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Astrophysik : Tausende von Sternkrippen im Andromedanebel

  • -Aktualisiert am

Überwältigend scharf: Unser kosmischer Nachbar im ultravioletten Licht Bild: Nasa/UMCP

Neue Kompositaufnahmen des Andromedanebels im ultravioletten Bereich lassen wesentlich mehr Objekte erkennen als bisher in diesem Sternsystem. Sie geben auch Aufschlüsse über den Prozess der Sternentstehung.

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          Keine Galaxie dürfte - außer der eigenen Milchstraße - so gut erforscht sein wie der Andromedanebel (M 31), ein Spiralnebel mit ungefähr 220 000 Lichtjahren Durchmesser, der zur Lokalen Galaxiengruppe gehört und rund 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist.

          Abseits der städtischen Beleuchtung ist er wegen seiner Größe und der aus astronomischer Sicht geringen Distanz als einziger Spiralnebel sogar mit bloßem Auge zu sehen. Trotzdem hat er den Wissenschaftlern immer wieder Neues zu bieten.

          Aus 330 mit dem amerikanischen Weltraumobservatorium Swift in drei Bereichen des ultravioletten Lichts aufgenommenen Fotos ist jetzt an der University of Maryland in College Park ein Gesamtbild des Andromedanebels zusammengesetzt worden, das im Ultravioletten wesentlich mehr Objekte erkennen lässt als die bisherigen Ansichten des Sternsystems. Rund 20 000 Strahlungsquellen können die Wissenschaftler auf dem Bild unterscheiden.

          Sternhaufen entlang eines „Feuerrings“

          Dabei handelt es sich hauptsächlich um heiße, junge Sterne und dichte Sternhaufen. Dadurch, dass man sie in drei Farbbereichen aufgenommen hat, kann man jetzt viel genauer untersuchen, wie der Prozess der Sternentstehung abläuft. Die jungen Sterne häufen sich, wie die Verteilung der blauen Flecken verrät, in der Scheibe der Galaxie außerhalb des Zentrums und insbesondere in den Spiralarmen. Dort befinden sich die größten Mengen an Gas und Staub, dem Material, aus dem sich die Sterne bilden.

          Die Sternhaufen drängen sich vor allem entlang eines "Feuerrings" mit 150 000 Lichtjahren Durchmesser. Im Zentrum der Galaxie ist die Materie gleichförmiger verteilt, und dort befinden sich in erster Linie auch ältere und kühlere Sterne, was in der rötlichen Färbung zum Ausdruck kommt. Für die Geburt neuer Sterne ist in dieser Region kaum noch Material vorhanden.

          Dass gerade in dem Feuerring so viele Sterne entstehen, führen die Astronomen auf Gezeitenkräfte zurück, die kleinere, den Andromedanebel begleitende Galaxien auf diesen ausüben. Zusammen mit seinen Trabanten bewegt sich der Spiralnebel derzeit auf die Milchstraße zu. Die Astronomen rechnen mit einer Kollision, die allerdings erst in einigen Milliarden Jahren erfolgen dürfte.

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