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Ungelöste Fragen : Die großen Rätsel der Wissenschaft

2019 wurde die erste Beobachtung des „Schattens“ eines Schwarzen Lochs vom Event Horizon Telescope (EHT) veröffentlicht, hier eine Simulation dessen, was man dabei sah. Bild: L.R. Weih, L. Rezzolla

Die Forschung hat uns tiefe Einsichten in die Natur der Dinge gewinnen lassen. Doch je mehr Antworten wir finden, vor desto mehr Fragen scheinen wir zu stehen – in allen Bereichen.

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          Kosmische Dunkelheit

          Das größte Rätsel des Universums ist seine Dunkelheit. Nur knapp fünf Prozent aller Energie und Materie in unserem Kosmos existieren in einer Form, die wir im Rahmen unserer Theorien verstehen. Knapp 27 Prozent sind Dunkle Materie, deren Gravitationswirkung wir an vielen Stellen im Universum beobachten – auch wenn wir über sie nicht viel mehr sagen können, als dass sie ganz anders ist als all die Elementarteilchen, die wir kennen. Unsere anhaltende Unkenntnis ist überraschend, denn sie lässt sich nicht darauf zurückführen, dass man nicht ausdauernd versucht hätte, die Natur der Dunklen Materie aufzuklären: in Teilchenbeschleunigern, in gigantischen Experimenten zum Nachweis einer Wechselwirkung zwischen Dunkler und „normaler", Baryonischer Materie, auch indirekt in astronomischen Beobachtungen - dennoch fehlt seit Jahrzehnten eine zündende Spur. Hinsichtlich der 68 Prozent Dunkler Energie, die den Kosmos füllen und dafür verantwortlich sind, dass er sich beschleunigt ausdehnt, sieht es nicht besser aus, im Gegenteil: Von einem Verständnis scheinen wir noch weiter entfernt als im Fall der Dunklen Materie. Werden wir bald endlich die entscheidende Beobachtung machen, die uns in unserem Verständnis endlich voranbringt? Oder ist doch unser auf Einsteins Relativitätstheorie beruhendes kosmologisches Modell falsch? Sicher ist: Es stehen wissenschaftliche Revolutionen an.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Von Sibylle Anderl

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