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NASA : Neue Hoffnung für „Hubble“

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Gibt es doch eine Rettung für „Hubble”? Bild: picture-alliance/ dpa

Der designierte NASA-Direktor Michael Griffin will das bereits verkündete Aus für das Weltraumteleskop „Hubble“ neu überdenken. Die Entscheidung werde nach dem für Mai geplanten Start der Raumfähre „Discovery“ fallen.

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          Der designierte NASA-Direktor Michael Griffin will das bereits verkündete Aus für das Weltraumteleskop „Hubble“ neu überdenken. Die Entscheidung werde nach dem für Mai geplanten Start der Raumfähre „Discovery“ fallen, sagte Griffin bei einer Senatsanhörung am Dienstag in Washington.

          Entweder werde ein „Space Shuttle“ zur Reparatur von „Hubble“ fliegen oder das Weltraumteleskop werde mit einem Roboter gezielt zum Absturz gebracht. „Hubble“ benötigt dringend neue Batterien und Stabilisatoren, damit es in 600 Kilometer Höhe über der Erde Kurs hält und nicht außer Kontrolle gerät.

          Keine Mittel für „Hubble“-Rettung

          Im Haushaltsentwurf für das Jahr 2006 hatte Griffins Vorgänger Sean O'Keefe keinerlei Mittel mehr für die Rettung des fast 15 Jahre alten Observatoriums bereitgestellt. Ohne Reparatur wird „Hubble“ ab 2007 langsam aber sicher seinen Dienst aufgeben.

          Will „Hubble” noch nicht aufgeben: Der designierte NASA-Direktor Michael Griffin

          Nach der Anhörung vom Dienstag gilt aus Sicht von amerikanischen Medien die Bestätigung des 55jährigen Griffin als neuer NASA-Direktor im ameirkanischen Senat als sicher. Griffin will bereits am kommenden Montag sein neues Amt antreten. Der Physiker und Raketenspezialist arbeitete bereits von 1991 bis 1994 als Chefingenieur und Forschungsdirektor bei der NASA. Er wird der 11. Direktor in der 47jährigen Geschichte der amerikanischen Weltraumbehörde.

          Erkundung des Weltalls

          Wichtigste Aufgabe für Griffin ist die Wiederaufnahme der „Space Shuttle“-Flüge. Seit dem tödlichen Unglück der Raumfähre „Columbia“ vom Februar 2003 arbeitet die NASA an neuen Sicherheitsstandards. Der Start der „Discovery“ ist für den 15. Mai geplant. Der designierte NASA-Direktor will außerdem den Zeitraum für die Entwicklung einer neuen Raumfähre verkürzen. Nach bisherigen Planungen soll die „Space Shuttle“-Flotte 2010 außer Dienst gestellt werden.

          Das Nachfolgermodell sollte spätestens vier Jahre später flugbereit sein. Griffin nannte diese Zeitlücke unannehmbar. Griffin versicherte während der Anhörung, daß die Verträge über den Ausbau der Internationalen Raumstation ISS eingehalten werden. Allerdings sei klar, daß die Raumstation nicht das Herzstück des bemannten Raumfahrtprogramms der Amerikaner sein könne. Die strategische Vision sei vielmehr die Erkundung des Weltalls über Mond und Mars hinaus.

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