Mit einem Ohr im Kinderzimmer Test: Babyphone Philips Avent

Babyphone im Test : Mit einem Ohr im Kinderzimmer

Update 07.09.2022

Für frischgebackene Eltern gehört ein Babyfon zur Grundausstattung. Modelle gibt es zahlreich, viele davon unterstützen Video oder bieten zusätzliche Funktionen, wie Einschlafhilfen oder Nachtlichter. Nicht alles davon ist nötig oder sinnvoll. Wir haben 40 Babyphone getestet. Vier Modelle können wir empfehlen.

Update 7. September 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

1. Juli 2021

Wir haben acht weitere Babyphone getestet, davon ein reines Audio-Gerät und sieben Video-Modelle. Das Heimvision Soothe 3 haben wir als neue Empfehlung gekürt, das HelloBaby HB24 ist keine Empfehlung mehr und nun unter „Was gibt es sonst noch“ zu finden.

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Lars Schönewerk
testet als Technik-Redakteur vorwiegend Elektrokleingeräte und Fahrrad-Zubehör.

Eltern wollen natürlich immer wissen, dass es ihrem Kind gut geht – auch nachts. In kleinen Wohnungen kann man die Tür einen Spalt offen lassen, um sofort zu wissen wenn etwas nicht stimmt. Aber bei größeren Unterkünften reichen gute Ohren nicht immer aus und spätestens wenn mehrere Etagen im Spiel sind, kommt man nicht mehr um Hilfsmittel herum.

Babyphone lösen das Problem, indem sie die Geräusche aus dem Kinderzimmer übertragen – und manchmal auch das Bild, sofern man sich für ein Video-Modell entscheidet. Während die Grundfunktionen bei allen Geräten problemlos vonstatten gehen, kommen im Hinblick auf Zusatzfunktionen, Tonqualität und Reichweite deutliche Unterschiede zum Vorschein.

