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  • : Vorher das Hirn eikljutschae, dann erst zammeschreiwe

    In Zyklen beschreiben lässt sich nicht nur die Historie im Allgemeinen, sondern auch vieles, was die Geschichte der Sprache betrifft. Auf den Aufstieg folgt eine zuweilen lange Blüte, ehe sich Niedergang und Zerfall einstellen. Wann die Geschichte der russlanddeutschen Dialekte beginnt, lässt sich ...
  • : Reise durchs All

    Die Astronomie zählt zu den ältesten Wissenschaften überhaupt. Ihre Anfänge liegen in der kultischen Verehrung der Himmelskörper. Bis sie sich von der Naturreligion, der Kalenderrechnung und schließlich von der Astrologie trennte und eine eigenen Disziplin formte, vergingen Jahrtausende. Heute ist ...
  • : Der Virtuose auf dem Siedepunkt

    Wie man sich die Werkstatt und den Schaffensprozess Ludwig van Beethovens vorzustellen habe, war für den Schweizer Zeichner und Kupferstecher Franz Hegi keine Frage. Aus dem Jahr 1834 stammt seine kolorierte Aquatinta mit dem vielsagenden Titel "Beethoven am Bache, die Pastorale komponierend". Ein vollgeschriebenes ...
  • : Im Elfenbeinkeller

    Als er "eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte", habe er sich "in einen Teilzeitdozenten für College-Englisch" verwandelt gefunden, kalauert ein amerikanischer Akademiker, der sich hinter dem Pseudonym Professor X verbirgt. Seinen Kafka kennt er also, wie es sich für einen Schreib- und Literaturlehrer ja ...
  • : Titanen der Urzeit

    Dinosaurier üben seit jeher auf Jung und Alt eine große Faszination aus. Schon allein ihre majestätischen Namen wie Tyrannosaurus rex, Brachiosaurus oder Titanosaurus beflügeln die Phantasie. Die größten und schwersten Exemplare waren fast 40 Meter lang, zehn Meter hoch und rund 80 Tonnen schwer.
  • Rezension : Eine Volksmechanik

    Die Erde ist voll von geometrischen Formen, die zumindest im Reich des Lebendigen vor allem einem Zweck dienen: Funktionen so optimal wie möglich zu erfüllen. Es sind "in erbarmungsloser Auslese" gereifte Resultate der Evolution, schreibt der Karlsruher Biomechaniker, Zeichner und Autor Claus Mattheck, ...
  • : Aus der Philosophie in die Literaturwissenschaft

    Ein Grenzgänger zwischen kontinentaleuropäischer und angloamerikanischer Denktradition war der im Jahr 2007 verstorbene Richard Rorty. Die traditionelle Erkenntnistheorie mit ihrer Vorstellung des Bewusstseins als "Spiegel der Natur" kritisierte er in seinem gleichnamigen ersten Hauptwerk. In seinem ...
  • : Erotische Bildung

    Ein Buch über Bildung, das überrascht nicht mehr. Erst recht nicht, wenn es gleich im ersten Satz behauptet, dass Bücher über Bildung uns langweilen. Stimmt. Ein Kapitel über Erotik holt allerdings die Überraschung zurück. Obendrein wenn es nicht von einem Pädagogen, sondern einem Historiker, Gerrit Walther, geschrieben ist.
  • : Walrosse, Gnus und Goldquallen auf Reisen

    Fast hört man aus dem Off die Stimme eines Kommentators, wenn man den neuen Bildband des "National Geographic" aufschlägt. "Das große Wunder der Tierwanderungen" erinnert an die aufwendigen Dokumentarfilme der vergangenen Jahre. Und tatsächlich ist das Buch parallel zu einer siebenteiligen Fernsehserie ...
  • : Der radikale Skeptiker will in Wahrheit zu viel Gewissheit

    In den Geisteswissenschaften trifft man immer wieder auf Autoren, die in ihrer Heimat hoch geachtet, im Rest der Welt aber unbekannt sind. Ein schönes Beispiel hierfür ist der im neuseeländischen Otago lehrende britische Philosoph Alan Musgrave. Musgrave, seit 2006 emeritiert, studierte bei Karl Popper an der London School of Economics.
  • : Auch Farbenblinde sehen etwas, was du nicht siehst

