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Internationale Raumstation : Im Weltraum wird es eng

Andreas Mogensen bringt Lego-Figuren mit auf die ISS. Sie sollen später an Kinder verschenkt werden. Bild: AFP

Die drei am Mittwoch gestarteten Raumfahrer sind gut an der ISS angekommen. Sie wurden von den sechs Besatzungsmitglieder herzlich empfangen. Unter den Neuankömmlingen ist zum erstmals ein dänischer Astronaut.

           Die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) hat Verstärkung bekommen. Nach einem zweitägigen Flug hat heute (4.September) um 9.42 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit  eine Sojus-Kapsel mit drei Astronauten an der ISS angedockt. An Bord befinden sich der Russe Sergej Wolkow, der Kasache Aidyn Aimbetow und der Däne Andreas Mogensen. Die drei Raumfahrer waren am Mittwochmorgen um 6.37 Uhr (MESZ) mitteleuropäischer Zeit vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus ins All gestartet. Da die Sojus auf ihrer Reise gefährlichem Weltraummüll ausweichen musste, hat man dieses Mal aus Sicherheitsgründen auf die mit gut sechs Stunden kürzere Flugroute verzichtet.

          Manfred Lindinger

          Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

              Andreas Mogensen fliegt als erster dänischer Staatsbürger überhaupt ins All. Der 38 Jahre alte, in Kopenhagen geborene Luft- und Raumfahrtingenieur wurde von der Europäischen Weltraumbehörde (Esa) im Jahr 2009 mit vier weiteren Bewerbern ins europäische Astronautenkorps gewählt. Darunter war auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst, der im vergangenen Jahr sechs Monate auf der ISS verbrachte.

          Mogensen bleibt mit Aimbetow allerdings nur für zehn Tage auf der Raumstation. In dieser Zeit soll er laufende Experimente weiterführen, einen Arbeitsanzug testen, der den Muskelabbau aufgrund der fehlenden Schwerkraft kompensiert, und vom Weltraum aus einen Roboter auf der Erde steuern. Das Gerät wird die Bewegungen der Arme des dänischen Astronauten nachvollziehen.

          Spielzeugfiguren und Stutenmilch im Gepäck

          Die dänische Spielzeugfirma Lego gab Mogensen mehreren Plastikfiguren mit auf die Reise. Sie sollen später an Schulkinder verschenkt werden. Aimbetow brachte Spezialitäten aus seinem zentralasiatischen Heimatland auf die ISS, darunter Stutenmilch.

              Mit der Ankunft der neuen Bewohner wird es für kurze Zeit recht eng auf der Raumstation. Auf dem Außenposten in rund 400 Kilometer Höhe arbeiten schon die russischen Kosmonauten Gennadi Padalka, Michail Kornijenko und Oleg Kononenko, die amerikanischen Astronauten Scott Kelly und Kjell Lindgren sowie der Japaner Kimiya Yui.

          Von den Neuankömmlingen bleibt nur der Russe Wolkow turnusgemäß für ein halbes Jahr im All. Wolkow hat aber keine Bedenken wegen Enge. Platz gebe es reichlich an Bord, sagte er vor dem Start. Eigentlich wollte die britische Sängerin Sarah Brightman als zahlende Weltraumtouristin mit zur ISS fliegen. Aus privaten Gründen sagte sie die Reise aber ab.

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