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Der Rote Fleck auf dem Jupiter : Ein Sturm legt sich

Gasplanet Jupiter mit seinem großen Rotem Fleck, 2014 Bild: Nasa

Der große Rote Fleck, der seit vielen Jahrzehnten die Astronomen fasziniert, schrumpft immer schneller. Bleibt vom Riesenwirbel bald nur ein Wölkchen?

          1 Min.

          Der gewaltige Wirbelsturm auf dem Jupiter, der wegen seiner auffälligen Farbe und ovalen Form auch als Großer Roter Fleck bezeichnet wird, verliert zunehmend an Größe. Dieses Phänomen kennt man zwar seit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. So klein wie derzeit ist der Rote Fleck, der mindestens seit dreihundert Jahren bekannt ist, aber offenbar noch nie gewesen.

          Manfred Lindinger

          Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Auf den jüngsten Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble weist der Luftwirbel einen Durchmesser von „nur“ noch 16 500 Kilometern auf. Das ist zwar immer noch gewaltig - der Durchmesser der Erde beträgt etwa 12.740 Kilometer.

          Jupiters Roter Fleck,  Stand 1995
          Jupiters Roter Fleck, Stand 1995 : Bild: Nasa, Esa, and R. Beebe (New Mexico State University),

          Ende des 19. Jahrhunderts maß der Fleck aber noch 41.000 Kilometer an seiner breitesten Stelle. Als die beiden Voyager-Sonden 1979 und 1980 am Gasplaneten vorbeiflogen, betrug der Durchmesser noch etwas mehr als die Hälfte davon. Und auf Aufnahmen von Hubble aus dem Jahr 2009 waren es dann nur noch 17.920 Kilometer.

          Warum schrumpft der Fleck

          Amateurastronomen haben beobachtet, dass der Sturm, der weit über die Jupiter-Atmosphäre hinausragt, seit 2012 schneller als bisher schrumpft - mit einer Rate von tausend Kilometern pro Jahr. Über die Ursache des Phänomens können die Wissenschaftler der Raumfahrtbehörde Nasa nur spekulieren.

          Man hat beobachtet, dass kleine Wirbel in den Sturm wandern. Diese könnten die Dynamik des Sturms, in dessen Zentrum Windgeschwindigkeiten von einigen hundert Stundenkilometern herrschen, durcheinanderbringen. Die Forscher wollen den Schrumpfungsprozess nun näher ins Visier nehmen.

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