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Kometenforschung: Abschied von Rosetta

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    • Zu Gast beim Kometen „Tschuri“ Rosettas 13-jährige Reise Von MANFRED LINDINGER

    • 2. März 2004

      Abflug

      Die Raumsonde Rosetta wird mit einer Ariane-5plus-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All befördert. Der für Januar 2003 angesetzte Starttermin musste wegen technischer Schwierigkeiten verschoben werden. So war der Komet „Wirtanen“, den Rosetta anfliegen sollte, nicht mehr zu erreichen. Bei der europäischen Raumfahrtbehörde Esa musste man sich für ein neues Ziel entscheiden. Nach weiteren Verzögerungen kann Rosetta schließlich im Frühjahr 2004 zu ihrer Reise zu 67P aufbrechen. Auf dieser Route wird sich Rosetta von nun an dem Kometen annähern.

      © ESA
    • 4. März 2005

      1. Vorbeiflug an der Erde

      Bis zu ihrem Ziel, zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, muss Rosetta eine Strecke von mehr als sechs Milliarden Kilometer zurücklegen. Den dafür nötigen Schwung holt sich die mit Sonnenenergie und Treibstoff betriebene Sonde dreimal im Schwerefeld der Erde und einmal im Schwerfeld des Mars.

      Vorbeiflug Erde © ESA
    • 25. Februar 2007

      Vorbeiflug am Mars

      Rosetta holt im Schwerfeld des Roten Planeten Schwung und beschleunigt ein weiteres Mal. Dabei nähert sich die Sonde dem Mars bis auf 240 000 Kilometer.

      © ESA
    • 13. November 2007

      2. Vorbeiflug an der Erde

      Rosetta steigert im Schwerefeld unseres Heimatplaneten ihre Geschwindigkeit ein drittes Mal.

      © ESA
    • 5. September 2008

      Vorbeiflug an Asteroid Steins

      Während ihrer Reise kreuzt Rosetta zweimal den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Das erste Mal begegnet ihr der Asteroid Steins, den sie aus 800 Kilometern Entfernung fotografiert.

      © ESA
    • 13. November 2009

      3. Vorbeiflug an der Erde

      Die Raumsonde holt abermals Schwung im Erdschwerefeld. Von nun an beginnt die Aufholjagd.

      © ESA
    • 10. Juli 2010

      Vorbeiflug an Asteroid Lutetia

      Rosetta kreuzt abermals den Asteroidengürtel und fliegt dicht am Asteroiden Lutetia vorbei.

      © ESA
    • 8. Juni 2011

      Rosetta fällt in den Tiefschlaf

      Um Energie zu sparen, werden fast alle Systeme von Rosetta abgeschaltet. Rosetta reist die kommenden zwei Jahre im Energiesparmodus weiter.

      © ESA
    • 20. Januar 2014

      Wakeup Call „Rosetta“: Ende der Tiefschlafphase

      Nach zwei Jahren im „Tiefschlaf“ werden die Bordsysteme von Rosetta wieder aktiviert und die kommenden Wochen auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft .
      Am 28. März werden auch die Bordsysteme des Landegerätes Philae, das Rosetta mit sich führt, wieder eingeschaltet.

      © ESA
    • 28. März 2014

      Wakeup Call „Philae“

      Die Bordsysteme des 80 Mal 80 Mal 100 Zentimeter großen Landegerätes „Philae“, das die Rosetta-Sonde mitführt, werden eingeschaltet und seine Instrumente aktiviert. Das Landemodul soll im November auf dem Kometen abgesetzt werden.

      © ESA
    • Anfang Mai 2014

      Erster Sichtkontakt zum Kometen

      Erster klarer Sichtkontakt mit dem Ziel. Die Entfernung zwischen Rosetta und 67P beträgt noch zwei Millionen Kilometer. Das Flugmanöver für das Rendezvous im August beginnt.

      Grafik © ESA
    • 11. Juli 2014

      Erste Fotos von 67P/Tschurjumow-Gerasimenko

      Europas Kometenjäger Rosetta ist mit ihrer Landeeinheit Philae dem Zielkometen „67P“ bis auf 37 000 Kilometer nahe gekommen. Die ersten aussagekräftigen Fotos begeistern die Forscher. Aber sie müssen auch auf Überraschungen gefasst sein.

      © ESA
    • 17. Juli 2014

      Rosettas Ziel nimmt Gestalt an

      Der Himmelskörper, den die Raumsonde Rosetta ansteuert, scheint aus zwei Teilen zu bestehen. Diese verleihen dem Kometen 67P die Gestalt eines „Quietscheentchens“. Die Entfernung zum Ziel beträgt nur noch 12 000 Kilometer.

      © ESA
    • 25. Juli 2014

      Der Komet bekommt Konturen

      Die Entfernung zum Kometen beträgt nun keine 2000 Kilometer mehr. Jüngste Bilder des Schweifsterns zeigen deutliche Anzeichen einer Koma, einer Hülle aus Staub und Wasserdampf. Die Koma entsteht, da sich der Komet der Sonne nähert.

