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18 Tonnen schwer : Reste von chinesischer Rakete in den Indischen Ozean gestürzt

  • Aktualisiert am

Die Kombination aus dem Kernmodul „Tianhe“ der chinesischen Raumstation und der Langer-Marsch-5B-Y2-Rakete startete am 23.4.2021. Bild: dpa

Experten hatten befürchtet, dass das unkontrolliert zu Boden sinkende Objekt auf bewohntem Gebiet niedergehen könnte. Trotz des glimpflichen Ausgangs gab es international Kritik an Peking.

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          Die Reste einer chinesischen Rakete vom Typ Langer Marsch-5B sind in der Nacht zum Sonntag in die Erdatmosphäre eingedrungen und dann über dem Indischen Ozean abgestürzt.

          Der chinesische Staatssender CCTV berichtete, das 18 Tonnen schwere Objekt sei um 4.24 MESZ in die Erdatmosphäre eingetaucht und zerfallen. Für die Absturzstelle im Meer wurden der genaue Längen- und Breitengrad angegeben.

          Die Rakete vom Typ Langer Marsch-5B hatte Ende April das erste Modul einer neuen chinesischen Raumstation ins All gebracht. Anschließend begann der Hauptteil der Rakete, die Erde in einer unregelmäßigen Flugbahn zu umkreisen und unkontrolliert an Höhe zu verlieren.

          Scharfe Kritik an Peking

          Die chinesischen Behörden sahen nur ein „extrem geringes“ Risiko von Schäden auf der Erde, da die meisten Bestandteile der Rakete beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verbrannt oder zerstört würden.

          Der Vorfall hatte dennoch international für Kritik gesorgt. „Ich denke, das spricht für die Tatsache, dass es für diejenigen von uns, die im Weltraum agieren, eine Anforderung gibt oder geben sollte, in einem sicheren und durchdachten Modus zu arbeiten“, hatte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin gesagt.

          Jonathan McDowell, Astrophysiker am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, sagte, China müsse das Design der Rakete überarbeiten, um weitere Vorfälle dieser Art zu vermeiden. „Eine Tonne Metallsplitter, die mit hunderten Stundenkilometern auf die Erde zufliegen, ist keine gute Praxis.“

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