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Raumfahrt : „Atlantis“ nach 14-tägiger Reise heimgekehrt

  • Aktualisiert am

Sicher in Kalifornien gelandet: Die „Atlantis” Bild: AP

Nach zweiwöchiger Reise zur Internationalen Raumstation ISS ist der Space-Shuttle „Atlantis“ am Freitag zur Erde zurückgekehrt. Der Orbiter mit sieben Astronauten an Bord landete um 21.49 Uhr MESZ im vierten Anlauf auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien.

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          Glückliche Heimkehr im vierten Anlauf: Nach zweiwöchiger Reise zur Internationalen Raumstation ISS ist der Space-Shuttle „Atlantis“ am Freitag wieder zur Erde zurückgekehrt. Der Orbiter mit sieben Astronauten an Bord landete um 21.49 Uhr MESZ auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien, weil das Wetter auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida erneut zu schlecht war.

          „Willkommen zurück! Guter Job“, lobte die NASA-Bodenstation in Houston (Texas). Wegen dichter Wolken über dem Kennedy Space Center hatte die Crew am Donnerstag und Freitag insgesamt drei Gelegenheiten
          verstreichen lassen müssen, in Florida aufzusetzen.

          Frische Luft für Sunita Williams

          Nachdem die Entscheidung für Kalifornien als Landeplatz gefallen war, verlief der letzte Teil der insgesamt 9,3 Millionen Kilometer langen Reise des Orbiters völlig problemlos. Um kurz vor 21 Uhr zündete die Crew um Commander Rick Sturckow die Haupttriebwerke, um die Raumfähre abzubremsen. Etwa eine Viertelstunde vor der Landung und nachdem die „Atlantis“ die Erdatmosphäre durchflogen hatte, tauchte sie schließlich vom Boden aus gesehen als kleiner weißer Punkt am strahlend blauen Himmel über dem Luftwaffenstützpunkt auf.

          Mit der Ankunft in Kalifornien hat auch die Amerikanerin Sunita Williams endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Sie hatte sich ein halbes Jahr in der ISS aufgehalten - so lange wie keine Frau vor ihr. Nun kehrte sie mit der „Atlantis“-Crew zur Erde zurück, voller Vorfreude auf das Wiedersehen mit ihrem Mann und ihren Hunden. Sie könne ihren ersten Spaziergang an der frischen Luft kaum noch abwarten, sagte „Suni“ vor der
          Landung.

          Arbeiten an ISS verliefen nach Plan

          Ursprünglich sollte die „Atlantis“ sogar schon am Dienstag heimfliegen, aber eine Notreparatur an einer beim Start beschädigten Isoliermatte am Heck der Raumfähre machte eine Verlängerung der Mission notwendig. Für zusätzliche Aufregung sorgte ein tagelanger mysteriöser Ausfall von drei Rechnern im russischen Teil der ISS, darunter zwei Navigationscomputer zur Stabilisierung der Station.

          Dagegen verliefen Arbeiten zum weiteren Ausbau der ISS erfolgreich und völlig nach Plan, darunter die Installation eines zweiten Paares mächtiger neuer Sonnensegel. Insgesamt waren NASA-Astronauten vier Mal zu ISS-Außenarbeiten ins All ausgestiegen, bevor der Shuttle am Dienstag in einem Bilderbuchmanöver von der Station ablegte. Die Landung in Kalifornien bedeutet allerdings, dass der Shuttle kostspielig und unter hohem logistischen Aufwand nach Florida zurückgebracht werden muss, von wo er wieder starten soll.

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