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Astronomie : Eisige Inseln auf Titan?

  • Aktualisiert am

Wolkenschichten versperrten Voyager den Blick auf Titan Bild: Nasa

Auf dem Saturnmond Titan gibt es möglicherweise große Hochländer aus Eis. Darauf deuten zumindest spektroskopische Messungen einer amerikanisch-französischen Forschergruppe hin.

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          Auf dem Saturnmond Titan gibt es möglicherweise große Hochländer aus Eis. Darauf deuten zumindest spektroskopische Messungen einer amerikanisch-französischen Forschergruppe hin.

          Die Oberfläche des Trabanten ist schwer zu erkunden, weil sie von einer mächtigen Atmosphäre umgeben ist. Diese besteht vor allem aus Stickstoff, enthält aber auch größere Mengen an Methan und Ethan. Das Methan wird durch Sonnenlicht aufgespalten, so daß sich in der Stratosphäre des Mondes eine undurchdringliche Dunstschicht aus Kohlenwasserstoffen geformt hat.

          Außerdem bilden sich durch Reaktionen mit anderen Molekülen organische Tröpfchen, die auf den Titan fallen. Nach gängigen Vorstellungen haben sie dort Seen und Meere entstehen lassen. Auf ein paar Fotos des Mondes sind dunkle Flecken zu erkennen, bei denen es sich um diese Ozeane handeln könnte. Die jüngsten Messungen zeigen nun, daß das Reflexionsverhalten des Titans im infraroten Bereich des Spektrums zwischen den Bändern des Methans demjenigen des Jupitermondes Ganymed entspricht, der von gefrorenem Wasser bedeckt ist. Daraus schließen die Forscher jetzt, daß große "Eisinseln" aus den organischen Meeren herausragen.

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