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Raumfahrt : O'Keefe verläßt die Nasa

  • Aktualisiert am

Abschied der Kinder wegen: Nasa-Chef Sean O'Keefe dankt ab Bild: dpa/dpaweb

Nasa-Chef Sean O'Keefe wird die Raumfahrtagentur verlassen und an die Louisiana State University wechseln. Als Sparkommissar engagiert, führte er die Raumfahrer durch unruhige Zeiten.

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          Der bisherige Administrator der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa, Sean O'Keefe, wird sein Amt aufgeben und statt dessen demnächst Kanzler der Louisiana State University in Baton Rouge werden. Das offizielle Rücktrittsschreiben liegt dem amerikanischen Präsidenten Georg W. Bush vor.

          O'Keefe war im Dezember 2001 vom Office of Management and Budget des Weißen Hauses, bei dem er stellvertretender Direktor war, zur Nasa gewechselt. Als Administrator übernahm er vor allem die Aufgabe, den Haushalt der Nasa in Ordnung zu bringen, der sich durch eine starke Überziehung der Ausgaben für die Internationale Raumstation auszeichnete.

          Unruhige Zeiten für die Nasa

          Es folgte eine der unruhigsten Perioden in der Geschichte der Nasa. Anfang Februar 2003 stürzte die Raumfähre Columbia mit sieben Astronauten an Bord ab, was zu einem vorläufigen Ende der Shuttle-Flüge führte. Frühestens im Mai 2005 können sie wiederaufgenommen werden. Dann verkündete Präsident Bush seine Pläne, Amerikaner sollten wieder zum Mond und dann auch zum Mars fliegen. Darunter haben andere Programme der Nasa - etwa die Raumstation und das Hubble-Teleskop - zu leiden. Die O'Keefe nachgesagte Hoffnung, nach der Wiederwahl Bushs einen hohen politischen Posten zu bekommen, blieb unerfüllt.

          In seinem Rücktrittsschreiben an Präsident Bush erklärte O'Keefe, sein ältestes Kind komme im Herbst aufs College, und er wolle allen dreien eine Hochschulausbildung ohne Schulden ermöglichen. „Das kann ich nicht tun, wenn ich im öffentlichen Dienst bleibe“, schrieb O'Keefe. In einer Erklärung der Nasa sprach der scheidende Direktor von „der schwersten Entscheidung, die ich je getroffen habe“.

          Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Bis zu dessen Ernennung will O'Keefe nach eigenen Angaben im Amt bleiben.

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