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Astronomie : Kosmisches Freilicht-Spektakel

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Ab Sonntag erstrahlt der Sternschnuppenschauer der Perseiden am Himmel. Wegen des Vollmonds werden die Leuchtspuren jedoch weniger hell sein als in den vergangenen Jahren.

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          Die warmen Sommernächte bieten von Sonntag an ein besonderes Freilicht-Spektakel: Der Sternschnuppenstrom der Perseiden erstrahlt am Himmel und wird sein Maximum am frühen Mittwochmorgen erreichen. Die Lichter scheinen aus dem Sternbild Perseus im Nordosten zu strömen, sind aber am gesamten Himmel zu sehen.

          Allerdings seien die schwächeren der Leuchtspuren in diesem Jahr schwer zu erkennen, erläutert Wolfgang Steinicke, Sprecher der Vereinigung der Sternfreunde (Heppenheim). Der helle Vollmond werde die Zahl der sichtbaren Sternschnuppen reduzieren. „Schauen Sie nicht direkt zum Mond“, rät Bill Cook von der US-Weltraumagentur NASA. Das könne den Gesamteindruck der Nacht ruinieren. „Durch die Hitze wird zudem derzeit vom Boden her viel Staub in die Atmosphäre getragen, was die Sicht ebenfalls trüben kann“, ergänzt Steinicke. „Man muß etwas Geduld haben.“

          Mars strahlt besonders hell

          Derzeit tritt noch ein weiterer Mitspieler im Himmels-Schauspiel hervor. Der Mars ist von etwa 23 Uhr an als heller ockerfarbener bis rötlicher Punkt tief am Südosthorizont zu erkennen. „Zu Einbruch der Dunkelheit steht er bei ausgestrecktem Arm etwa eine Faustbreit über dem Horizont“, erklärt Martin Neumann, Redakteur des Magazins „Sterne und Weltraum“ (Heidelberg). „Bis Mitternacht steigt er etwas höher - etwa eine Handbreit über den Horizont.“ Unser Nachbarplanet erscheint gerade besonders hell: Ende August erreicht er seinen nächsten Punkt zur Erde seit rund 60.000 Jahren.

          Ursprung der Perseiden sind Staubteilchen und Bruchstücke des Kometen Swift-Tuttle. Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde dessen Staubspur jedes Jahr Mitte August. Die Lichtstreifen entstehen, wenn die winzigen Teilchen in die Erdatmosphäre eindringen und verglühen. Viele sind nur so groß wie Sandkörner. Die Perseiden-Staubkörner seien über ein relativ großes Gebiet verteilt. „Daher verteilen sich die Sternschnuppen über einige Nächte“, erläutert Steinicke. Beim Perseidenstrom im vergangenen Jahr hatten Hobbyastronomen in Japan und Griechenland bis zu 150 Meteore pro Stunde gemeldet.

          Im Volksmund sind die Perseiden auch als Laurentius-Tränen bekannt, nach dem Märtyrer, der der Legende zufolge am 10. August 258 nach Christus in Rom auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert wurde.

          Sternschnuppen müssen nicht in einem Strom auftauchen. „Auf der Erdbahn sind immer einzelne Krümel, die ein Komet hinterlassen hat“, sagt Steinicke.

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