https://www.faz.net/-gwz-166nx

Verschollener Rover auf dem Mond : Russischer Oldtimer wird „wiederbelebt“

  • -Aktualisiert am

Auf Bildern einer modernen Mondsonde wiedergefunden: Lunochod 1. Bild: Nasa

Seit September 1971 galt „Lunochod 1“, der erste russische Mondrover, als vermißt. Jetzt haben ihn amerikanische Forscher entdeckt und wollen ihn für ihre Mondmessungen reaktivieren.

          Der mit einem Laserreflektor ausgerüstete russische Mondrover Lunochod 1, der im November 1970 mit der Sonde Luna 17 auf dem Erdtrabanten gelandet war und zu dem der letzte Kontakt im September 1971 bestanden hatte, ist jetzt von Forschern der University of California in San Diego um Tom Murphy wieder aufgespürt worden. Die Wissenschaftler senden seit langem routinemäßig Laserpulse zu den Landeplätzen von Apollo 11, 14 und 15, an denen Laserreflektoren stehen.

          Wertvoller Reflektor auf „Lunochod 1“

          Aus der Laufzeit bis zum Empfang der reflektierenden Signale lässt sich die Umlaufbahn des Mondes millimetergenau ermitteln. Für einige weiterführende Forschungsaufgaben benötigen die Forscher aber mindestens vier Reflektoren. Seit Jahren hilft ihnen der Laserreflektor, der von dem im Januar 1973 abgesetzten Rover Lunochod 2 mitgeführt wurde, aber bei bestimmten Sonnenständen nicht genutzt werden kann.

          Seit zwei Jahren hat Murphy immer wieder versucht, Lunochod 1 zu orten, der ebenfalls einen Reflektor hat. Kürzlich ist der Rover - einige Kilometer vom vermuteten Standort entfernt - auf Bildern der Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter entdeckt worden. Sein Reflektor ist noch brauchbar; er sendet bei jedem Beschuss rund 2000 Photonen zurück, während jener von Lunochod 1 nur 750 Photonen liefert. F.A.Z.

          Weitere Themen

          Höllischer Schmerz

          FAZ Plus Artikel: Gürtelrose : Höllischer Schmerz

          Die neue Impfung gegen Gürtelrose zahlen jetzt die Kassen. Gut so, denn wer einmal unter der Infektion litt, wird das so schnell nicht vergessen. Die Infektion ruft heftige Nervenschmerzen bei den Betroffenen hervor.

          Topmeldungen

          Berlin im Juli 2017: Überschwemmung auf der Märkischen Allee nach einem Unwetter

          Schwierige Stadtplanung : Schwamm drunter!

          Starkregen und Hochwasser bringen Städte immer wieder an ihre Grenzen. Sie müssen sich anpassen – denn der Klimawandel dürfte das Problem noch verschärfen.
          Olaf Koch, 49, ist seit sieben Jahren Vorstandsvorsitzender des Handelskonzerns Metro.

          Metro-Chef Koch im Interview : Ist Ihr Job noch sicher?

          Metro-Chef Olaf Koch hat eine feindliche Übernahme durch den tschechischen Milliardär Křetínský abgewehrt, doch die Probleme bleiben. Wie geht es mit dem Handelskonzern und ihm selbst weiter?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.