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Marsforschung : Curiosity bohrt den Roten Planeten an

Links das fertige 6,4 Zentimeter tiefe Bohrloch, rechts davon ein Testloch. Bild: AP

An diesem Wochenende war es endlich soweit. Der Marsrover der Nasa hat den ersten Bohrversuch unternommen und ein Loch in den Marsboden gehämmert.

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          Der Marsrover „Curiosity“, der seit  seiner Landung im August vorigen Jahres bereits 500 Meter im Gale-Krater weit gefahren ist, hat jetzt seinen Schlagbohrer eingesetzt  und ein Loch in die  Gesteinsformation „John Klein“ gehämmert. Die Öffnung ist 1,6 Zentimeter breit und 6,4 Zentimeter tief, wie die amerikanische Weltraumbehjörde  Nasa mitteilte.  Bei der Bohrung war sowohl  der Hammermechanismus als auch der Rotationsmodus des am Roboterarm befindlichen Bohrhammers in Betrieb.

          Manfred Lindinger
          Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Damit ist Curiostiy die erste Marssonde, die den Roten Planeten angebohrt hat.  Das Vehikel soll in den kommenden Tagen das pulverisierte Material aus dem Loch entnehmen und die Proben anschließend chemisch analysieren.

          Ein Teil des Materials wir dazu verwendet, Kontaminationen im Analyselabor zu entfernen, die noch von der Zeit stammen, als Curiosity auf der Erde getestet wurde. Jede noch so kleine Verunreinigung könnte die Messungen verfälschen.

          Das Material aus der Tiefe ist weniger der kosmischen Strahlung und der Verwitterung ausgesetzt als das Oberfächenmaterial, so dass man bei den Untersuchungen mehr über den ursprünglichen Zustand des Marsgesteins erfahren wird.

          Das erste künstliche Bohrloch auf dem Mars
          Das erste künstliche Bohrloch auf dem Mars : Bild: REUTERS

          "Der modernste Planetenroboter ist jetzt
          ein vollständig operierendes Analyselabor auf dem Mars“, erklärte
          John Grunsfeld  von der Nasa. Dies sei der „größte
          Meilenstein“, den der Roboter seit seiner geglückten Landung auf
          dem Mars im August erreicht habe - „ein weiterer Tag des Stolzes
          für Amerika.“, fügte Grunsfeld hinzu. Die Gesteinsprobe könnte  nach
          Einschätzung der Nasa Hinweise auf lang vergangene „feuchte
          Umgebungen“ auf dem Mars geben.






          Um auf jede mögliche Gesteinsart auf dem Mars vorbereitet zu sein,
          hatte die Nasa ausgiebig an dem Bohrer für „Curiosity“ getüftelt. Acht
          Bohrer seien entwickelt worden, mit denen mehr als 1200 Löcher in
          20 Gesteinsarten der Erde gebohrt wurden, sagte die Nasa-Ingenieurin Louise Jandura.


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