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Bergbau im All : Ein Studium für Weltraumpioniere

  • -Aktualisiert am

Stahlwerke im All. Davon träumen heute nicht nur Science-Fiction-Illustratoren, sondern zum Beispiel auch der Amazon-Milliardär Jeff Bezos. Bild: Science Photo Library

In Colorado gibt es einen Studiengang Weltraumbergbau. Die Absolventen könnten uns den Weg in die Tiefen des Alls ebnen. Wer sind diese Menschen?

          6 Min.

          Schon als Mädchen hat sich Elizabeth Scott fürs All interessiert. Auf dem College belegte sie einen Kurs für Astrophysik. „Das war phänomenal“, erinnert sich die Vierzigjährige heute. Doch sie wollte etwas studieren, mit dem man eine gute Arbeitsstelle ergattern könnte. Sie entschied sich für Luft- und Raumfahrttechnik. Dann begann sie, beim amerikanischen Anbieter für Trägerraketen „United Launch Alliance“ zu arbeiten. In elf Jahren stiegt sie zur Technischen Leiterin auf. Verantwortete die Befestigung der Nutzlast an der Atlas-V-Rakete. 2017 erfuhr sie von einem neuen Master-Kurs an der „Colorado School of Mines“. Er hieß „Space Resources“ und bildete in Prospektion, Abbau und Nutzung von Rohstoffen im Weltraum aus. Scott bewarb sich, begann neben ihrer Arbeit zu studieren und hängte schließlich noch eine Doktorarbeit dran. „Ich habe zwei Kinder und meinen guten Job gekündigt, um mich voll und ganz auf diese Sache zu konzentrieren, die eigentlich gar nicht existiert.“

          Tatsächlich gibt es so etwas wie Weltraumbergbau nicht. Noch nie wurden Stoffe im All abgebaut, um etwas daraus herzustellen. Elizabeth Scotts Entscheidung ist, so wie der ganze Studiengang, eine Wette darauf, dass sich das jetzt ändert. Schaut man allein auf die bisherigen Versuche, ist es eine gewagte Wette.

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