Damit Sie direkt das richtige Babyphone für Ihre Bedürfnisse finden, haben wir in diesem Test 40 Babyphone eingehend unter die Lupe genommen. Es gilt: Nicht für jeden Einsatzzweck braucht man ein teures Babyphone. Das spiegelt sich auch in unseren Empfehlungen wider.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Klang und ReichweiteUmfangreicher LuxusVernünftiger Purist
Babyphone Test: ImageTest  Babyphone: Philips Avent SCD735/26Test  Babyphone: reer Rigi DigitalTest  Babyphone: HelloBaby HB24Test: Philips Avent Scd723/26Test: Reer Projektor BabyphoneTest: Reer Neo DigitalTest: Heimvision Hm136+2Test Ratgeber Schlafen: Ab ins Bettchen!: Hartig + Helling 40014 Digitales BabyRuf GerätTest: Truelife Nannywatch A15Test: Vava Va Ih006Test Babyphone: Philips Avent SCD501/00Babyphone Test: Philips SCD503/26Test  Babyphone: GHB VB601Test: Truelife Nannycam H32Test: Bildschirmfoto 2020 03 10 Um 15.31.42Test: Babymoov Yoo MoovTest: Reer Ip BabycamTest: Philips Avent Scd833/26Test: Philips Avent Scd843/26Test  Babyphone: Cosansys VB601Test  Babyphone: KYG VB605Test: Truelife Nannycam V24Test Babyphone: Motorola MBP 8Test Babyfon: OLYMPIA 40113Test: Babymoov Premium Care A014204Test  Babyfon: AngelCare  AC 423-DTest: Gobran Vxp 5
Modell Philips Avent SCD713/26 Philips Avent SCD735/26 Reer Rigi Digital HelloBaby HB24 Philips Avent SCD723/26 Reer Projektor-Babyphone Reer Neo Digital Heimvision HM136 Hartig + Helling MBF 8181 TrueLife NannyWatch A15 Vava VA-IH006 Philips Avent SCD501/00 Philips Avent SCD503/26 GHB VB603 TrueLife NannyCam H32 NUK Eco Control Audio 500 Babymoov Yoo-Moov Reer IP BabyCam Philips Avent SCD833/26 Philips Avent SCD843/26 Cosansys VB601 KYG VB605 TrueLife NannyCam V24 Motorola MBP 8 Olympia 40113 Babymoov Premium Care AngelCare AC 423-D Gobran VXP-5
Pro
  • Hervorragende Gesprächs­qualität
  • Hohe Reichweite
  • Mit Batterien oder Netzteil nutzbar
  • Nachtlicht und Schlaflieder
  • Hervorragende Gesprächs­qualität
  • Hohe Reichweite
  • Mit Batterien oder Netzteil nutzbar
  • Viele Zusatz­funktionen
  • Solide Reichweite
  • Mit Batterien oder Netzteil nutzbar
  • Integriertes Nachtlicht
  • Einheiten verbinden sehr schnell
  • Kann Schlaflieder abspielen
  • Hervorragende Gesprächs­qualität
  • Hohe Reichweite
  • Gute Ausstattung
  • Mit Batterien oder Netzteil nutzbar
  • Nachtlicht und Schlaflieder
  • Hübsches Design
  • Kompakte Elterneinheit
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Netzunabhängig betreibbar
  • Solide Reichweite
  • Günstig
  • Gute Bildqualität
  • Trennungsalarm
  • Sehr gute Ausstattung
  • Guter Preis
  • Klein und leicht
  • Die Hände bleiben frei
  • Solide Bildqualität
  • Guter Vox-Modus
  • Steuerbare Kamera
  • Hohe Bildqualität
  • Hübsches Design ...
  • Sehr gute Ton­wiedergabe
  • Sehr gut verarbeitet
  • Hohe Reichweite
  • LEDs zeigen Lautstärke­pegel
  • Großes Display
  • Gute Verarbeitung
  • Großes Display
  • Gute Verarbeitung
  • Akku beiliegend und entnehmbar
  • Ordentliche Sprach­qualität
  • Mehrfarbiges Nachtlicht
  • Trennungsalarm
  • Praktisch unbegrenzte Reichweite
  • Als Video- oder Audio-Babyphone nutzbar
  • Stabiler Stand
  • Hohe Sprachqualität
  • Gute Verarbeitung
  • Als Video- oder Audio-Babyphone nutzbar
  • Stabiler Stand
  • Hohe Sprachqualität
  • Gute Verarbeitung
  • Integrierter Akku im Elterngerät
  • Günstig
  • Kompakte Maße
  • Kompakte Maße
  • Günstig
  • Keine leeren Akkus möglich
  • Günstig zu haben
  • Gute Tonqualität
  • Relativ hohe Reichweite
  • Sehr hübsches Design
  • Mittlerweile ein Klassiker
  • Angenehme Haptik
  • Meistens gute Bildqualität
Contra
  • Großes Gehäuse
  • Großes Gehäuse
  • Sehr teuer
  • Batteriefach ist verschraubt
  • Nur ein USB-Netzteil
  • Nur zwei Empfindlichkeits­stufen
  • Wenig Einstellungs­möglichkeiten
  • Nur zwei Empfindlichkeits­stufen
  • Menü nur in Englisch
  • Großes Gehäuse
  • Umständliche Bedienung
  • Nachtlicht ist eventuell zu hell
  • Nur ein Netzteil
  • Batteriefach ist verschraubt
  • Nur ein USB-Netzteil
  • Keine Empfindlichkeits­anpassung
  • Sehr magerer Funktions­umfang
  • Laute Tasten
  • Schlechter Ständer
  • Mäßige Sprachqualität (übersteuert)
  • Zwei unterschiedliche Netzteile für Eltern- und Kindgerät
  • Handhabung nur mittel­mäßig
  • Veraltete Mini-USB-Anschlüsse
  • Dünner Funktions­umfang
  • Sehr geringe Reich­weite
  • ... das leider nicht allzu praktisch ist
  • Leise
  • Kein Vox-Modus
  • Phasenweise Farbfehler
  • Kamera ist relativ laut
  • Keine Temperatur­übertragung auf das Babyphone
  • Kein Akku-Betrieb möglich
  • Akkus im Eltern­gerät werden nicht aufgeladen
  • Kein Gegensprechen
  • Eco-Modus nicht einstellbar
  • Fest verlötetes Netzteil
  • Akkus im Eltern­gerät werden nicht aufgeladen
  • Baby-Gerät nur mit Steckdose nutzbar
  • Fummelige Menü­steuerung
  • Nur drei Empfindlichkeits­stufen
  • Mäßige Reichweite
  • Baby-Gerät nur mit Steckdose nutzbar
  • Fummelige Menüsteuerung
  • Nur drei Empfindlichkeitsstufen
  • Mäßige Reichweite
  • Plötzliche Empfangs­abbrüche bei Entfernung
  • Sehr langsames Umschalten in Vox-Modus
  • Mäßige Bildqualität
  • Leise
  • Unpraktisches Tasten-Layout
  • Versenkte USB-Buchsen (viele Kabel passen nicht)
  • Große Stellfläche
  • Etwas magerer Umfang
  • Unflüssige Video-Darstellung während des Gegen­sprechens
  • Sehr kleiner Bildschirm
  • Geringe Bildqualität
  • Teuer
  • Phasenweise extreme Bildfehler (Farben)
  • Kleiner Bildschirm
  • Geringe Bildqualität
  • Teuer
  • Baby-Gerät nur mit Steckdose nutzbar
  • Fummelige Menü­steuerung
  • Nur drei Empfindlichkeits­stufen
  • Gelegentliche Farb­stiche im Video
  • Baby-Gerät nur mit Steckdose nutzbar
  • Fummelige Menü­steuerung
  • Nur drei Empfindlichkeits­stufen
  • Zu leise
  • Baby-Gerät nur mit Steckdose nutzbar
  • Fummelige Menü­steuerung
  • Nur drei Empfindlichkeits­stufen
  • Veraltete Mini-USB-Anschlüsse
  • Eher zur Festinstallation gedacht
  • Geringe Reichweite aufgrund von 2,4 GHz-Funkübertragung
  • Sprache klingt leise und blechern
  • Trennungsalarm kommt erst sehr spät
  • Braucht lange nach Verbindungsabbruch
  • Probleme bei der Reich­weite
  • Unübersichtliche Tasten beim Elterngerät
  • Mitunter starke Software-Probleme
  • Lauter Kameramotor
  • Kamera reagiert langsam
  • Holprig übersetzte Menüs
  • Leise
Bester Preis

