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Ferne Welten : Erdgroßer Planet in bewohnbarer Zone entdeckt

  • Aktualisiert am

Paradiesische Bedingungen herrschen hier auf Exoplanet „Kepler-186f“ Bild: Danielle Futselaar

Ist Kepler-186f ein Gesteinsplanet wie die Erde auf dem sogar flüssiges Wasser existiert? Seine Entdecker, Forscher des Seti-Instituts, sind optimistisch.

          2 Min.

          Einen erdgroßen Gesteinsplaneten, der seine Sonne in der bewohnbaren Zone umkreist, haben amerikanische Astronomen im Sternbild Schwan aufgespürt. Wasser, insofern es existiert, könnte auf der fernen Welt flüssig sein, berichten Elisa Quintana vom Seti-Institut in Mountain View und vom Ames Research Center der Nasa im kalifornischen Moffet Field in der Zeitschrift „Science“. Flüssiges Wasser gilt als eine Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Hinweise auf Wasser oder gar Leben haben die Forscher bei dem fernen Planeten allerdings nicht entdeckt.

          Der erdgroße Planet mit der Katalognummer Kepler-186f gehört zu einem rund 490 Lichtjahre entfernten Sonnensystem und ist der äußerste von fünf Planeten, die das Weltraumteleskop „Kepler“ der Nasa dort erspäht hat. Den Daten zufolge hat der Planet Kepler-186f einen nur etwa zehn Prozent größeren Durchmesser als die Erde. „Dies ist der erste eindeutig erdgroße Planet, der in der bewohnbaren Zone eines anderen Sterns gefunden wurde“, betonte Quintana in einer Mitteilung des Seti-Instituts. Als bewohnbare Zone gilt derjenige Bereich um einen Stern, in dem es weder zu kalt noch zu heiß ist, so dass auf der Planetenoberfläche flüssiges Wasser existieren könnte.

          Eine feuchte Gesteinswelt

          Dem Seti-Institut zufolge kreisen von den bislang rund 1050 entdeckten sogenannten extrasolaren Planeten etwa zwanzig innerhalb der bewohnbaren Zone ihres Heimatsterns. Diese seien jedoch alle deutlich größer als die Erde, so dass sich nicht klar entscheiden lasse, ob es sich um Gesteinsplaneten wie Erde, Mars und Venus handele oder um Gasplaneten wie Neptun und Uranus. Modelle der Planetenentstehung zeigten, dass Planeten mit einem Durchmesser von weniger als dem 1,5-fachen der Erde wahrscheinlich keine dichte Gashülle aus Wasserstoff und Helium ausbilden wie im Fall der Gasriesen in unserem Sonnensystem, erläuterte „Kepler“-Wissenschaftler Thomas Barclay von der Nasa. „Dementsprechend ist Kepler-186f wahrscheinlich ein Gesteinsplanet und ähnelt in dieser Hinsicht Venus, Erde und Mars.“

          Die Forscher haben Kepler-186f seit 2012 sogar in einem breiten Wellenlängenbereich auf Radiosignale einer möglichen Zivilisation untersucht - jedoch ohne Ergebnis. Diese Untersuchungen würden zwar wiederholt, allerdings müsste ein detektierbarer Sender auf dem fernen Planeten mindestens zehnmal stärker senden als die stärksten Rundfunksender der Erde, erläuterte das Seti-Institut. Die Abkürzung Seti steht allgemein für „Search for Extraterrestrial Intelligence“ (Suche nach außerirdischen Zivilisationen).

          Der Spürsinn des Planetenjägers

          Der Planetenjäger „Kepler“ war 2009 in die Erdumlaufbahn gebracht worden. Er hat nach extrasolaren Planeten (Exoplaneten) gesucht, die von der Erde aus gesehen zufällig genau vor ihrem Heimatstern vorbeiziehen und diesen damit regelmäßig leicht abdunkeln. Mit Hilfe dieser winzigen, charakteristischen Helligkeitsschwankungen hat das Weltraumteleskop rund 3800 Hinweise auf ferne Planeten gefunden, von denen bislang etwa 1050 bestätigt worden sind. Seit ein Teil der Satellitensteuerung im vergangenen Jahr versagte, ist das Beobachtungsprogramm gestoppt.

          Die Nasa arbeitet an einer alternativen Methode zur Stabilisierung des Teleskops.

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