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Alexander Gerst auf der ISS : Die aufgehobene Fesselung ans Irdische

Der Blick auf die Erde als Anlass menschlicher Selbstreflexion: Alexander Gerst wird erster deutscher Kommandant der Internationalen Raumstation. Bild: dpa

Wenn Alexander Gerst zu seinem sechsmonatigen Dienst auf der Internationalen Raumstation abhebt, weckt das Phantasien und wirft Fragen auf. Was ist so faszinierend daran, das All zu erschließen?

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          Wenn alles planmäßig verläuft, wird morgen am frühen Nachmittag der Esa-Astronaut Alexander Gerst in Begleitung von Roskosmos-Kommandant Sergej Prokopjew und Nasa-Astronautin Serena Auñón-Chancellor vom Kosmodrom Baikonur aus zur Internationalen Raumstation (ISS) aufbrechen. Dort wird Gerst in der zweiten Hälfte seiner sechsmonatigen Mission als zweiter Esa-Astronaut und erster Deutscher das Kommando der ISS übernehmen. Es ist vor allem letztere Tatsache, die diese Mission im öffentlichen Bewusstsein derzeit so präsent werden lässt. Der Aufenthalt auf der Raumstation selbst, diesem auf erdnahem Orbit um die Erde eilenden „Außenposten der Menschheit“, erscheint dagegen schon beinahe als etwas Alltägliches.

          Sibylle Anderl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Seit dem 2. November 2000 ist die Station von Hunderten Astronauten, Kosmonauten und Weltraumtouristen durchgängig bewohnt worden. Der Blick von dort oben, wo die Erdatmosphäre in den Weltraum übergeht, auf unseren Planeten scheint uns durch zahlreiche Foto- und Videoaufnahmen heute fast vertraut. Das hat uns die Erschütterung beinahe vergessen lassen, die von der Anwesenheit des Menschen im All doch ausgehen sollte, sofern man sich die Ungeheuerlichkeit dieser technologischen Realität nur einmal wirklich vor Augen führt.

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