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Forschungsrakete Aeolus : Der „Gott der Winde“ ist ins All gestartet

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Der europäische Wettersatellit „Aeolus“ wird in der vorgesehenen Umlaufbahn ausgesetzt. Bild: Esa

Mittwochabend ist der europäische Wettersatellit „Aeolus“ ins All gestartet. Der 300 Millionen Euro teure Kundschafter soll die Winde der Atmosphäre vermessen.

          Am späten Mittwochabend um 23.20 Uhr (deutscher Zeit) ist der europäische Wettersatelliten „Aeolus“ vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guyana ins All gestartet. Der ursprünglich für Dienstagnacht vorgesehene Start musste wegen starken Winden abgesagt werden und ist auf heute Nacht verschoben worden.

          Der nach dem griechischen Windgott benannte Satellit soll im Auftrag der Europäischen Raumfahrtagentur Esa die Winde in der gesamten Erdatmosphäre mit Laserstrahlen vermessen. Bislang erfolgt das mit Wettersatelliten nur punktuell und vor allem auf der Nordhalbkugel. Daten von Windprofilen über den Ozeanen fehlen. Ziel der Mission ist es, anhand der globalen Daten genauere Wettervorhersagen zu erstellen und sich anbahnende Unwetter und Stürme viel früher zu erkennen. Zudem soll Aeolus dazu beitragen, den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel besser zu verstehen.

          Eine europäische Trägerrakete vom Typ Vega hat den 1260 Kilogramm schweren und 300 Millionen Euro teuren Satelliten ins All gebracht. Eine Stunde nach dem Start sollte sich Aeolus von der Trägerrakete trennen und in seine vorgesehene Umlaufbahn einschwenken. Verläuft alles nach Plan, wird der Kundschafter schon bald in 320 Kilometer Höhe auf einer polaren Umlaufbahn um die Erde kreisen. Einmal pro Umrundung schickt er dann seine gewonnen Daten an die Bodenstation im norwegischen Svalbard.

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