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Astronomie : Viele junge Sterne im Herzen eines Sternhaufens entdeckt

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Die molekulare Wolke W49 Bild: Eso

In der sogenannten molekularen Wolke W49 hat die Europäische Südsternwarte (Eso) eine Menge frischentstandener Sterne gefunden.

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          In der sogenannten molekularen Wolke W49 hat die Europäische Südsternwarte (Eso) eine Menge frischentstandener Sterne gefunden. Infrarotbilder des 3,5-Meter-Teleskops im La-Silla-Observatorium in Chile brachten den Astronomen einen ganz tiefen Blick in die Wolke. Es kamen vier massive Sternenhaufen mit Sternen der 120-fachen Sonnenmasse zu Tage, die mit ihrer außerordentlich starken Strahlung eine Region von 20 Lichtjahren Durchmesser voller Wasserstoff-Ionen anheizen.

          W49 ist eine der energiereichsten Regionen der Sternenentstehung in der Milchstraße. Die große molekulare Wolke liegt 37.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Eine Unterregion dieser Wolke, W49A, ist die stärkste bekannte Quelle für Radiostrahlen in der Galaxie. Die Eso kam der Wolke als Geburtsstätte junger Sterne mit Infrarot-Bildern auf die Spur, da das sichtbare Licht durch das Licht der umgebenden Sterne abgeschirmt wird.

          Gute Bedingungen unterstützen Forschung

          Mit den Bildern aus einer dank guten Wetters und guten Bedingungen gelungenen Serie fanden die Astronomen den aktiven Wasserstoff-Ionen-Bereich sowie drei weitere Sternencluster in W49A sowie mehr als hundert schwere Sterne. Diese Funde lösen das Rätsel, warum W49A besonders hell und energiereich ist. Die vielen neugebildeten Sterne erleuchten die Wolke.

          Radio- und Infrarotbild von W49

          Die Existenz so vieler Sterne in einer relativ kleinen Region läßt vermuten, daß die Sterne sich nahezu gleichzeitig gebildet haben. Die Astronomen erklären die große Zahl mit der Entstehung aus verschiedenen Quellen und nicht aus einem Domino-Effekt. Dieser Effekt wurde als Theorie vorgeschlagen; Sternenwinde sollen darin Sternenbildung auslösen. Doch die Ergebnisse aus der Betrachtung von W49A lassen darauf schließen, daß die Sternenformation früher begann und in einem größeren Bereich stattfand als vermutet.

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