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Bemannte Raumfahrt 2.0 : Mit Trump zurück zum Mond

  • Aktualisiert am

Seit 1972 hat kein Mensch mehr den Mond umkreist oder betreten. Bild: dpa

Die Nasa will möglichst rasch Astronauten zum Mond schicken. Jetzt hat sich auch Donald Trump und seine Mannschaft für die ambitionierten Pläne stark gemacht.

          Die erste bemannte Mission der amerikanischen Raumkapsel Orion in die Tiefen des Weltraums könnte bereits früher als bislang geplant erfolgen. Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa prüft derzeit gemäß einer Anweisung der neuen Regierung unter Donald Trump, ob man den ersten bemannten Flugs mit der neuen „Orion“-Raumkapsel vorziehen und mit einer Mond-Umrundung verbinden kann. Es handle sich zunächst nur um eine Studie, erklärte Bill Gerstenmaier, der bei der Nasa stellvertretend für die bemannte Raumfahrt zuständig ist. „Wir stehen nicht unter Druck, das zu tun“, sagte er nachdrücklich. Er finde es ermutigend, dass die Nasa um diese Machbarkeitsstudie gebeten wurde.

          Den bisherigen Plänen zufolge sollte die erste bemannte Orion-Mission erst im Jahr 2021 stattfinden, nach dem zweiten unbemannten Flug der Orion-Kapsel. Die erste Orion-Mission erfolgte Ende 2014 mit einem vierstündigen Jungfernflug in der Erdumlaufbahn. Die zweite Mission ist derzeit für 2018 geplant. Vorgesehen war bislang, dass das Nasa-Raumfahrzeug zu einem unbemannten Testflug über die Mondumlaufbahn hinaus aufbricht. Nun wird geprüft, ob bereits bei der ersten Mission Astronauten an Bord sein können.

          Orion-Kapsel mit europäischem Servicemodul

          Fällt das Ergebnis positiv aus, könnten bereits Mitte 2019 zwei Astronauten während einer acht- oder neuntägigen Mission den Mond umrunden. Dies entspricht grob der Mission von „Apollo 8“ von 1968, die insbesondere der Vorbereitung der ersten Mondlandung im folgenden Jahr diente.

          Bald geht`s auch zum Mars

          Die nun begonnene Prüfung war Mitte Februar in Auftrag gegeben worden und soll in etwa einem Monat abgeschlossen sein. Damit drückt die Regierung von Präsident Donald Trump, die sich gegenüber Raumfahrtfragen bislang eher zurückhaltend geäußert hat, der Nasa erstmals ihren Stempel auf. „Unsere Priorität ist es aber vor allem, die sichere und effektive Ausführung aller unserer geplanten Erkundungsmissionen zu gewährleisten“, erklärte Bill Gerstenmaier weiter.

          Mit dem Orion-Raumfahrzeug sollen Menschen erstmals seit den Apollo-Mondlandungen Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre wieder weit ins All vorstoßen – und damit den Weltraum auch jenseits des erdnahen Orbits und der Internationalen Raumstation ISS erkunden. Laut Nasa soll die Orion-Kapsel „weiter fliegen als jedes für Menschen gebaute Raumfahrzeug jemals zuvor.“ Die Nasa peilt für Mitte der 2020er Jahre eine bemannte Mission mit der „Orion“ zu einem Asteroiden an. Mitte 2030 sollt der erste bemannte Flug zum Mars folgen.

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