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Nasa-Sonde Osiris-Rex : Warum der Asteroid Bennu Teilchen verliert

Der Asteroid Bennu verliert Teilchen – Ein Kilogramm in rund zwei Monaten. Bild: dpa

Seit rund einem Jahr umkreist die Nasa-Sonde Osiris-Rex den Asteroiden 101955 Bennu. Seitdem zeigte sich, dass Bennu Steinchen ins interplanetare Medium schießt. Möglichen Ursachen sind Forscher nun nachgegangen.

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          Daten der Nasa-Sonde Osiris-Rex, die seit Dezember vergangenen Jahres den 500 Meter großen Asteroiden „101955 Bennu“ umkreist, haben neue Informationen über dessen Aktivität enthüllt. Wie die Forscher in „Science“ berichten, hat Bennu im Januar und Februar 2019 dreimal mehrere hundert bis zu zehn Zentimeter große Teilchen ausgestoßen, zusätzlich wurden verschiedene Ausstöße von weniger als 20 Teilchen registriert. Aus den Daten konnten die Teilchengeschwindigkeiten und deren Ursprungsorte auf Bennus Oberfläche rekonstruiert werden. Ein Teil der Partikel wurde in den interplanetaren Raum abgegeben, andere fielen zurück auf die Oberfläche des Asteroiden. Insgesamt verlor Bennu im Januar und Februar rund ein Kilogramm Materie.

          Sibylle Anderl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Aus den beobachteten Teilcheneigenschaften konnten die Wissenschaftler verschiedene mögliche Ursachen für den Massenverlust ableiten: Entweder könnte sich durch mechanische Spannungen im Inneren der Schichtsilikate auf Bennus Oberfläche Wasser gebildet haben, das bei Erwärmung das Gestein aufsprengt. Auch die durch Bennus Rotation auftretenden Temperaturunterschiede auf seiner Oberfläche könnten das Gestein aufbrechen. Außerdem könnten Meteoroideinschläge eine Rolle spielen.

          Künstlerische Darstellung der amerikanischen Raumsonde 
Osiris-Rex.

          Weitere Informationen erhoffen sich die Forscher von den Gesteinsproben, die Osiris-Rex auf Bennu einsammeln wird. Sollte Bennu schon länger aktiv sein und wären die Spuren seiner Aktivität langlebig genug, um Jahrtausende zu überdauern, könnten übrigens von ihm stammende Teilchen auf der Erde immer um den 23. September herum als Sternschnuppen sichtbar werden. Allerdings konnten in den vorliegenden Daten irdischer Meteorschauer bislang keine Anzeichen dafür gefunden werden.

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