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Astronomie : Zuckermoleküle aus dem kalten Kosmos

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Tiefgefrorenen Zucker haben amerikanische Astronomen in einer rund 26.000 Lichtjahre entfernten interstellaren Gas- und Staubwolke entdeckt. Mit dem erst vor einigen Jahren in Betrieb genommenen Radioteleskop von Green Bank empfingen sie eine von Glycolaldehydmolekülen stammende Strahlung.

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          Tiefgefrorenen Zucker haben amerikanische Astronomen in einer rund 26000 Lichtjahre entfernten interstellaren Gas- und Staubwolke entdeckt. Mit dem erst vor einigen Jahren in Betrieb genommenen Radioteleskop von Green Bank empfingen sie eine von Glycolaldehydmolekülen stammende Strahlung. Die interstellare Gaswolke hat eine Temperatur von lediglich acht Grad über dem absoluten Nullpunkt. Bislang war unklar, ob unter solchen Bedingungen überhaupt komplexere Moleküle zusammenwachsen können. Die Forscher nehmen an, daß sich die Bausteine auf interstellaren Staubteilchen niedergeschlagen haben, wo sie dann durch den Einfluß heftiger Stoßfronten verdichtet und zu gegenseitigen Reaktionen gebracht wurden. Solche Stoßfronten sind typische Begleiterscheinungen der Sternentstehung, die in diesen Wolken ablaufen kann. Ähnliche Prozesse dürften auch während der Entstehung des Planetensystems in den Außenbezirken des solaren Urnebels abgelaufen sein und die Bildung präbiotischer Moleküle angeregt haben. Seit längerem wird jedenfalls die Möglichkeit diskutiert, daß die Entstehung des irdischen Lebens durch Moleküle angestoßen oder zumindest beschleunigt wurde, die von auf die Erde stürzenden Kometen aus den Außenbezirken des Sonnensystems "eingeschleppt" wurden.

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