https://www.faz.net/-gpc-99r3x

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

Zu wenig Flugstunden : Bundeswehr-Piloten verlieren Lizenzen

  • Aktualisiert am

Ein Bundeswehrhubschrauber des Typs NH-90 Bild: dpa

Weil nur ein Drittel aller Hubschrauber der Bundeswehr einsatzfähig sind, müssen einige Bundeswehrpiloten ihre Lizenzen ständig neu erwerben. Und das bei einer hohen Belastung durch Auslandseinsätze.

          Hubschrauberpiloten der Bundeswehr verlieren wegen mangelnder Flugstunden immer wieder ihre Lizenzen. Das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Parlamentsanfrage der Grünen hervor. Im Jahr 2017 büßten demnach 19 von 129 Hubschrauberpiloten ihre Fluglizenzen ein, weil sie das Soll an Realflugstunden nicht erfüllen konnten – das ist mehr als jeder zehnte Pilot. 2016 waren es demnach 12 von 135 Piloten. Die Lizenzen seien nach Schulungen abermals erteilt worden, schreibt Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber (CDU) in dem Papier.

          „Bei den wichtigsten Hubschraubertypen ist weiterhin nicht mal ein Drittel der verfügbaren Maschinen einsatzbereit“, sagte Grünen-Verteidigungspolitikerin Agnieszka Brugger der Deutschen Presse-Agentur. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bekomme die „desolate Situation bei den Hubschraubern kein bisschen in den Griff“. Leidtragende seien die Menschen in der Bundeswehr. „Die Situation ist so nicht weiter tragbar, statt der Ausflüchte und Ankündigungen der Ministerin sind echte Lösungen mehr als überfällig.“

          Brugger erkundigte sich auch nach der Belastung der Hubschrauberpiloten im Einsatz. Als planerische Grundlage sieht die Bundeswehr nach vier Monaten Einsatz eine Regenerationsphase von 20 Monaten vor dem nächsten Einsatz vor. Dieser Rhythmus muss wegen der Einsatzbelastung immer wieder durchbrochen werden – dem Papier zufolge sowohl bei Piloten der NH90-Transporthubschrauber in Mali als auch bei Piloten der CH53-Transporthubschrauber in Afghanistan. „Eine Entspannung ist unter Berücksichtigung der Auftrags-, Sicherheits- und Bedrohungslage in Afghanistan nicht zu erwarten“, heißt es dort.

          Weitere Themen

          Ai Weiwei befürchtet das Schlimmste Video-Seite öffnen

          Hongkong-Konflikt : Ai Weiwei befürchtet das Schlimmste

          Angesichts der Eskalation in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong warnt der chinesische Künstler Ai Weiwei vor einem Blutbad wie bei der Niederschlagung der Studentenproteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989.

          Einander zuhören

          F.A.Z.-Sprinter : Einander zuhören

          Um so etwas wie Gesellschaft überhaupt möglich zu machen, müssen die Menschen einander zuhören. Das ist dieser Tage wichtig in Hongkong, bei der SPD und – wie wir mit einer Aktion zeigen wollen – unter allen Menschen in Deutschland. Mehr dazu steht im Sprinter.

          Topmeldungen

          Das durch den Abbau von jährlich rund 40 Millionen Tonnen Braunkohle entstandene „Hambacher Loch“.

          Gigantischer Stromspeicher : Die Wasserbatterie im Hambacher Loch

          Was ein visionärer Plan: Ein gigantischer Stromspeicher für überschüssigen Wind- und Solarstrom soll im „Hambacher Loch“ entstehen. Die Technik dürfte Kennern bekannt vorkommen.
          Thomas Middelhoff beim Gespräch über sein neues Buch „Schuldig“ in Hamburg

          Middelhoff im Gespräch : „Es war die Gier nach Anerkennung“

          Thomas Middelhoff war Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann und galt als „Wunderkind“ der Wirtschaft. Dann kam der Absturz: Steuerhinterziehung, Haft, Privatinsolvenz. Jetzt bekennt sich der gestürzte Manager: „Schuldig“

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.