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Raumfahrt und Geschäft : Die Cruise-Missile der Nasa

Ein am Computer erstelltes Bild, das aus vielen langzeitbelichteten Fotos zusammengestellt wurde. Zu sehen sind die Starlink-Satelliten am Himmel über Salgotarjan im Norden von Ungarn. Bild: EPA

Die Raumfahrt ist zum Geschäft geworden: Am Mittwoch starten Astronauten erstmals mit einer Rakete aus Elon Musks Unternehmen Space X zur Raumstation. Jetzt geht die Nasa noch einen Schritt weiter – und setzt auf einen Hollywood-Star.

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          Wer dachte, die Nasa sei eine hochseriöse amerikanische Bundesbehörde, deren 17.000 Mitarbeiter humorlos und streng wissenschaftlich einen 22-Milliarden-Dollar-Haushalt für den Weltraum verwalten, wurde gerade eines Besseren belehrt. Jim Bridenstine, Chef der Organisation, bestätigte über den Kurznachrichtendienst Twitter: Hollywood geht ins All. Und das mit Nasa-Hilfe. Eine Weltpremiere. Denn ob James Bond in „Moonraker„ oder Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“: Science-Fiction war bislang auf erdnah produzierte Spezialeffekte angewiesen. Und nun das.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Die Nasa freut sich, mit Tom Cruise an einem Film an Bord der Raumstation zu arbeiten!“, twitterte Nasa-Chef Bridenstine begeistert. Dieser kleine Schritt für die amerikanische Weltraumbehörde wird wohl ein riesiger Sprung für die Filmindustrie werden - und er kommt nicht ganz so überraschend daher, wie viele tun. Eigentlich war die mitten im Kalten Krieg 1958 gegründete Weltraumorganisation schon seit einiger Zeit auf der Suche, ihre Arbeit kommerziell zu nutzen und die Internationale Weltraumstation ISS beispielsweise auch für den Weltraumtouristen zu öffnen. Schätzungen gehen davon aus, dass allein die Amerikaner letztlich rund 100 Milliarden Dollar in das Projekt im Orbit stecken.

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