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: Schwerelos forschen

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Nach den vom Kalten Krieg diktierten Mondflügen hat sich der Wettstreit in der Raumfahrt entspannt, und mit den Raumstationen Saljut und Skylab sowie dem Apollo-Sojus-Programm gewann die Forschung an Gewicht. Europa begann, das Weltraumlabor Spacelab für die amerikanischen Raumfähren zu entwickeln.

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          Nach den vom Kalten Krieg diktierten Mondflügen hat sich der Wettstreit in der Raumfahrt entspannt, und mit den Raumstationen Saljut und Skylab sowie dem Apollo-Sojus-Programm gewann die Forschung an Gewicht. Europa begann, das Weltraumlabor Spacelab für die amerikanischen Raumfähren zu entwickeln. Damit sich die Forscher auf die Nutzung des Labors vorbereiten konnten, wurde in Deutschland das Texus-Programm ins Leben gerufen. Es sah Flüge von zweistufigen Höhenraketen vor, die jeweils fünfeinhalb bis sechseinhalb Minuten lang Experimente unter Schwerelosigkeit ermöglichten. Später kamen in Europa - von den Raumflügen abgesehen - Parabelflüge in Flugzeugen und Fallturm-Experimente für die Forschung hinzu. Der erste Start im Texus-Programm mit einer britischen Skylark-Rakete fand am 13. Dezember 1977 statt. Zum dreißigsten Geburtstag des weiterhin erfolgreich betriebenen Programms hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Broschüre mit dem Titel "Texus - Forschen in Schwerelosigkeit" herausgegeben. Darin werden die verwendeten Raketen und die Missionsprofile sowie die Geschichte der Flüge und des für die Unternehmungen genutzten europäischen Startplatzes Esrange bei Kiruna (Schweden) beschrieben. Ausführlich geht die Broschüre auf die verschiedenen Sparten der Experimente unter Schwerelosigkeit ein - hauptsächlich Materialwissenschaften, Physik und Biologie. (Die Broschüre "Texus - Forschen in Schwerelosigkeit" ist kostenlos beim DLR, Abt. Unternehmenskommunikation, Linder Höhe, 51147 Köln, erhältlich.)

          G.P.

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