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Gespräch zu Evidenz und Daten : Wie wird geprüft, was die Corona-Maßnahmen gebracht haben?

Tests auf dem Prüfstand: Für eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes werden aber nicht nur PCR-Daten und Statistiken zum Pandemiegeschehen evaluiert. Bild: Finn Winkler

Sachverständige verkünden am Donnerstag, wie „evidenzbasiert“ die Corona-Maßnahmen waren. Der Ampel-Streit brodelt. Ein Gespräch mit dem Fachmann Jörg Meerpohl über die Prüfung der Maßnahmen und die Fehler der Wissenschaft.

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          Herr Meerpohl, was versteht ein Mediziner darunter, wenn Maßnahmen auf Ba­sis von Evidenz zu ergreifen sind?

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Für mich bedeutet EbM, also evidenzbasierte Medizin, im engeren Sinne die Nutzung der besten verfügbaren Daten und Informationen aus der klinischen Forschung für gesundheitliche Entscheidungen. In einer Pandemie muss dies mindestens um Daten aus der epidemiologischen und auch grundlagenwissenschaftlichen Forschung erweitert werden. Aber nicht nur die Medizin im engeren Sinne, auch die Gesundheitsversorgung ganz allgemein und das Gesundheitssystem sollten ja evidenzbasiert sein. Dies umfasst entsprechend auch weitere Disziplinen wie Physiotherapie, Ergotherapie und so weiter. Dies nennen wir dann evidenzbasierte Gesundheitsversorgung.

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