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Astronomie : Leuchtender Sternentod

  • Aktualisiert am

Der Helix-Nebel Bild: Nasa

Eine Aufnahme des 650 Lichtjahre entfernten Helix-Nebels im Sternbild Wassermann ist eine der größten und detailliertesten Aufnahmen, die je von einem Objekt außerhalb des Sonnensystems gemacht wurden.

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          Diese Aufnahme des 650 Lichtjahre entfernten Helix-Nebels im Sternbild Wassermann ist eine der größten und detailliertesten Aufnahmen, die je von einem Objekt außerhalb des Sonnensystems gemacht wurden.

          Zur Feier des "Astronomy Day" am Samstag hatten Astronomen dazu neun verschiedene vom Hubble-Weltraumteleskop aufgenommene Fotos zu einem Bild zusammengefügt. Die kosmische Gaswolke ist am Himmel etwa so groß wie die halbe Vollmondscheibe und kann als schwacher Schleier bei klarem Himmel auch mit einem Fernglas beobachtet werden. Der Helix-Nebel besteht aus der Hülle eines einst etwa sonnenähnlichen Sterns, der nach Erschöpfung seiner Energievorräte zu einem weißen Zwergstern kollabierte und dabei seine äußere Hülle abstieß. Der sehr heiße Reststern ist im Zentrum des Nebelringes erkennbar.

          Seine Strahlung regt nun die ausgespieenen Gase zum Leuchten an: Blau ist der Sauerstoff wiedergegeben, rot Wasserstoff und Stickstoff. Die feinen speichenförmigen Gebilde sind aus Staub und kälteren Gasen, die der sterbende Stern kurz vor seinem Ende ausstieß und die nun von kräftigen Sternwinden auseinandergeblasen werden. Die für das Bild verwendeten Aufnahmen entstanden vergangenen November, als die Öffnung des Weltraumteleskops zum Schutz vor dem Leonidenschwarm für einen halben Tag in eine andere Richtung gedreht werden mußte und zufällig auf den Helix-Nebel zeigte.

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