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Klang und Reichweite: Philips Avent SCD713/26

Klang und Reichweite

Philips Avent SCD713/26

Babyphone Test: Image
Solide Verarbeitung, hohe Reichweite und tolle Übertragungsqualität. Hier stimmt das Gesamtpaket.

Unser Testsieger, das Avent SCD713/26 von Philips ist rundum gut gelungen, denn es erfüllt alles, was man von einem Babyphone erwartet zur vollsten Zufriedenheit. Es ist gut verarbeitet und zudem einfach zu bedienen, was den selbsterklärenden Piktogrammen auf den Bedientasten und dem Display zu verdanken ist. Letzteres ist zwar klein und kann nur eine Schwarzweiß-Darstellung, da aber eh kein Bild übertragen wird, reicht das vollkommen aus.

Das Babyphone wird zusammen mit zwei Akkus der Größe AA (Mignonzelle) geliefert, die im Avent SCD713/26 aufgeladen werden können. Man muss sie also nicht wieder herausnehmen. Die Energiespender dienen dem Betrieb der Elterneinheit. Möchte man die Baby-Einheit ebenfalls komplett kabellos betreiben, ist auch das möglich, aber dafür müssen die passenden vier AA-Batterien anderweitig besorgt werden.

Ein absolutes Highlight ist eindeutig der DECT-Funk bzw. was Philips daraus gemacht hat. Die Tonübertragung des Babyphones ist klar und deutlich und steht jener von Festnetztelefonen in keinster Weise nach. Im Test zeigte sie sich außerdem als äußerst stabil: Selbst über eine Distanz von vier Stockwerken Altbau gab es weder Verbindungsabbrüche, noch einen Abfall der Übertragungsqualität. Auch der Vox- und Eco-Modus funktionierten einwandfrei.

