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Weltraumteleskop Kepler : Noch mehr fremde Welten

  • Aktualisiert am

Das Weltraumteleskop „Kepler“ entdeckt mehr als 700 neue Exoplaneten. Bild: dapd

Das Weltraumteleskop „Kepler“ hat 715 bislang unbekannte Exoplaneten entdeckt. Zu verdanken ist das einer besseren Analysetechnik.

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          Das Nasa-Weltraumteleskop „Kepler“ hat mehr als 700 Planeten bei anderen Sternen entdeckt. Es ist der umfangreichste Planetenfund der Geschichte, wie die amerikanische Weltraumbehörde in ihrem Ames Research Center im kalifornischen Moffet Field bekanntgab. Damit ist  die Zahl an bekannten sogenannter Exoplaneten auf rund 1700 Stück stiegen.

          Die an der „Kepler“-Mission beteiligten Forscher konnten die Entdeckung von insgesamt 715  extrasolaren  Planeten, die 305 Sterne umkreisen, bestätigen, berichtete der Planetenforscher der Nasa, Jack Lissauer.

          Neue Analysetechnik macht's möglich

          Mehr als neunzig  Prozent der Neuzugänge seien kleiner als Neptun, vier Planeten umkreisten ihren Heimatsonne in der sogenannten bewohnbaren Zone. Dort seien die Bedingungen so, dass flüssiges Wasser existieren könnte. Anzeichen für Leben haben die Forscher indes nicht gefunden.  Der Fund wurde möglich durch eine neue Analysetechnik, mit der Planetenkandidaten schneller bestätigt werden können.

          Der Planetenjäger „Kepler“ war im März 2009 gestartet worden und hatte rund vier Jahre lang knapp 200 000 Sterne im Sternbild Schwan nach Planeten abgesucht. Mitte des vergangenen Jahres versagte ein Teil der Steuerung des Teleskops und der Beobachtungsbetrieb wurde eingestellt. Alle von „Kepler“ registrierten Daten sind noch nicht komplett ausgewertet, so dass weitere Entdeckungen  wahrscheinlich sind.

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