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Raumfähre Discovery : Flug ins Museum

  • Aktualisiert am

Ende der siebenundzwanzigjährigen Karriere Bild: REUTERS

5600 Mal umrundete die amerikanische Raumfähre Discovery die Erde. Jetzt kehrte sie nach ihrer letzten Reise ins All zur Erde zurück. In Washington wird sie nun eine zweite Karriere beginnen: als Museumsstück.

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          Die amerikanische Raumfähre Discovery ist nach ihrer letzten Reise ins All am Mittwochabend zur Erde zurückgekehrt. Die Raumfähre soll nun als Museumsstück im Smithsonian Institute in der Hauptstadt Washington ausgestellt werden. Mit 39 Missionen in 27 Jahren ist die Discovery das älteste Shuttle mit den meisten Flügen. Nur noch drei der Orbiter waren nach den verheerenden Unglücken der Challenger im Jahr 1986 und der Columbia im Jahr 2003 im Einsatz: In diesem Jahr sollen auch die beiden Schwesterschiffe Atlantis und Endeavour höchstens noch ein letztes Mal in den Weltraum, bevor auch sie endgültig außer Betrieb genommen werden.

          Während ihrer siebenundzwanzigjährigen Karriere nahm die Discovery 180 Menschen mit ins All - unter ihnen Eileen Collins, die im Jahr 1995 erste Shuttle-Pilotin und 1999 erste Shuttle-Kommandantin war. Auch der erste afroamerikanische Weltraumspaziergänger, Bernard Harris, flog 1995 an Bord der Discovery in die Schwerelosigkeit. 1985 war Senator Jake Garn an Bord, der erste amtierende Kongressabgeordnete im Weltraum. 5600 Mal umrundete das Schiff die Erde.

          Auch bekannte Forschungsgeräte hatte die Discovery auf ihren Missionen im Gepäck. Die Raumfähre brachte 1990 erstmals das Weltraumteleskop Hubble ins All, und sie setzte 1990 die Sonnensonde Ulysses im Weltraum aus, die wesentliche Erkenntnisse über das Zentralgestirn sammelte und erst 2009 außer Dienst genommen wurde. Die Discovery brachte zudem im Jahr 2008 Teile des japanischen Labors Kibo zur ISS und war 1995 die erste amerikanische Raumfähre, die zur russischen Raumstation Mir flog.

          Letzte Landung im Kennedy Space Center in Cape Canavera
          Letzte Landung im Kennedy Space Center in Cape Canavera : Bild: dapd

          Feine Risse im Außentank

          Der ursprünglich für November 2010 geplante letzte Flug des Shuttles hatte verschoben werden müssen, weil am Außentank des Orbiters feine Risse entdeckt worden waren. Am 24. Februar konnte sie schließlich zur ISS starten. Die sechs Besatzungsmitglieder - fünf Männer und eine Frau - brachten Ersatzteile, einen menschenähnlichen Roboter und ein neues Forschungs- und Lagermodul zur ISS. Außerdem absolvierten Mitglieder ihrer Besatzung zwei Außeneinsätze.

          "Das gesamte Space-Shuttle-System hat bei der gesamten Mission außerordentlich gut funktioniert", sagte der Chef der Mission, Leroy Cain, zum Abschluss des letzten Discovery-Einsatzes. Vom kommenden Jahr an werden amerikanische Astronauten bis auf weiteres auf russische Raketen zum Transport ins All angewiesen sein.

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