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Astronomie : Dorschner und Gürtler im Asteroidengürtel

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Der Astronom und sein Himmelskörper: Johann Dorschner ... Bild: Uni Jena

Ruhm und Ehre manifestieren sich für Astronomen häufig darin, daß ein Himmelskörper nach ihnen benannt wird. Darüber dürfen sich nun zwei Sternenforscher freuen.

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          Zwei kleine Planeten in unserem Sonnensystem sind nach Astronomen aus Jena benannt worden. Die Kleinplaneten Nummer 73692 und 73693 tragen nach einer Bestätigung durch die Internationale Astronomische Union künftig die Namen „Gürtler“ und „Dorschner“. Das teilte die Universität Jena am Dienstag mit. Die aus Thüringen und Baden-Württemberg stammenden Entdecker, Freimut Börngen und Lutz D. Schmadel, hatten die Himmelskörper den Jenaer Astronomen Joachim Gürtler und Johann Dorschner für ihre Arbeit zu interstellarem Staub gewidmet.

          Die 1991 entdeckten Kleinplaneten haben den Angaben des Direktors des Astronomischen Instituts der Universität, Ralph Neuhäuser, einen Durchmesser von wenigen Kilometern. Sie seien aber auch mit einem Amateur-Teleskop zu entdecken, derzeit im Sternbild Löwe. Im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter umkreisen „Gürtler“ und „Dorschner“ die Sonne in einer Entfernung, die drei Mal so groß ist wie die zwischen Erde und Sonne. Dafür brauchen sie vier bis fünf Jahre.

          Entdecker interstellaren Eises

          Gürtler genießt als Mitentdecker des Kohlendioxid-Eises in interstellaren Wolken in der Fachwelt Ruhm. Dorschner wurde für seine Arbeit über inter- und zirkumstellaren Staub bekannt, sowie als Begründer des Jenaer Zweigs für Astrophysik, der im Rahmen einer Expertengruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft auch weiterhin zu dem Themaforscht. Gürtler ist seit Februar in Ruhestand, Dorschner scheidet Ende des Monats aus dem Universitätsdienst aus. Die Benennung der Planeten nach dem eigenen Namen sei eine große und seltene Ehre, sagte Neuhäuser.

          ... und der 1991 entdeckte Kleinplanet, derzeit im Sternbild „Löwe” zu sehen

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