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Astronomie : Ein Stück Unendlichkeit

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Der zweite Teil des Meteoriten Bild: dpa

Von dem Meteoriten, der am 6. April vergangenen Jahres in Bayern niederging, nachdem er als helle Feuerkugel für Aufregung gesorgt hatte, ist nun ein zweiter Brocken der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

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          Von dem Meteoriten, der am 6. April vergangenen Jahres in Bayern niederging, nachdem er bei seinem Flug durch die Atmosphäre als helle Feuerkugel für einige Aufregung gesorgt hatte, ist nun ein zweiter Brocken der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Er hat den Namen Neuschwanstein 2 erhalten.

          Den ersten, 1,75 Kilogramm schweren Brocken Neuschwanstein 1 hatten Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt am 14. Juli vergangenen Jahres etwa sechs Kilometer von dem "Märchenschloß" König Ludwigs II. entfernt aufgespürt. Weil die Feuerkugel von sieben Kamerastationen eines europäischen Überwachungsnetzes fotografiert worden war, hatte man die Bahn des Meteoriten und seine Einschlagstelle berechnen können. Sie liegt in einem bergigen und schwer zugänglichen Gelände bei Füssen.

          Fünf Zentimetertiefes Einschlagloch

          Dort ist der zweite, 1,63 Kilogramm schwere Brocken am 27. Mai von zwei jungen Männern aus Oberbayern entdeckt worden, die mehrere Wochen im Zielgebiet mit der Suche nach Meteoritentrümmern verbracht hatten. Er mußte aus einer fünf Zentimeter tiefen Mulde geborgen werden. Das zweite Fundstück hat - ebenso wie das erste - zahlreiche rostige Flecken, die allerdings erst auf der Erde entstanden sind.

          Daß die beiden Fundstücke tatsächlich zusammengehören und von ein und demselben Mutterkörper stammen, haben mittlerweile Untersuchungen am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg bestätigt. Nach den Berechnungen der Forscher hat der gesamte Meteorit, der damals in die Erdatmosphäre eingedrungen ist, eine Masse von etwa 300 Kilogramm gehabt. Mehrere Fragmente mit zusammen etwa zwanzig Kilogramm Masse dürften den Boden erreicht haben. Die Wissenschaftler glauben, daß sie auch den größten der Brocken, der etwa sieben bis zehn Kilogramm wiegen dürfte, noch finden werden.

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