      © ESA
    • 1. August 2014

      Auf 67P ist es zu warm für Eis

      Die europäische Raumsonde Rosetta hat neue Bilder von 67P zur Erde gefunkt und erstmals die Temperatur ihres Ziels gemessen. Sie beträgt im Mittel minus 70 Grad.

      © ESA
    • 6. August 2014

      Rendezvous mit 67P/Tschurjumow-Gerasimenko

      Die Raumsonde Rosetta hat ihr Reiseziel nach zehn Jahren erreicht. Den Kometen wird sie nun 18 Monate in Richtung Sonne begleiten und dabei vermessen. Heute schwenkt Rosetta in eine stabile Umlaufbahn ein, wozu komplizierte Flugmanöver notwendig sind. Die Entfernung beträgt nur noch 100 Kilometer. Bis September wird Rosetta 67P kartieren und nach einer geeigneten Landestelle für „Philae“. Das Landegerät soll im November auf dem Kometen abgesetzt werden.

      © dpa
    • 12. November 2014

      Philae landet auf Tschuri

      Die Landeeinheit „Philae“ löst sich planmäßig von der „Rosetta“-Muttersonde und sinkt im freien Fall auf die Oberfläche des Kometen hinab. Die historische Landung verläuft holprig – „Philae“ kommt erst nach mehreren Hüpfern an einer Stelle zum Liegen, an der das Minilabor zu wenig Sonnenenergie enthält.

      © ESA
    • 15. November 2014

      Philae landet auf Tschuri

      Nach rund 60 Stunden wissenschaftlicher Arbeit sind die Solarbatterien von „Philae“ erschöpft. Der Lander schaltet sich ab.

      © ESA
    • 13. Juni 2015

      Hallo Rosetta, hier ist Philae

      Die Wissenschaftler jubeln: „Philae“ hat auf dem Richtung Sonne rasenden Kometen zunehmend Energie erhalten und sendet wieder ein Lebenszeichen. Doch in den folgenden Wochen gelingt es nicht, einen stabilen Kontakt zu dem Landegerät herzustellen. Am 9. Juni sendet „Philae" ein letztes Lebenszeichen von der Kometenoberfläche - danach verstummt der Landeroboter. Noch immer wissen wissen die Wissenschaftler nicht, wo sich genau „Philae“ versteckt hält.

      © ESA
    • 13. August 2015

      Es wird ungemütlich

      Mit „Rosetta“ im Orbit und „Philae“ auf seiner Oberfläche erreicht Tschuri den sonnennächsten Punkt seiner Umlaufbahn um unserer Zentralgestirn. Danach entfernt sich der Komet mit seinen irdischen Begleitern wieder von der Sonne und nimmt Kurs auf das äußere Sonnensystem. Die Aktivität von Tschuri erreicht ihr Maximum. Zum Schutz vor aufgewirbelten Trümmern, wird Rosetta in eine höhere Umlaufbahn gebracht.

      © ESA
    • 2. Februar 2016

      Bye bye Philae

      Schweren Herzens nehmen die Missionswissenschaftler Abschied von Philae". Auf dem Kometen sind die Temperaturen nun so tief gesunken, dass sich die Forschungssonde nicht mehr über „Rosetta“ auf der Erde melden kann und in den ewigen Winterschlaf fällt.

      © ESA
    • 2. Juni 2016

      Rosetta, was ist mit Dir?

      Aufatmen bei den Wissenschaftlern nach einem dramatischen Wochenende: Fast 24 Stunden hatten die Forscher keinen Kontakt zu "Rosetta" - die Navigationssysteme der Sonde waren offenbar durch Staubpartikel von Tschuri gestört worden, nachdem sich "Rosetta" dem Kometen auf bis zu fünf Kilometer genähert hatte. Doch die Verbindung kann wieder hergestellt werden.

      © ESA
    • 5. September 2016

      Philae entdeckt

      Wenige Wochen vor dem Ende der Mission hat „Rosetta“ das Versteck von „Philae" auf der Kometenoberfläche entdeckt. Ein Foto zeigt, dass der kleine Lander in einer dunklen Oberflächenspalte eingeklemmt ist. Weil die Antennen des Roboters nach unten zeigen, hatte die Kommunikation mit „Rosetta“ zuletzt nicht mehr funktioniert.

      © ESA
    • 30. September 2016

      Ende der Mission

      Die Expedition von Rosetta geht zu Ende. Mehr als zwölfeinhalb Jahre nach dem Start endet die historische Mission - mit einer kosmischen Familienzusammenführung: Zum Abschluss wollen die Forscher auch die Muttersonde Rosetta auf Tschuri landen lassen, in der Nachbarschaft von „Philae“.

      © ESA
    • Aktualisiert am