    Postkoloniale Studien sind aus den Kulturwissenschaften kaum mehr wegzudenken und haben auch hierzulande einen festen Platz in universitärer Lehre und Forschung erobert. Vor allem in den Vereinigten Staaten tätige postcolonial scholars genießen inzwischen eine Art globalen Kultstatus. Viele von ihnen, ...
  • : Vorrevolutionäre Galanteriewaren

    Mode definierte Goethes Schwager Vulpius in seinem spöttischen "Glossarium für das Achtzehnte Jahrhundert" als "Tyrannin aller Stände und feile Metze aller Narren". Gut gesagt, nur wäre es besser, das auch zu sehen. Ebendies dachte man sich im vorrevolutionären Frankreich, der konkurrenzlosen Hochburg in Geschmacks- und Modefragen.
  • : Leben am Limit

    Erbarmungslose Hitze oder Kälte, mörderische Trockenheit, praktisch keine Nährstoffe - solche Bedingungen erscheinen aus Sicht des Menschen als höchst lebensfeindlich. Etlichen Organismen sind derartige Verhältnisse indessen durchaus willkommen. Denn dort, wo andere passen müssen, eröffnet sich ihnen eine Nische, in der sie sich weitgehend unbehelligt entfalten können.
  • : Neues vom Gehirn

    Mit "Zukunft Gehirn" legen international führende Hirnforscher ein gemeinsames Werk vor, in dem die wichtigsten neueren Erkenntnisse ihres Fachgebietes anschaulich und allgemeinverständlich zusammengefasst sind. Dabei schlagen die Autoren Brücken zwischen Kultur- und Neurowissenschaften, erlauben sich ...
  • : Die Übergangsphase

    Der Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter macht Psychiatern und Psychologen in jüngster Zeit vermehrt Sorge. Für viele Patienten bedeutet das Erreichen der Volljährigkeit auch ein Herausfallen aus den Versorgungsstrukturen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, ganz abgesehen davon, dass sich gerade ...
  • : Der Albtraum der Chirurgen

    In einer Reihe von historischen Aufarbeitungen der Nazizeit hat jetzt ein weiteres medizinisches Fach nachgelegt: die Chirurgie. Die Ärzte haben sich zuerst den Einzelschicksalen der Präsidenten ihrer Fachgesellschaft in den Jahren 1933 bis 1945 zugewandt, anschließend auch den Opfern. Hans-Ulrich Steinau ...
  • : Verborgene Schärfe einer stumpfen Waffe

    Ginge es nach dem bloßen Wunsch, verlöre das demographische Problem bald von seiner Schärfe. Waren es nach einer Studie des Allensbacher Instituts im Jahr 2008 dreiundvierzig Prozent der Kinderlosen, die sich Nachwuchs wünschten, so stieg die Zahl im folgenden Jahr auf zweiundfünfzig. Dass der gewachsene Familiensinn ...
  • : Die Legende eines Humanisten

    Robert Limpert wollte Orientalistik studieren, um Diplomat oder Gelehrter zu werden. Am 15. Juni 1925 in Ansbach geboren, besuchte er das Gymnasium seiner Vaterstadt. Da er Lehrern, die Propaganda verbreiteten, im Unterricht widersprach, wurde er im Herbst 1943 von der Schule verwiesen, konnte aber an einem anderen Gymnasium das Abitur ablegen.
  • : Überraschende Erde

    Wir haben uns schon an den Gedanken gewöhnt, dass die Abläufe auf und unter der Erde grundsätzlich berechenbar sein sollen, dass sie sich gleichsam simulieren lassen mit den passenden Algorithmen. Tatsächlich treibt diese Idee die Wissenschaft heute wesentlich an. In Wirklichkeit ist sie jedoch genauso tückisch ...
  • : Die Ökonomie der kriminellen Dienstleistung

    Spätestens seit im Jahr 2007 in Duisburg sechs Italiener in einem Kugelhagel starben, gilt es als ausgemacht, dass sich die Mafia auch in Deutschland festgesetzt hat, hier ihren Geschäften nachgeht und ihre Fehden austrägt. Den Anschein eines regional verankerten, auf vormodernen Rechtsvorstellungen ...