein Scherkamm bei, der dem Nutzer beim Stutzen von Bartfrisuren helfen soll. Leider konnte uns das billige Plastikteil überhaupt nicht überzeugen. Wer derartige Vorhaben hat, sollte unbedingt zu einem richtigen Barttrimmer greifen und den Kamm links liegen lassen.

Kompakt: Wahl 03615-1016

Kompakt

Wahl 03615-1016

Trotz seines vergleichsweise günstigen Anschaffungspreises, macht der 03615-1016 von Wahl einen recht hochwertigen Eindruck. Mit ein Grund hierfür ist seine schicke, aus Metall gefertigte Aufbewahrungsbox. Auch die übrige Ausstattung, nämlich eine zweiter Klingensatz und eine Scherfolie, können sich sehen lassen.

Das Kunststoffgehäuse des Rasierers ist mattschwarz und wird durch Elemente in Silber optisch aufgehübscht. Für eine gute Haptik sorgt die Gummierung der Oberfläche. Lediglich in puncto Ergonomie muss man bei dem rechteckigen Rasierer Abstriche machen, die kompakte Bauweise erlaubt es jedoch, ihn gut zu greifen.

Die übrige Ausstattung des Wahl ist recht spartanisch, mehr als einen Schieberegler und eine Ladeanzeige gibt es hier nicht. Der Stromanschluss befindet sich an der Geräte-Unterseite, das dazugehörige Kabel kann man leicht in der Metallbox verstauen.

Im Vergleich zu den Platzhirschen der bekannten Hersteller hat der Wahl bei der Rasierleistung – wenig überraschend – das Nachsehen. Dennoch ist die Rasierleistung erstaunlich gut und kann es ohne weiteres mit deutlich größeren Modellen aufnehmen. Hautreizungen treten kaum auf, die Gründlichkeit der Rasur ist hingegen mehr als ordentlich.

Um einen lang gewachsenen Vollbart zu entfernen, ist der Wahl allerdings nicht geeignet, damit ist der kompakte Rasierer dann doch etwas überfordert. Wer sowieso keinen Vollbart trägt und einen kompakten Rasierer sucht, der auch im beengten Reisgepäck noch Platz findet, ist mit dem Wahl 03615-1016 bestens bedient.

Bodenständig und bezahlbar: Braun Series 3 ProSkin 3040s

Bodenständig und bezahlbar

Braun Series 3 ProSkin 3040s

Test elektrische Rasierer: Braun 3040s (Series 3)
Nicht ganz so gründlich wie die Spitzenmodelle, für den Preis aber mehr als ordentlich.

Die Braun Series 3  ist offenbar ein Erfolgsmodell, denn es gibt sie schon seit einigen Jahren. Die Gründe dafür werden schnell klar, wenn man sich den Pro Skin S 3040 ansieht, denn das Gerät könnte geradezu als Typenexempel für einen Folienrasierer fungieren. Anstatt ein Füllhorn von Zusatzfunktionen auszuschütten, besinnt sich Braun hier auf das Wesentliche.

Dem puristischen Ansatz folgeleistend gibt es keinen Bildschirm für die Akku-Ladestandsanzeige und auch der Scherkopf beschränkt sich auf zwei Folien und einen Integralschneider. Die Scherelemente sind aber immerhin nach links und rechts beweglich, wodurch sie sich zumindest ein bisschen der Gesichtsform anpassen. Der Kopf selbst ist allerdings feststehend mit dem restlichen Korpus verbunden.

Die Rasur ist somit vor allem auf unebenem Terrain, wie dem Hals, nicht ganz so schnell und angenehm wie mit manch einem Konkurrenzprodukt, an Gründlichkeit mangelt es aber zum Glück nicht. Auch lässt die Verarbeitung des rutschfest gummierten und wasserdichten Rasierapparats keinen Anlass zur Klage. Eine Schnelladefunktion und eine solide Laufzeit von über 70 Minuten pro Akkuladung halten ihn derweil am Schnurren.