Das Philips-Babyphone besitzt ein integriertes Licht und kann Schlummerlieder abspielen. Beide Funktionen können nach Belieben an beiden Einheiten des Babyphones ein- und ausgeschaltet werden.

Das Philips Avent SCD713/26 gehört nicht zu den günstigsten Modellen, liefert dafür aber ein tadelloses Gesamtpaket. Lediglich das große, klobige Design mag nicht jedem gefallen. Was die Funktion angeht, lässt das Babyphone aber kaum Wünsche offen.

Umfangreicher Luxus: Philips Avent SCD735/26

Umfangreicher Luxus

Philips Avent SCD735/26

Test  Babyphone: Philips Avent SCD735/26
Die aufgebohrte Version des Avent SCD713/26 bietet zusätzliche Funktionen – für einen happigen Preis.

Wenn es noch etwas mehr sein darf, ist das Babyphone Philips Avent SCD735/26 eine hervorragende Wahl. Man kann das Modell als aufgebohrte Premium-Version des Avent SCD713/26 verstehen, das mit allerhand netten Zusatzfunktionen aufwartet – ein Mehrwert, den sich Philips allerdings auch großzügig versilbern lässt. Für viele Interessenten wird sich der Aufpreis nicht lohnen, was den Gesamteindruck des Babyphones aber nicht schmälert.

Da sich die beiden Babyphone stark ähneln, gelten alle Vorzüge des Avent SCD713/26 auch bei der großen Schwester: Die gute Verarbeitung, die enorme Reichweite, die exzellente Sprachqualität und sämtliche Funktionen findet man auch hier. Einige Unterschiede gibt es aber natürlich schon. So ist zum Beispiel hier das Display ist nun etwas größer.

Wirklich praktisch ist hingegen das mitgelieferte Lade-Dock, mit dessen Hilfe die Akkus des Babyphones aufgeladen werden können, wie man es von Festnetztelefonen kennt. Somit wird der Stecker des Stromkabels weniger beansprucht, außerdem ist es natürlich komfortabler.

Neben den vom Schwestermodell bekannten Schlafliedern, wartet das Gerät noch mit einer anderen Unterhaltungsfunktion auf: Hinter einer Linse in der Baby-Einheit verbirgt sich ein Projektor, der sich bewegende, bunte Muster an die Decke zaubert. Das ist freilich eine Spielerei, der Effekt ist aber durchaus sehr hübsch anzusehen.

Außerdem verfügt die Baby-Einheit auch über das obligatorische Nachtlicht. Die Bedienung ist erneut vorbildlich, denn all diese Funktionen können an beiden Endgeräten ein- und ausgeschaltet werden.

Als reines Babyphone überzeugt das Philips Avent SCD735/26 in unserem Test, es ist aber auch nicht besser als das wesentlich günstigere Avent SCD713/26. Wer aber auf die Zusatzfunktionen Wert legt und bereit ist, den höheren Preis zu zahlen, erhält in jedem Fall ein tadelloses Babyphone.

Vernünftiger Purist: Reer Rigi Digital

Vernünftiger Purist

Reer Rigi Digital

Das Babyphone Rigi Digital von Reer eignet sich für alle Eltern, die auf Spielereien vollkommen verzichten können und nicht gerade in einem Palast wohnen, denn das Gerät beschränkt sich auf das Wesentliche, das erledigt es dafür aber ohne Probleme. Einziger Luxus ist ein integriertes Nachtlicht. Einschlafhilfen, Schlummerlieder oder ähnliches bleiben dem Nutzer verwehrt.

Beim Design orientiert sich Reer grob an den Modellen des Marktführers Philips mit seiner klobigen Bauform, bringt aber einige Eigenheiten, wie das niedliche Vogellogo, mit ein. Ein schönes Detail ist die klappbare Öse, die sich sowohl als Gürtel-Clip als auch zum Aufhängen des Gerätes eignet.

Sprachqualität und Reichweite des Babyphones sind überdurchschnittlich gut, erreichen allerdings nicht das extrem hohe Niveau der Philips-Geräte. Das bedeutet, dass der Empfang für normale Wohnungen problemlos ausreicht, bei großen Häusern mit dicken Decken aber unter Umständen an seine Grenzen stößt.

