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Rezension: Sachbuch : Harmonie im Universum

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Grundlagen der Stringtheorie

          Die so genannte Stringtheorie gilt für viele Wissenschaftler als aussichtsreichste Kandidatin für eine allumfassende physikalische Theorie, mit der sich alle bekannten Kräfte vereinen ließen. Man könnte mit ihr sowohl Einsteins Gravitationstheorie als auch die Quantenmechanik gemeinsam beschreiben. Diese beiden Theorien erklären zwar die Phänomene in ihrem Gültigkeitsbereich überaus erfolgreich. Es existieren aber Effekte etwa im Zentrum eines Schwarzen Lochs, die man nur mit einer Quantentheorie der Gravitation verstehen würde. Mit der Stringtheorie ließe sich diese Schwierigkeit vielleicht lösen. Dem stehen aber noch einige mathematische Hindernisse im Weg. Welche Vorteile die Stringtheorie dennoch hat, erfährt man in dem Buch von Brian Greene "Das elegante Universum". In allgemein verständlicher Sprache werden die seltsamen Aussagen des neuen physikalischen Modells vorgestellt. Danach sind Elementarteilchen wie Quarks oder Elektronen nicht punktförmig, sondern sie haben die Form von winzigen Schlaufen oder Strings, die wie Geigensaiten schwingen. Die Schlaufen treten jedoch erst unterhalb der unvorstellbar kleinen Planck-Länge von 10-33 Zentimetern zu Tage, wodurch sie mit den Energien heutiger Teilchenbeschleuniger nicht aufgelöst werden können. Greene, der selbst zu den führenden Stringforschern zählt, hilft mit zahlreichen Beispielen auch dem Laien, sich in der komplizierten und faszinierenden Welt der Strings zurechtzufinden.

          F.A.Z.

          Brian Greene: "Das elegante Universum". Verlag Siedler, Berlin 2000. 592 S., 49,90 Mark.

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