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Astronomie : Mehr Planeten im Universum?

  • Aktualisiert am

Wie viele Planeten gibt es im All? Bild: dpa

Darauf, dass im Universum möglicherweise viel mehr Planeten entstanden sind, als bislang angenommen, deuten neuere Beobachtungen hin.

          1 Min.

          Planeten sind im Universum möglicherweise viel häufiger entstanden, als die Astronomen bislang vermutet haben. Darauf deuten neuere Beobachtungen mit dem 4-Meter-Teleskop des National Optical Astronomical Observatory auf dem Kitt Peak in Arizona hin. Die bisherigen Annahmen stützten sich darauf, daß T Tauri-Sterne - Sterne mit ungefähr der Masse der Sonne - in den ersten drei Millionen Jahren von einer Scheibe aus Gas und Staub umgeben sind, in der sich Planeten bilden können. Bei den etwas älteren T Tauri-Sternen hat man solche Scheiben nicht aufspüren können. Weil ein Planet mindestens zehn Millionen Jahre braucht, sich zu formen, reichte demnach die Existenz der Scheiben für einen solchen Prozeß nicht aus. Zwei Astronomen der Vanderbilt University in Nashville/Tennessee haben nun die These aufgestellt, die Scheiben verschwänden gar nicht nach drei Millionen Jahren. Vielmehr klumpten sich die Gas- und Staubteilchen zu sogenannten Planetesimalen zusammen, die den üblichen Infrarotmessungen nicht zugänglich seien. Sie haben deshalb in der Nachbarschaft älterer T Tauri-Sterne nach molekularem Wasserstoff gesucht, der auch dann noch nachzuweisen sein müßte, wenn sich die Planetesimale schon gebildet haben, aber schwer zu beobachten ist. Bei zwölf T Tauri-Sternen wurden sie tatsächlich fündig. Demnach lösen sich die Scheiben nicht, wie man bisher vermutet hat, nach kurzer Zeit auf. Sie werden nur für normale Messungen "unsichtbar".

          F.A.Z.

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