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FAZ Plus Artikel Diese Innovationen kommen 2019 : Fliegende Autos und Steaks aus der Petrischale

Ein Gyrocopter genanntes fliegendes Auto über den Ufern des Toten Meers. Bild: Reuters

2019 wird ein großes Jahr für Wissenschaft und Technik: Rindfleisch soll künftig kein Rind mehr enthalten, Autobauer bringen Fahrzeuge mit Flügeln auf den Markt – und Russland wagt eines der gefährlichsten Experimente der Geschichte.

          Fliegende Flitzer

          „Nur Fliegen ist schöner.“ Als der Autohersteller Opel vor 50 Jahren sein sportliches GT-Modell auf den Markt brachte, waren fliegende Autos allenfalls etwas für spleenige Ingenieure oder bunte Comic-Hefte. Zwar hatte schon 1918 der amerikanische Rennfahrer Glenn Curtiss einen ersten Entwurf für so einen fliegenden Flitzer gemacht, zwar drehte eine rollende Kiste der Firma Pitcairn Aircraft zwanzig Jahre später ihre erste Runde über Washington. Doch so richtig hob die Idee nicht ab. Das wird sich ändern. Denn gleich mehrere Hersteller bereiten einen Marktauftritt vor. 2019 wird der chinesische Autobauer Geely über seine amerikanische Tochtergesellschaft Terrafugia ein zweisitziges Auto mit ausklappbaren Flügeln verkaufen – zum Preis von einer halben Million Dollar. Das slowakische Unternehmen Aeromobile zieht mit einem 300 PS starken Verbrennungsmotor nach. Der Dritte im Bund ist die holländische Gesellschaft PAL-V. Sie wird versuchen, von 2020 an mit einem dreirädrigen auch Gyrocopter genannten Zweisitzer samt einklappbaren Flügeln den beiden Konkurrenten Paroli zu bieten. Opel jedoch, einer der Auto- und Flugzeugpioniere der zwanziger Jahre, kämpft heute ums Überleben.

          Leonardos Jubiläum

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Florenz rüstet sich für ein Jubiläum: den 500. Todestag von Leonardo da Vinci am 2. Mai. Es wird nicht einfach sein, Herr über die zu erwartenden Massen an Besuchern in der Hauptstadt der Toskana zu werden. Doch nichts war auch je einfach an diesem Mann: sein Leben nicht, sein Werk nicht, und selbst seine Grabstätte gibt Rätsel auf. Als er 1519 auf Schloss Clos Lucé im französischen Amboise starb, verlor die Renaissance ihr wohl größtes Genie. Er hatte phantastische Maschinen entworfen und riesige Anlagen gebaut, er konnte in Spiegelschrift schreiben, studierte Mathematik, baute Flugapparate, konzipierte den ersten Hubschrauber und das erste Auto; er malte in Öl, zeichnete mit der Feder und gab der Welt einige ihrer größten Kunstwerke: das Abendmahl, die Mona Lisa, den vitruvianischen Menschen. Bis heute beschäftigt er die Gelehrten, bis heute konnten sie ihn nicht bis ins Detail entschlüsseln, bis heute ist selbst der Verbleib seiner Gebeine ungewiss. Denn sein Grab in der Amboiser Kirche Saint-Florentin wurde von Napoleons Soldaten in der Französischen Revolution samt Gotteshaus abgerissen. Ein halbes Jahrhundert später grub man die Überreste aus, fand ein Skelett, trug es in der Kapelle Saint-Hubert zu Grabe und legte einen schweren Grabstein mit der Aufschrift „Leonardo da Vinci“ darüber.

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