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Das Phänomen Thunberg : Greta und ein Sommer, der vielen Menschen unheimlich wurde

  • -Aktualisiert am

Seht doch das Menetekel an der Wand! Im britischen Bristol hat es der Künstler Jody überlebensgroß festgehalten. Bild: Foto Marcus Lieberenz

Medienforscher widmen sich derzeit intensiv dem Phänomen Greta Thunberg: Wie konnte die globale Klimaerwärmung auf einmal doch noch zu einem Thema werden, das Wahlen entscheiden kann – und was hat die German Angst damit zu tun?

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          Vor ziemlich genau einem Jahr begann die Zukunft. Damals begriffen viele Menschen erstmals, was ein aufgeheizter Planet alles anrichten kann. Der erste Sommermonat war gerade angebrochen, doch draußen sah es aus wie in Spanien im August. Der Rasen wurde gelb, Felder verdorrten, Bäume warfen ihr Laub ab. Am Ende des Sommers 2018 war nichts mehr, wie es war. In Südschweden, wo es heißer und trockener wurde als je zuvor und wo Meteorologen die größten Abweichungen in ganz Europa maßen, ging ein Mädchen auf die Straße, um für Klimaschutz zu demonstrieren. Es war der Sommer, von dem man einmal sagen wird, er habe alles verändert.

          Denn ohne den Dürresommer wäre Greta Thunberg ein unbekanntes Mädchen aus Stockholm, hätte eine unglücklich formulierte Pressemitteilung des Deutschen Wetterdienstes keine landesweite Angst vor einem neuen Dürresommer ausgelöst, stünden die Grünen jetzt nicht im Ruf, einzig die Rettung zu bringen, wäre die SPD noch am Leben und dürfte ein Youtuber mit schlumpfblauer Tolle sich kein politisches Thema für ein Video ausgesucht haben, das die CDU derart hilflos aussehen ließ.

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