Das Rigi Digital lässt sich vollständig mit Batterien betreiben, das gilt auch für die Baby-Einheit. Pro Teil sind drei Mignonzellen nötig, also insgesamt sechs Batterien für den kabellosen Betrieb. Drei davon liegen als Akkus bei. Ansonsten lassen sich auch beide Einheiten per Micro-USB mit Strom versorgen. Störend fällt auf, dass das Batteriefach verschraubt ist – die Unzugänglichkeit für Kinder haben andere Hersteller eindeutig besser realisiert.

Unterm Strich leistet sich das Rigi Digital von Reer nur vergleichsweise kleine Schwächen und überzeugt dabei durch einen niedrigen Kaufpreis. Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt und seine Aufgaben verrichtet das Babyphone vollkommen zufriedenstellend. Wer mehr will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Was gibt es sonst noch?

HelloBaby HB24

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Test  Babyphone: HelloBaby HB24

Legen Sie auf die Bildübertragung gesteigerten Wert, lohnt sich ein Blick auf das Babyphone HB24 von HelloBaby. Die Bildqualität des Babyphones liegt in Bezug auf Kontrast und Schärfe im oberen Bereich und auch der Bildfluss ist geschmeidig. Bei der Reichweite liegt das HB24 im Mittelfeld, was angesichts der verwendeten 2,4-GHz-Technologie nicht allzu groß überrascht. Bei weiteren Entfernungen reduziert sich allerdings die Anzahl der Bildwiederholungen, die für einen weichen Bildfluss verantwortlich sind. Schön ist hingegen die kurze Dauer, die das Babyphone zum Hochfahren und für die Herstellung der Funkverbindung zur Kamera benötigt. Äußerst praktisch ist der Standfuß mit Kugelgelenk an der Baby-Einheit, dank dem sich die Kamera sowohl stellen als auch an die Wand hängen lässt.

Die Menüoberfläche des HelloBaby-Babyphones ist eine andere als die, die man auf den meisten Fernost-Babyphonen vorfindet. Sie bietet mehr Übersicht und ist eingängiger in der Navigation. Lediglich beim Vox-Modus lässt die Software Federn, denn hier stehen nur zwei Empfindlichkeiten zur Verfügung, bei den meisten Konkurrenten sind es drei. Dafür hat das Babyphone acht Schlaflieder vorinstalliert.

Philips Avent SCD503/26

Das Babyphone Avent SCD723/26 von Philips ist ein aktualisiertes Modell des Avent SCD713/26 und weist entsprechende Ähnlichkeiten auf. Neu hinzugekommen sind ein Vibrationsalarm und ein Nachtruhemodus, mit dem sich der Ton und die Bildschirmhelligkeit des Babyphones dimmen lassen. Ähnlich wie beim Avent SCD735/26 besitzt es eine Ladestation, die sich aber farblich nicht vom Rest des Gehäuses unterscheidet. Für die Anzeige des Geräuschpegels hat der Hersteller nun fünf anstatt drei LEDs verbaut. Ansonsten ist alles wie gehabt. Dass dieses Babyphone keine Empfehlung geworden ist, liegt letztendlich am Anschaffungspreis. Nochmal etwa 50 Prozent Aufpreis zum ohnehin schon hohen Preis stehen in keiner Proportion zu den eher geringfügigen Vorteilen des Gerätes.

Reer Projektor-Babyphone

Wir müssen zugeben: Das Design des Projektor-Babyphones von Reer ist ansprechend. Insbesondere die kreisrunde Elterneinheit sieht hübsch aus. Wie sich aber schon so oft in unserem Test herausstellte, ist Optik nicht alles. Beim Umfang der Funktionen hat der Hersteller nicht gespart: Mit Sternenprojektion, Schlafliedern, Gegensprechfunktion, Fütterungsalarm und einem Temperatursensor ist das Babyphone gut aufgestellt. Die grottige Bedienbarkeit sorgt beim Gerät aber für deutliche Punktabzüge: Durch eine Mehrfachbelegung sind die Tasten des Babyphones absolut überladen, allein mit ihrer Intuition werden Eltern nicht weit kommen.

