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Sonnensystem : Sonnenfinsternis auf Uranus

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Hubble zeigt's: Mond Ariels Schatten auf Uranus Bild: AP

Die letzte Sonnenfinsternis auf Uranus war 1965. Von dem Ereignis gibt es allerdings keine Bilder, weil geeignete Teleskope fehlten. Mit dem Hubble-Teleskop ist jetzt erstmals ein Bild einer Eclipse auf dem neuerdings äußersten Planeten gelungen.

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          Vom Jupiter und vom Saturn gibt es etliche Fotos, auf denen jeweils ein Mond über die Oberfläche des Planeten hinwegzieht und dabei einen Schatten wirft. Vom Uranus lagen solche Bilder bislang nicht vor. Das hängt mit der besonderen Ausrichtung dieses Himmelskörpers in Kombination mit seiner langen Umlaufzeit um die Sonne zusammen.

          Nur alle 42 Jahre können sich, von der Erde aus gesehen, Monde des Uranus vor dessen Oberfläche schieben. Zuletzt war das um 1965 der Fall, als die Technik der irdischen Teleskope noch nicht ausreichte, solche Ereignisse im Bild festzuhalten.

          Rotationsachse liegt in der Ebene der Planetenbahnen

          Auch die Sonde Voyager-2, die 1986 an dem Planeten vorbeiflog, hat keinen solchen Mondvorübergang beobachtet. Mit dem Hubble-Weltraumteleskop ist es jetzt erstmals gelungen, den Uranus mit einem seiner Monde - Ariel - samt Schatten vor der Oberfläche des Planeten zu fotografieren.

          Die Besonderheit des Uranus besteht darin, daß seine Rotationsachse in der Ekliptik - der Ebene der Planetenbahnen - liegt und nicht senkrecht auf ihr steht. Im Uranus-Sommer und im Uranus-Winter weist daher jeweils einer der Planetenpole zur Sonne. Aus Sicht der Erde bewegen sich die Uranusmonde, die in der Äquatorebene des Planeten kreisen, dann um die „Scheibe“ des Uranus herum. In den 84 Erdjahren, die ein Uranusjahr dauert, können sie diese Scheibe nur im Frühling und im Herbst des Planeten überqueren. Ariel, ein Mond mit rund 1150 Kilometer Durchmesser, ist als erster der großen Uranustrabanten in diesen Bereich gelangt.

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