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Kosmologie : Ein Universum voller Dunkelheit?

Die Existenz des Rings Dunkler Materie (blau), der sich in diesem Galaxienhaufen im Sternbild Fische befindet, wurde am Computer ermittelt und über die Hubble-Aufnahme gelegt. Bild: dpa

Noch immer wissen wir nicht, was sich hinter der rätselhaften Dunklen Materie verbirgt. Sind wir auf der falschen Spur? Einige Physiker sagen „ja“.

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          Ende Juli diesen Jahres veröffentlichte die Planck-Kollaboration die finale Analyse der Daten, die das Planck-Weltraumteleskop der Europäischen Weltraumorganisation Esa zwischen 2009 und 2013 aufzeichnete. Das Projekt hatte die kosmische Hintergrundstrahlung – das „Nachleuchten des Urknalls“ – mit bis dahin nie erreichter Genauigkeit vermessen. Dieser Datensatz besitzt damit das Potential, unser Verständnis des Universums und seiner Entwicklung ein weiteres Mal entscheidend zu schärfen. Wer nun einen Blick in die aktuellen Veröffentlichungen der Planck-Wissenschaftler wirft, bekommt den Eindruck, dass dieses kosmische Verständnis heute im Rahmen des kosmologischen Lambda-CDM-„Standard“-Modells (Lambda steht für die kosmologische Konstante, CDM für kalte Dunkle Materie) schon beeindruckend weit fortgeschritten ist: „Die Fähigkeit des Lambda-CDM-Models, die Planck-Daten sowie eine Fülle anderer astrophysikalischer Beobachtungen zu erklären, zeigt, dass unser physikalisches Verständnis gut genug ist, um 14 Milliarden Jahre kosmischer Geschichte bis zu den Grenzen des beobachtbaren Universums zu erklären“, heißt es dort.

          Sibylle Anderl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Dieses kosmologische Modell, das heute im Rahmen unserer Präzisionskosmologie so eindrucksvolle Erfolge vorweisen kann, besitzt aber bekanntlich einen Schönheitsfehler: Es füllt das Universum zu 95 Prozent mit Dunkler Energie und Dunkler Materie und reduziert damit die uns bekannte Materie auf kümmerliche fünf Prozent. Das muss an sich erst einmal kein Problem darstellen. Theoretische Ansätze dafür, was sich hinter beiden Phänomenen verbergen könnte, gibt es zur Genüge.

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