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„Chang’e 5“ : Chinas Sonde auf dem Mond gelandet

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Die „Chang’e 5“ beim Start in Wechang Bild: AP

Einmal zum Mond und zurück: Chinas Raumsonde ist erfolgreich gelandet und kann nun zum ersten Mal seit Jahrzehnten Mondgestein sammeln. Rund zwei Kilogramm sollen Forschern Erkenntnisse über die vulkanische Aktivität liefern.

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          Erstmals seit Jahrzehnten ist wieder eine Raumsonde auf dem Mond gelandet, um dort Gesteinsproben zu nehmen. Es ist das erste Mal, dass China eine solche Mission zum Sammeln von Gesteinsproben auf dem Mond durchführt – und gilt als wichtiger Schritt im ambitionierten Weltraumprogramm der Nation.

          Ein Lander der nach der chinesischen Mondgöttin „Chang’e 5“ benannten Raumsonde setzte am Dienstag „erfolgreich“ auf der Oberfläche auf, wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua und der Staatssender CCTV übereinstimmend berichteten. Ziel der chinesischen Mission ist es, weltweit erstmals seit 44 Jahren wieder Gesteinsproben zur Erde zurückzubringen. Bei einer erfolgreichen Rückkehr zur Erde wäre China nach Amerika und der Sowjetunion erst die dritte Nation, der ein solches Vorhaben gelungen ist.

          „Chang’e 5“ war am 23. November (deutscher Zeit) vom Raumfahrtbahnhof in Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan gestartet. Eine größere Herausforderung als die Ankunft auf dem Mond, wo chinesische Sonden schon zweimal zuvor gelandet waren, ist für die Forscher der weitere Verlauf der Mission.

          Die „Chang’e 5“ ist mit 8200 Kilogramm das bisher größte Raumschiff der „Chang’e“-Flotte und besteht aus vier Modulen: dem Orbiter mit der Rückkehrkapsel sowie dem Lander mit der Aufstiegsstufe. Nach dem Aufsetzen auf der Mondoberfläche soll nun das Landegerät mit einem langen Arm Mondgestein und Proben aus Bohrungen in bis zu zwei Meter Tiefe zusammentragen und in einer Kammer verstauen. Diese Aktion soll zwei Tage dauern. Danach steht die Rückreise an.

          Techniker arbeiten im Beijing Aerospace Control Center (BACC) in Peking an der Raummission.
          Techniker arbeiten im Beijing Aerospace Control Center (BACC) in Peking an der Raummission. : Bild: dpa

          Geplant ist, rund zwei Kilogramm Material auf die Erde zurückzubringen. Forscher erhoffen sich von den Proben neuen Aufschluss über die vulkanische Aktivität des Mondes. Zum Vergleich: Die amerikanischen Apollo-Missionen hatten rund 380 Kilogramm Mondgestein mitgebracht. Die Sowjetunion sammelte mit unbemannten Missionen etwa 300 Gramm ein.

          China verfolgt ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm. Geplant ist so mittelfristig nicht nur, wieder Menschen zum Mond zu schicken. Derzeit ist auch eine chinesische Sonde zum Mars unterwegs. Zudem soll kommendes Jahr der Bau einer Raumstation beginnen. In der derzeit laufenden Mondreise der Chinesen sehen Raumfahrtexperten nicht nur eine geologische Mission, sondern einen wichtigen Technologietest, etwa für künftige bemannte Flüge zum Mond.

          „Chang’e 5“ ist die zweite Mond-Mission der Chinesen innerhalb von zwei Jahren. Im Januar 2019 landete China als erste Raumfahrtnation mit „Chang’e 4“ auf der relativ unerforschten erdabgewandten Seite des Mondes. Es wurde ein Rover ausgesetzt, der weiter die Oberfläche erforscht. Mit „Chang’e 3“ hatten die Chinesen 2013 eine Sonde auf der Vorderseite des Erdtrabanten gelandet - weit später als Russen und Amerikaner. Amerika hatte nach unbemannten Sonden zwischen 1969 und 1972 auch zwölf Astronauten auf den Mond gebracht.

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