Leider können wir dadurch nur ein zweifelhaftes Prädikat vergeben: Das Babyphone mit Projektor war das einzige der Testmodelle, dessen Handbuch wir vorab durcharbeiten mussten, um das Gerät überhaupt starten zu können. Wir waren dann zwar mit der Handhabung vertraut, leicht fielen uns die Eingaben deswegen aber nicht. Die Sternenprojektion sieht optisch hübsch aus und besitzt einen Wow-Effekt, ist aber als Einschlafhilfe viel zu hell konzipiert. Etwas weniger Helligkeit wäre hier wesentlich angenehmer gewesen.

Reer Neo Digital

Das Babyphone Neo Digital von Reer ähnelt unserer Empfehlung Reer Rigi Digital, ist aber vom Umfang der Funktionen deutlich abgespeckt. Auf eine Gegensprechfunktion und ein Nachtlicht hat der Hersteller verzichtet. Ebenso ist das Batteriefach der Baby-Einheit eingespart worden, was auf Kosten der Flexibilität des Neo Digital geht.

Sprachqualität und Reichweite sind mit der des Schwestermodells vergleichbar. Darüber hinaus ist das Reer Neo Digital etwas preisgünstiger als das Reer Rigi Digital. Wenn Sie auf Extras verzichten können, bekommen Sie immer noch ein solides Gerät. Da sich der Preisvorteil aber in Grenzen hält, raten unsere Tester trotzdem zum etwas teureren Schwestermodell.

Heimvision HM136

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Test: Heimvision Hm136+2

Das Babyphone HM136 von Heimvision ähnelt nur entfernt dem von uns empfohlenen Soothe 3 desselben Herstellers. Der Funktionsumfang und die Menüs ähneln sich zwar, darüber hinaus weisen beide Babyphone aber deutliche Unterschiede auf. Gegenüber unserer Empfehlung Soothe 3 besitzt das Heimvision-Babyphone eine viel dickere Eltern-Einheit und die Kamera des Kinder-Gerätes ist mit Bärenohren verziert. Bei der Verarbeitungs- und Materialqualität schneidet das Babyphone von Heimvision deutlich schlechter ab: Durch glattes, leicht glänzendes und billig wirkendes Plastik fehlt eine gute Haptik. Die Monitoreinheit besitzt trotz der größeren Abmessungen weniger Gewicht, die Tasten verfügen über einen recht hohen Gegendruck und knacken zudem bei jedem Knopfdruck. Der Ständer des Babyphones lässt sich ausklappen und wirkt nicht sehr robust, aber auch nicht so grazil wie der Ständer des Soothe 3. Als einziges Babyphone im Test bietet es eine Zwischenrasterung, sodass die Monitoreinheit in zwei unterschiedlichen Winkeln aufgestellt werden kann.

Uns gefiel die überdurchschnittliche Bildqualität des Babyphones. Diese erreicht in Bezug auf Kontraste und Farben aber nicht das Level des Soothe 3. Das Display des Babyphone könnte außerdem ein wenig mehr Helligkeit vertragen. Im Großen und Ganzen können wir aber bei der Optik des Babyphones nur wenig bemängeln, da das HM136 keinerlei Bildfehler produzierte. Bei der Akustik ist allerdings ein permanentes Übersteuern des Babyphones gegeben, was das Verstehen des Tons auf der Gegenseite fast unmöglich macht – Lautsprecherdurchsagen auf Bahnhöfen lassen grüßen. Bei der Ausstattung sieht es da schon positiver aus: Neben einem Vox-Modus stehen einige Schlummerlieder, Temperaturalarm und ein Fütterungswecker zur Verfügung. Besitzen Sie mehrere Kameras, können Sie diese mittels eines eigenen Knopfes an der Elterneinheit des Babyphones durchzappen. Anders als bei unserer Empfehlung fehlt dem Heimvision-Babyphone ein micro-SD-Karten-Slot und eine dazugehörige Aufnahmefunktion. Das HM136 von Heimvision gehört zu den besseren der von uns getesteten Video-Babyphonen. Aufgrund der vielen Mankos reicht es hier aber nicht zu einer Empfehlung.

