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Astronomie : „Hubble“ entdeckt neuen Pluto-Mond

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Grün umkreist: der fünfte im Jahr 2012 entdeckte Plutomond „P5“ Bild: dpa

Klein, aber oho: Pluto ist zwar nur ein Zwergplanet, aber er hat fünf Monde. Der fünfte wurde vom Weltraumteleskop „Hubble“ entdeckt - wie schon drei andere zuvor.

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          Das Weltraumteleskop „Hubble“ hat einen neuen Mond des Zwergplaneten Pluto entdeckt. Der winzige Trabant ist ein unregelmäßig geformter Brocken mit einem Durchmesser zwischen 10 und 25 Kilometern. Er umkreist Pluto in 95 000 Kilometern Abstand, wie das Weltraumteleskop-Institut STScI in Baltimore und das europäische „Hubble“-Zentrum in Garching bei München mitteilten. Damit hat der eisige Zwergplanet am Rande unseres Sonnensystems mindestens fünf Begleiter.

          Das Entdecker-Team um Mark Showalter vom SETI-Institut in Kalifornien hatte den Mond auf einer Serie von neun „Hubble“-Aufnahmen entdeckt, die zwischen Ende Juni und Anfang Juli entstanden waren. Der Trabant bekam die vorläufige Bezeichnung P5. Es ist nicht Hubbles erste Entdeckung eines Mondes bei Pluto: Vergangenes Jahr hatte das Weltraumteleskop bereits den Mond P4 entdeckt, 2006 die Pluto-Begleiter Nix und Hydra. Plutos größter Mond Charon ist bereits seit 1978 bekannt.

          Alle Monde umkreisen Pluto in derselben Ebene. Die Astronomen sind überrascht, dass ein Zwergplanet wie Pluto ein solch komplexes System von Begleitern haben kann. „Die Monde bilden eine Folge feinsäuberlich ineinander verschachtelter Umlaufbahnen, ein wenig wie russische Babuschka-Puppen“, erläuterte Showalter in der Mitteilung. Die Entdeckung liefere neue Details zur Entstehung und Entwicklung des Pluto-Systems. Pluto wurde 2006 von der Internationalen Astronomischen Union vom Planeten zum Zwergplaneten degradiert.

          Auch das Wissen um die ferne Zukunft unserer Galaxie ist Messdaten von „Hubble“ zu verdanken: Seit Anfang Juni gibt es der Raumfahrtbehörde Nasa zufolge Gewissheit, dass die Milchstraße und die Nachbargalaxie Andromeda in vier Milliarden Jahren kollidieren und verschmelzen werden. Dass sich die Galaxien annähern, war lange bekannt - aber erst Präzisionsmessungen der letzten sieben Jahre ermöglichten es, die exakte Bewegungsrichtung der Andromeda-Galaxie zu berechnen.

          Einen Sturm im All beobachteten Forscher dank „Hubble“-Aufnahmen Ende Juni: Ein etwa 60 Lichtjahre entfernter Planet sei nach Angaben des Informationszentrums in Garching von seinem Heimatstern mit intensiver Röntgenstrahlung geröstet worden. Dabei verdampfte seine Atmosphäre mit einer Geschwindigkeit von mindestens 1000 Tonnen Gas pro Sekunde.

          Im Februar entdeckte „Hubble“ mittels Infrarotmessung einen neuen Planetentypen. Etwa 40 Lichtjahre von der Erde entfernt sei er in dichten Wasserdampf gehüllt. Da ein großer Teil seiner Masse aus Wasser bestehe, gleiche er keinem bisher bekannten Planeten. Er wurde daher als Wasserwelt bezeichnet.

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