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Asteroid abgehört : Forscher belauschen interstellaren Eindringling

  • Aktualisiert am

So stellt sich ein Künstler den Asteroiden „Oumuamua“ vor. Bild: AFP

400 Meter lang und zugereist aus einen anderem Sonnensystems: Der Asteroid „Oumuamua“ gibt amerikanischen Wissenschaftlern Rätsel auf. Mit einem „Lauschangriff“ wollen die Astronomen jetzt mehr erfahren.

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          Erstmals haben amerikanische Astronomen mit der Belauschung eines Asteroiden aus einem anderen Sonnensystem begonnen. Vom Green-Bank-Teleskop im Bundesstaat West Virginia aus sei der Lauschangriff am Mittwochnachmittag (Ortszeit) gestartet worden, teilten die Organisatoren des Programms „Breakthrough Listen“ mit. Zunächst werde der Asteroid über mehrere Frequenzen zehn Stunden lang belauscht. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon mehr Informationen über Herkunft und Zusammensetzung des Objekts.

          Ziel des privat finanzierten Forschungsprojekts ist es, Signale möglicherweise existierender Zivilisationen im All herauszufiltern und somit Hinweisen auf außerirdisches Leben zu bekommen. Dabei werden eine Million erdnahe Sternensysteme und die hundert nächsten Galaxien untersucht. Das Projekt soll bis 2025 laufen.

          Der „Oumuamua“ genannte Asteroid war vor wenigen Wochen als erster mit modernen Teleskopen beobachtete Asteroid von außerhalb unseres Sonnensystems an der Erde vorbeigeflitzt. Der 400 Meter lange Brocken war Millionen Jahre durchs Weltall zu uns unterwegs und verblüfft die Wissenschaftler mit seiner ungewöhnlichen Form: Er ist rund zehn Mal so lang wie breit – anders als alle Asteroiden aus unserem eigenen Sonnensystem, die bislang beobachtet worden sind. Der Brocken war am 19. Oktober mit dem Pan-Starrs1-Teleskop auf Hawaii entdeckt worden.

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