Wissenswertes über Babyphone

Babyphone unterscheiden sich voneinander in verschiedener Hinsicht. Das betrifft etwa die Übertragungstechnik, wobei entweder auf den DECT-Standard, den man von schnurlosen Festnetztelefonen kennt, oder auf das 2,4-Gigahertz-Frequenzband, das unter anderem herkömmliche WLAN-Router nutzen, zurückgegriffen wird. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile: DECT bietet eine bessere Tonqualität und eine höhere Reichweite, außerdem ist die Übertragung weniger störungsanfällig, weil sich nur wenige andere Sender auf dem Frequenzband tummeln. Dafür hat DECT aber im Vergleich zum 2,4-GHz-Standard eine wesentlich geringere Bandbreite, Video-Übertragungen sind damit deshalb nicht möglich.

Zweitens muss man sich vor dem Kauf entscheiden, ob man auf die Bildübertragung gesteigerten Wert legt. Unseren Erfahrungen nach lohnt sich die Video-Option kaum, denn die Bildqualität ist selbst bei Marken-Babyphonen ziemlich bescheiden und geht zusätzlich zulasten der wesentlich wichtigeren Tonqualität. Außerdem gestaltet sich die Montage der Kamera-Einheiten schwieriger als man annehmen könnte, wenn man einen guten Überblick auf das Kinderbett haben möchte.

Während die Eltern-Einheit bei so gut wie allen Babyphonen per Akku oder Batterie betrieben werden kann, gilt das für die Baby-Einheit nur in Ausnahmefällen. Vor allem reiselustige Eltern profitieren aber von dieser Möglichkeit, denn so ist man komplett unabhängig von einer Steckdose. Aufgrund der höheren notwendigen Leistung für Kamera und 2,4-GHz-Funk sind Video-Babyphone mit reinem Batteriebetrieb sehr selten.

Alle Babyphone verfügen über die Möglichkeit, den Schwellenwert zu beeinflussen, ab dem eine Übertragung beginnt. Das Babyphone meldet sich dann erst, wenn das Kind weint, nicht aber bei leisen Nebengeräuschen oder einzelnen Glucksern. Das verschafft die Ruhe und senkt den Batterieverbrauch und die Strahlenbelastung, welche die Baby-Einheit verursacht.

Welches Babyphon ist das beste?

In unserem Test hat sich das Philips Avent SCD713/26 als klarer Favorit herauskristallisiert. Das Philips-Babyphone liefert hervorragende Gesprächsqualität und eine hohe Reichweite. Außerdem ist es sowohl mit Batterien als auch mit Netzteil nutzbar.

Welche Funktionen sind bei einem Babyphone mit Kamera wichtig?

Eine Nachtsichtfunktion ist bei einem Babyphone mit Kamera ein Muss. Schließlich will man das Kind rund um die Uhr im Auge behalten können. Ebenso nützlich ist eine Gegensprechfunktion, denn manchmal reicht schon eine vertraute Stimme, um dem Nachwuchs zu beruhigen.

Desweiteren sollte das Babyphone sie auch geräuschlos darauf aufmerksam machen, wenn ihr Kind weint. Etwa in Form einer Geräuschpegelanzeige oder eines Vibrationsalarms, der aktiviert wird, wenn eine bestimmte Lautstärke überschritten wird. Weitere nützlich Features sind eine Akkustandsanzeige und ein in die Babyeinheit integriertes Nachtlicht.

Gerade bei Babyphonen mit Kameras sollte man auch die Datensicherheit nicht außer Acht lassen. Denn diese können und werden auch gehackt, da Einbrecher so beispielsweise des Innere des Hauses im Vorfeld ausspionieren und prüfen können, ob jemand im Haus ist. Damit das nicht passiert, sollte ein Modell mit DECT-Übertragungsstandard gewählt werden, da hier das Signal verschlüsselt übertragen wird.

Was ist ein DECT Babyphone?

Die Abkürzung DECT bedeutet Digital Enhanced Cordless Telecommunications. Dieser Standard für kabellose Datenübertragung sorgt für sehr gute Klangqualität. Außerdem wird das Signal verschlüsselt übertragen. Das macht DECT-Babyphone abhörsicher.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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