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Planetare Geoforschung : Das Stethoskop für den Mars

  • -Aktualisiert am

Die Marssonde „Insight“ erkundet das Innere des Roten Planeten: links im Vordergrund das französische Seismometer „Seis“, rechts daneben der Bohrer mit dem im Marsboden versenkten Wärmefühler „HP3“ des DLR. Bild: Foto Nasa, JPL-Caltech

Am kommenden Sonntag startet die Nasa-Sonde „Insight“ zum Mars. Ihre Mission: Sie soll tief in das Innere des Roten Planeten horchen. Dazu nutzt sie deutsche und französische Technik.

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          Dass ein ehemaliges Silberbergwerk im Schwarzwald etwas mit der Erforschung des Mars zu tun haben könnte, liegt zunächst nicht auf der Hand. Wenn jedoch am kommenden Samstag wie geplant die amerikanische Raumsonde mit dem Namen „Insight“ zu unserem Nachbarplaneten startet, dann ist das wichtigste Messgerät an Bord ein Seismometer, das intensiv in dem Schwarzwälder Bergwerksstollen getestet wurde. Mit dem Instrument sollen Marsbeben auf dem Roten Planeten gemessen werden.

          Dabei ist noch nicht einmal sicher, ob es überhaupt auf dem Mars ebenso wie auf der Erde natürliche seismische Aktivität gibt. Auf den ersten Blick ist es daher verwunderlich, dass die amerikanische Weltraumbehörde Nasa dennoch umgerechnet rund 680 Millionen Euro für die Insight-Mission ausgibt. Doch sind, obwohl seit knapp 42 Jahren immer wieder menschengemachte Raumfahrzeuge auf dem Roten Planeten gelandet sind, viele grundlegende Fragen der Marsforschung noch völlig offen geblieben. Wie ist der Planet aufgebaut? Wie sieht es in seinem Inneren aus? Gibt es auf dem Mars wie auf der Erde gigantische Krustenplatten, die auf einem zähflüssigen Brei aus teilweise geschmolzenem Gestein schwimmen und dabei Beben erzeugen und Vulkane glühende Lava speien lassen?

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