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Union und SPD : Ist die Zeit der Volksparteien nun wirklich vorbei?

Aufbau vor den Messehallen in Hamburg: Das Logo der CDU wird für den Parteitag in Hamburg gebraucht. Aber braucht das Land die Volksparteien noch? Bild: dpa

Sie sollen im Kleinen abbilden, was die Gesellschaft im Großen ist. Das war der Grundgedanke der „Volksparteien“ und ist nötiger denn je. Die Praxis sieht leider anders aus.

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          Auch nach dieser Bundestagswahl wird es wieder heißen, die Ära der Volksparteien sei vorbei. Die Gründe dafür sind klar: Keine der „großen“ Parteien erreicht auch nur ansatzweise noch eine absolute Mehrheit, selbst mehr als 40 Prozent gelten schon als außergewöhnlich.

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Das war in der alten Bundesrepublik noch anders: CDU/CSU und SPD teilten sich weitgehend die Wählerschaft, auch wenn es für die absolute Mehrheit damals ebenso wenig reichte wie heute. Nur die CSU entsprach dem Ideal der Volkspartei. Die FDP verharrte als Klientelpartei gewissermaßen in der parteihistorischen Vergangenheit; die Grünen, die in den achtziger Jahren hinzukamen, waren eine Mischung aus Bewegung und Programmpartei, darin der SPD nicht ganz unähnlich und ebenfalls ein „Rückschritt“ aus der Perspektive der Volksparteien.

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