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Weltraumwetter : SpaceX im Sonnensturm

Schönes Wetter am Cape Canaveral – aber leider nicht im Weltraum. Start einer Rakete vom Typ Falcon 9 am 3. Februar. An Bord waren 49 Satelliten für das Starlink-Netzwerk, von denen die Sonne 40 nicht in ihre Orbits ließ. Bild: dpa

Eine Eruption auf der Sonne hat Elon Musk vierzig neue Satelliten gekostet. Ähnliches könnte in nächster Zeit öfter passieren.

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          Am 29. Januar ließ es die Sonne krachen, aber nicht sehr. Ein Ausbruch auf ihrer Oberfläche schickte einen geomagnetischen Sturm aus Feldern und geladenen Teilchen gen Erde, der sie vier Tage später erreichte. Ein kleines Weltraumunwetter, das aber moderat ausfallen werde, wie Experten der amerikanischen Behörde NOAA vorhersagten. Tatsächlich konnten die geladenen Teilchen etwa den aktuell 1516 in Betrieb befindlichen Satelliten des „Starlink“-Netzes nichts anhaben. Die flachen, jeweils rund 260 Kilogramm schweren Kisten kommen aus dem Hause Space X, dessen Oberhaupt Elon Musk in nächster Zeit noch rund 2900 weitere starten lassen will, um Menschen fernab glasfaserverkabelter Ballungszentren einen hochwertigen Internetanschluss per Satellitenantenne anzubieten. Die Satelliten dazu kreisen in 540 Kilometer Höhe und damit tief im Inneren des schützenden Magnetfeldes der Erde.

          Ulf von Rauchhaupt
          Redakteur im Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Trotzdem hat die Sonne nun achtzig Prozent einer neuen Starlink-Lieferung ausgeknockt. Von 49 Einheiten, die am 3. Februar gestartet worden waren, erreichten 40 ihre Zielorbits nicht und dürften inzwischen in der Atmosphäre verglüht sein. Schuld waren tatsächlich keine Teilchen, sondern elektromagnetische Strahlung. Auch davon setzen solare Ausbrüche größere Mengen frei, und das kann dann die äußere Erdatmosphäre aufheizen und rasch anschwellen lassen.

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