Der wichtigste Punkt, den der Braun Series 3 ProSkin 3040s für sich verbuchen kann, ist allerdings der Preis, denn der ist angenehm niedrig. Besonders für Einsteiger in die Trockenrasur, aber auch als Zweitrasierer eignet er sich deshalb hervorragend.

Was gibt es sonst noch?

Zu vielen Rasierapparaten gibt es ähnliche Modelle, auch zu den hier vorgestellten. So ist der Panasonic ES-LV65 ein Vorgänger des ES-LV6Q. Gegenüber dem Nachfolger ist er nicht ganz so flexibel, außerdem fehlt die automatische Verriegelung. Dafür ist er aber auch für deutlich weniger Geld zu bekommen.

Der Philips OneBlade QP2530/30 ist die günstigere Einstiegsvariante des Geräts und das merkt man: Er hat kein Display, kein weiteres Zubehör und der Akku reicht nur halb so lange. Hier lohnt sich wiederum die Ersparnis nicht.

Wer Besuch beeindrucken will und Rotationsrasierern den Vorzug gibt, kann sich den Philips SP9860/16 ansehen. Das Flaggschiff aus der sogenannten »Prestige Series« kommt mit edlem Metallgehäuse und einer induktiven Qi-Ladestation, kostet aber auch einen entsprechend hohen Betrag. Wie für alle anderen von Philips zahlreichen Rotationsrasierern gilt auch hier: Die Geräte rasieren gut und sind auch gut verarbeitet, für ihre Leistung insgesamt aber etwas zu teuer.

Wissenswertes über Elektrorasierer

Nachdem die Entscheidung zwischen Trocken- und Nassrasur gefallen ist, gibt es gleich noch eine zweite zu treffen, sofern man sich für die trockene Variante entschieden hat: Folien- oder Rotationsrasierer? Auch hier gilt: Beides hat seine jeweiligen Vorzüge.

Folienrasierer arbeiten mit fein perforierten Scherfolien. Die Barthaare geraten in die kleinen Öffnungen und werden von darunterliegenden, vibrierenden Klingen abgeschnitten. Die Auflageflächen an den Köpfen solcher Modelle sind in aller Regel rechteckig. Der Aufbau ist die erste Wahl für Bartträger, da man sehr genau einschätzen kann, wo genau man gerade rasiert, und somit nicht in Gefahr gerät, versehentlich Löcher in den Bart zu schneiden.

Rotationsrasierer setzen hingegen auf drei kreisrunde Scherlamellen, die im Dreieck zueinander angeordnet sind. Da die einzelnen Elemente zumindest bei höherwertigen Modellen separat gelagert sind, schmiegen sie sich hervorragend an die Gesichtsform an. Außerdem sind die Köpfe meist größer als die von Folienrasierern und erlauben dadurch schnellere Rasuren. Das gilt aber nur für Nutzer, die ihre Gesichter wirklich komplett von Haaren entledigen wollen, denn aufgrund der eigenwilligen Form ist ein zielsicheres Ausrasieren klarer Bartkonturen praktisch so gut wie unmöglich und der Versuch verkommt zu einer nervenaufreibenden und zeitfressenden Angelegenheit.

Beide Arten von Rasierapparaten kann man wahlweise im Set mit einer Reinigungsstation erwerben, in der die Geräte von einer desinfizierenden Lösung gesäubert und nebenher auch aufgeladen werden. Das funktioniert in der Praxis, bringt aber nur einen Komfortvorteil, denn auch ohne eine solche Station kann man Rasierer gründlich reinigen. Die Kartuschen sind gleichzeitig sehr teuer und verursachen dadurch hohe laufende Kosten, die sich zum ohnehin schon meist stattlichen Aufpreis für den Kauf der Station addieren. Das Verhältnis von Preis zu Nutzen erachten wir deshalb als unzureichend.

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