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Fachkräfte : Zu wenige kommen von außerhalb Europas

  • Aktualisiert am

Zwei Pflegerinnen schieben in einem Klinikum Patienten mit Rollstühlen durch einen Flur. Bild: dpa

Deutschland ist beliebt bei Arbeitnehmern – allerdings vor allem für Fachkräfte aus dem EU-Ausland. Aus Nicht-EU-Staaten kommen hingegen nur wenige.

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          Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt für Fachkräfte aus dem EU-Ausland ein beliebtes Ziel. Allerdings zieht es nur wenige Arbeitskräfte von außerhalb der Europäischen Union in die Bundesrepublik. Das ergibt eine Auswertung des Ausländerzentralregisters des Jahres 2018 durch die Bertelsmann-Stiftung.

          Demnach sind im vergangenen Jahr 38.682 Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten nach Deutschland gekommen. Das sind weniger als 0,1 Prozent des deutschen Marktes mit 47,5 Millionen Arbeitskräften und ist im Vorjahresvergleich nur ein geringes Plus (2017: 38 082). Hauptherkunftsländer für Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern sind Indien, die Vereinigten Staaten, Bosnien-Herzegowina und China.

          Die komplette Zuwanderung nach Deutschland war im vergangenen Jahr aber weit höher: Laut Auswertung der Stiftung mit Sitz in Gütersloh sind im vergangenen Jahr insgesamt 635.537 Menschen aus dem EU-Ausland nach Deutschland zugewandert. Von außerhalb der EU kamen 526.329 (45 Prozent). Viele der EU-Zuwanderer sind Fachkräfte. Mehr als 60 Prozent von ihnen haben einen Hochschul- oder Berufsabschluss. Die Stiftung geht aber davon aus, dass die Zuwanderung aus EU-Ländern langfristig abnehmen wird, weil auch dort die Bevölkerung älter und weniger wird.

          Von allen Zuwanderern, die nach Deutschland kamen, waren 9 Prozent Flüchtlinge (2015: 23 Prozent). 5 Prozent kamen aus beruflichen Gründen. Wegen des Familiennachzugs, Bildung oder aus sonstigen Gründen wanderten 31 Prozent ein. 55 Prozent kamen aus dem EU-Binnenmarkt.

          Nach Ansicht der Stiftung lindert die Zuwanderung den Fachkräftemangel in Deutschland. Wegen den zu erwartenden rückläufigen Zahlen aus dem Bereich der EU sollte die Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten daher an Bedeutung gewinnen. Aktuell „entwickelt sich diese Zuwanderung aber nur schleppend“, teilt die Stiftung mit.

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